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Hungarian Oncoming Tunes presents – Neue Musik aus Ungarn

Hungarian Oncoming Tunes presents – Neue Musik aus Ungarn

Die Absage des Sziget hat es nochmal besiegelt: Wir müssen in diesem Jahr andere Wege finden, als über die wundervolle Donau-Festival-Insel zu streifen und plötzlich vor einer heimischen Speed-Folk-Freak-Punk-Band wie den Bohemian Betyars zu stehen, die nach Eigenaussage das „bittere Feiern“ zum Ziel ihres Wirkens erklärt haben. Deshalb gibt es mit diesem Mailing eine handverlesene Auswahl ungarischer Bands, die viel offener, mutiger und wilder klingen, als man das vielleicht erwartet hätte. Denn machen wir uns nix vor: Die Berichterstattung hierzulande reibt sich oft – zu Recht natürlich – am Personal der aktuellen konservativen Regierung und überstrahlt damit das bunte Treiben von Acts wie diesen hier. Egal ob sonnendurchflutete Electronica wie von Belau, das Glam-Rock-Update von Ivan & The Parazol aus Budapest, das Krach-trifft-Wohlklang-Wrestling von METEO, der mitreißende Folk-Wurf von Platon Karataev oder der smooth shuffelnde Jazz der Jazzbois – hier dürfte für jeden was dabei sein, der mal über die üblichen Landesgrenzen hinaus schauen will.


Belau – „An Ocean With No Waves (feat. Yasaquarius)“

„Take You to The Sea“ – das ist das Mantra des Duos von Peter Kedves und Buzas Krisztian. Belau führt die Zuhörer an fröhliche, sonnendurchflutete Orte, an denen man sich entspannen, abschalten und Ruhe und Harmonie finden kann. Ende 2015 erschien der Debütsong von Belau „Island of Promise“, der mit dem ungarischen Videomusikpreis ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2016 folgte das Debütalbum, das bei den ungarischen Grammy Awards den Preis als bestes elektronisches Album gewann. In zwei Jahren spielte das Duo fast 200 Shows in 23 Ländern, u.a Primavera, Eurosonic, Reeperbahn, SXSW, Sziget und Electric Castle.


Bohemian Betyars – „Arra vágyom“

Bohemian Betyars hat sich 2009 gegründet und rückt die Fiedel in den Mittelpunkt. Ihr Ziel ist das Gefühl des bitteren Feierns (ganz im ungarischen Sinne) so weit wie möglich zu verbreiten. Sie bezeichnen sich selbst als Speed-Folk-Freak-Punker und spielen eine explosive Mischung aus rockig-punkigem, hüpfendem Ska, schwirrender Psychedelia, melodischen Themen, alles gewürzt mit ungarischen und balkanischen Folk-Elementen. Von der Ostsee bis zum Atlantik hat diese echte Power-Boost-Band das Publikum in den letzten Jahren rund tausend Mal zum Tanzen gebracht. „Arra vágyom“ ist ihre neuste Single aus dem letzten Jahr.


Ivan & The Parazol – „Is That“

Ivan & The Parazol ist eine fünfköpfige Band aus Budapest, die den Geist des Glam-Rock der 70er Jahre sowie extravagante Gitarrensoli und übersteuerte Gitarren in sich trägt. Bisher spielten sie u.a. SXSW, Eurosonic, Reeperbahn, Sziget Festival sowie als Support von Deep Purple. Ihr neues Album „Exotic Post Traumatic“ wurde von dem Grammy-Preisträger Wil Anspach (u.a. Muse, Red Hot Chili Peppers, Justin Timberlake, Frank Ocean) in LA aufgenommen und produziert und führte sie auf Tour durch ganz Europa sowie Russland.


Jazzbois – „Jass“

Das in Budapest ansässige Jazz-Fusion Trio Jazzbois veröffentlichte 2019 das Debütalbum „Jazzbois Goes Blunt“, welches ihnen direkt Plays in den Spotify-Playlisten „Coffee & Beats“ sowie „Jazz Rap“ einbrachte. Der Track „Jass“ ist ein smoother instrumenteller Track, der perfekt die Stimmung des Albums und die Basis des Trios einfängt.

 


METEO – „Dream of Love“

METEO ist eine Indie-Pop Band aus Budapest, die gerne Noise in ihre Musik hinzufügt. Eingängige Melodien und schizophrene Geräusche werfen so ein neues Licht auf die moderne Gitarrenmusik. Ihr letztes Album „Hayline“ erschien 2019 und die Single daraus „Dream of Love“ ist eine poppige und eingängige Nummern a la Jonathan Bree, Arcade Fire und Balthazar.

 


Mongooz and the Magnet – „Hey Boy“

Mongooz and the Magnet hat sich 2015 gegründet und besteht aus drei Herren aus Irland, Norwegen und Ungarn. Das Trio lernte sich während ihres Medizinstudiums in Südungarn kennen, und schon bald fanden sie sich auf Bühnen in Ungarn, Deutschland, Rumänien, Polen, Estland, Korea und Japan wieder. Die Band schöpft ihre Wurzeln aus der Musik auf der ganzen Welt, und mit dem Blues als Kompass haben sie einen Weg eingeschlagen, der von düsteren Gitarren-Leadlines bis hin zu eingängigen Rhythmen reicht. Die neue EP „people = people“ (ausgesprochen „people bridge people“) wurde von Dani Castelar (Paolo Nutini, Snow Patrol) und Gavin Fitzjohn (Man Street Preachers) produziert.

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Platon Karataev – „Wide Eyes“

Platon Karataev, benannt nach einem Charakter des Schriftstellers Leo Tolstoy, wurde 2016 in Budapest gegründet. Sie vereinen auf ihrem Debütalbum „For Her“ (2017) Folk, Indie und wunderschöne Gesangslinien. Das Resultat erinnert mitunter an Mumford and Sons und Helden der modernen Indie-Folk-Szene wie Bon Iver und Ben Howard. Die Songs schweben federleicht, um dann wieder durch klare und knackige Rockstukturen vorangetrieben zu werden. Dies bescherte dem Quartett Plays in der Spotify-Playlist „Folk Pop“. Im Mai 2020 erscheint ihr neues Album „Atoms“.


Saya Noé – „Thunder“

Mimi Kőrös, aka Saya Noé, ist eine ungarische Sängerin und Songwriterin. Sie verbrachte die meiste Zeit ihrer Kindheit in Kuala Lumpur, Malaysia, wo sie mit ihren Musikereltern aufwuchs. Ihre Liebe zur Musik begann schon in jungen Jahren, als sie Geige und Flöte lernte. Einige Jahre später griff sie zur Gitarre und begann, auch eigene Lieder zu schreiben. Sie zog zurück nach Budapest und studierte Musikproduktion. Ihre erste EP „Taboo“ wurde 2019 veröffentlicht, aktuell arbeitet sie an ihrem Debütalbum, das vom Nationalen Kulturfond in Ungarn gefördert wird.


Presse: FACTORY 92 mpx GmbH

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