„Hey, I just met you and this is crazy – But here’s my number, so call me maybe“: Mindestens diesen Satz haben wir alle instinktiv im Ohr, wenn der Name Carly Rae Jepsen fällt. Vor mittlerweile sieben Jahren schaffte Carly das, wovon viele Talente nur träumen!

Ein Artikel von Dominik Huttner – Über Nacht wurde ihr Hit eine virale Sensation und erlangte internationale Aufmerksamkeit. Justin Bieber und Selena Gomez erwähnten den Song bei Twitter und verhalfen Carly damit zum weltweiten Durchbruch.

Heute, einige Jahre später, erscheint das bereits vierte Album der Kanadierin, mit dem bedeutungsvollen Titel „Dedicated“. Im Rahmen des Releases, hat Carly es sich nicht nehmen lassen, uns ein Paar Fragen zu sich, ihrer Karriere und dem neuen Album zu beantworten.


Vier Jahre sind seit der Veröffentlichung deines letzten Albums vergangen. Wie hast du dich in diesen vier Jahren verändert?

CRJ: Ich denke, ich bin vielleicht ein bisschen mutiger geworden. Ich bin immer gereist und habe mit Musik experimentiert, aber ich habe mir erlaubt, das in den letzten vier Jahren noch weiter zu vertiefen.

‚Dedicated‘ wurde an den verschiedensten Orten der Welt aufgenommen. Welche Dinge haben dich während des Entstehungsprozesses inspiriert?

CRJ: Ich glaube, ich habe etwas bestimmtes verfolgt. Jedes Mal, wenn ich einen neuen Partner oder Produzenten getroffen habe, änderte sich meine Schreibweise. Ich war nicht nur von den 80ern begeistert, sondern auch von der coolen Discozeit der 70er und von Funky 90er Pop.

Dein neues Album ist ebenso von vergangenen und aktuellen Beziehungen inspiriert. Ist es einfacher zu schreiben, wenn man ein Hauptthema hat?

CRJ: Ich weiß nicht, ob ich es als „das Thema“ gesehen habe, als ich es geschrieben habe. Aber meine Tendenz, über Herzensangelegenheiten zu schreiben, scheute ich definitiv nicht.

Würdest du sagen, dass ‚Dedicated‘ dein persönlichstes Album ist?

CRJ: Ja. Ich bin mir aber auch sicher, dass ich in dem Moment, in dem ich mein letztes Album gemacht habe, dasselbe gesagt hätte. Aber im Moment fühlt sich ‚Dedicated‘ für mich einfach am ehrlichsten an.


‚Call Me Maybe‘ hat mein Leben verändert. Dafür werde ich für immer dankbar sein


Du bist mittlerweile eine gestandene Künstlerin und hast über die Jahre viel Erfahrung gesammelt. Wie denkst du heute über die „Call Me Maybe“ Zeit?

CRJ: Ich denke, es war eine wilde Fahrt, aber ich bin dankbar, dass ich mittlerweile aus der Achterbahn ausgestiegen bin. Es hat mein Leben verändert und ermöglicht, dass dieses jetzige Leben existiert, sodass ich dafür immer dankbar sein werde.

Welchen Ratschlag würdest du deinem jüngeren „ICH“ zu Zeiten von ‚KISS‘ geben? (Anmerk. KISS war Carlys erstes Album nach dem Durchbruch mit Call Me Maybe)

CRJ: Steh für dich selbst und deine kreativen Ideen ein. Und lass die Meinung der Öffentlichkeit nicht zu sehr an dich ran.

Denkst du, dass du an einem Punkt angelangt bist, an dem du deinen eigenen Weg gefunden hast, oder ist dein Job eine kontinuierliche Reise auf neuen Wegen?

CRJ: Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin dabei, mir genau das zu erarbeiten, was ich möchte und manchmal fühlt man sich an wie ein Hamster, der im Rad gefangen ist. Ich muss kämpfen, um mich immer wieder daran zu erinnern, dass die einzige Regel für dieses Geschäft darin besteht, dass es keine Regeln gibt.


Die einzige Regel für dieses Geschäft besteht darin, dass es keine Regeln gibt.


Bist du privat eigentlich genauso farbenfroh, verrückt und fröhlich wie in deinen Musikvideos, oder genießt du es nach getaner Arbeit auch abschalten zu können?

CRJ: Ich bin der Inbegriff von Heiterkeit. Natürlich habe ich alle menschlichen Gefühle, aber meine Persönlichkeit hat definitiv eine sehr spielerische Seite.

Und was sind deine nächsten Ziele im Leben, jetzt, nachdem du bereits so viel erreicht hast?

CRJ: Das nächste auf meiner Liste, wird hoffentlich die bisher größte Tour meines Lebens. Wir haben so viel Zeit in dieses Album gesteckt, aber es live zu spielen ist nochmal eine ganz andere Sache. Ich habe auch Zukunftsträume davon, eines Tages mit ein paar Freunden ein Popmusical zu machen, aber ich habe das Gefühl, dass das noch meilenweit entfernt ist.

Wann bekommen wir in Deutschland die Chance dich live zu sehen, außer bei der NJOY Starshow?

CRJ: Ich hoffe, so bald wie möglich. Mein Kalender füllt sich wie verrückt, aber ich habe die Absicht, so lange weiterzumachen, bis wir alle Spots erreicht haben und meine Band-Jungs und ich lieben Deutschland einfach.



Autor: Dominik Huttner Foto: Universal Music