Sie sind die erfolgreichsten Zwillinge Deutschlands. Auf ihrem YouTube-Kanal folgen den beiden Influencern gut 2.6 Millionen Fans.

Seit über 7 Jahren sind Roman und Heiko Lochmann als „Die Lochis“ im Internet unterwegs. „19 Jahre alt, Zwillinge, Musiker, Schauspieler, Entertainer, und vieles mehr“, so beschrieben sich die Brüder in Ihrer Kanalbeschreibung.

Aus Kindern ist eine Marke geworden, ein Name, den in der Zielgruppe so gut wie jeder kennt.

Wir trafen die Musiker im Rahmen der Doku zu #whatislife und der gleichnamigen Tour zum aktuellen Album


Eure aktuelle Tour ist nun vorbei, wie lief es so und könnt ihr schon einen Vergleich zur letzten Tour ziehen?

Die Tour lief super! Es ging so schnell vorbei und es war echt gut. Im Vergleich zur letzten großen Tour merkt man mittlerweile eben schon die Bühnenerfahrung und man ist ein bisschen ruhiger auf der Bühne. Und die Stimmung ist nochmal besser, als beim letzten Mal. Hat vielleicht auch damit zutun, dass viele der Fans bei der letzten Tour zum ersten Mal auf einem Konzert waren.

Und wir sind nun auch ein eingespieltes Team. Wir sind seit vier Jahren mit der gleichen Crew, und seit zwei Jahren mit der selben Band auf den Bühnen unterwegs. Endlich mit neuer Musik auf den Bühnen zu stehen, komplett mit neuen Songs. Das ist cool.

Das aktuelle Album ist noch relativ jung auf dem Markt. Was sollten Eure Fans über das Album wissen?

Es gibt ja unsere Doku zum Album. Da erfährt man relativ viel über den Entstehungsprozess in Thailand. Dort haben wir das Album auch aufgenommen. Da bekommt man einen ganz neuen Einblick hinter die Kulissen, denn in vielen Momenten wussten wir gar nicht, dass die Kamera dabei ist. Näher und echter geht es halt nicht.

Viele Eurer Songs sind ziemlich persönlich, das sagt und beton ihr immer wieder. Findet ihr das wichtig?

Klar, es gibt zwar auch wahnsinnig viele Künstler die Erfolg haben, die nicht ihre eigenen Songs singen. Die singen über fiktive Welten. Und nicht jeder unserer Songs erzählt eine persönliche Geschichte. Aber ja, es gibt persönliche Songs und wenn sie persönlich sind, dann basieren sie auf Geschichten aus unserem Leben.

Aber es gibt auch solche Songs, die man schreibt, weil man in diesem Moment gut gelaunt ist und die haben dann diesen Vibe und keine aufregende Hintergrundgeschichte, sondern vielmehr dieses Gefühl, das man versucht in Musik umzuwandeln. Und es fällt dann viel einfacher Stories zu erfinden. Und Melodien sind teilweise ja auch ganz eigenen Geschichten.

Ihr habt ja auch den Titelsong zu „Bibi & Tina“ neu eingesungen. Hättet ihr Lust noch weitere Filmmusik zu machen?

GAME OF THRONES!! Hahaha, ne… Aber doch, Bibi & Tina war ganz cool. So ein riesiges Ding mit ganz vielen Künstlern. Selbst Sido hat da mitgemacht. Und da kam dann irgendwann die Anfrage und dann haben wir natürlich direkt zugesagt. Filmsoundtracks sind sowieso immer super und da sagt man natürlich auch nicht nein. Aber noch besser ist es, wenn man einen eigenen Song hat und nichts nachsingt, so wie bei Bibi & Tina. Was eigenes ist immer am Besten!

So beschäftigt wie ihr seid, ist da eigentlich noch Zeit für privates? Was macht ihr abseits der Bühne und Kameras?

Wir haben das Privileg, dass wir das machen was wir lieben. Auch beruflich. Aber natürlich, unser Tag ist super durchgetaktet, vor allem auf Tour, da ist es schon so dass man wenig Zeit hat für sich. Aber das nehmen wir sehr gerne in Kauf. Und wenn man dann mal Zeit hat für sich, in der Heimat ist, dann macht man halt so „ganz normale“ Sachen. Ins Kino gehen, Essen gehen, Freunde treffen, Fußball spielen. Oder am Wochenende mal die Bundesliga schauen, ist halt auch super.

Aber wir gucken auch Serien, wenn denn mal die Zeit dafür ist. Und im Tourbus ist die Playstation dabei. Da zocken wir dann auch ganz gerne Mal. Aktuell hören wir viele Podcasts, da kann man sich super die Zeit mit vertreiben. Gemischtes Hack ist der allerbeste Podcast. Die haben uns sogar schon erwähnt. Richtig gut und super witzig!!

Mal ein anderes Thema: Glückwunsch nochmal zur „Goldenen Henne“. – Was bedeuten solche Preise für euch?

Es ist einfach schön, dass wenn man so viel Arbeit in Projekte steckt und diese Wege geht wie wir es tun, es auch gewürdigt wird. Vor allem auch in unserer Situation, wenn man oftmals nicht ganz ernst genommen und in Schubladen gesteckt wird, ist es besonders schön, wenn es doch irgendwie ankommt.

Und häufig sind wir gerade in solchen Dingen auch Vorreiter. In dieser Kategorie und für diesen Preis, waren wir die allerersten die gewonnen haben. Es war schon oft so, Onlinekünstler die in der „Offline-Welt“ erfolgreich waren, da waren wir häufig mit unter den Ersten. Das freut uns ganz besonders, weil es Spaß macht den Horizont zu erweitern, neue Möglichkeiten zu schaffen und Türen zu öffnen.

Wo wir gerade beim Fernsehen sind: Man sieht euch häufig auch in TV-Shows. Wie ist es dort teilzunehmen? Ist das Teil des Jobs, oder immer etwas besonderes?

Es ist total geil! Wirklich. Wir waren ja z.B auch bei „Verstehen Sie Spaß?“ und wir sind riesige „Verstehen Sie Spaß?“-Fans und wir finden es immer noch mega. Und als wir da waren, war das auch so ein kleiner Fanboy Moment, als wir dann Guido Cantz gesehen haben. Auch „Wer weiß denn sowas?“, war auch super. Und es ist auch schön, Menschen zu überzeugen, die uns vielleicht noch nicht kennen. So eine TV-Show sehen ja auch super viele Leute, und man hat nochmal ganz andere Möglichkeiten als im Internet. Das macht schon immer total viel Spaß.

Ihr wart ja auch bei „Berlin – Tag & Nacht“ zu sehen, was hat es damit auf sich?

Das war nur ein kleiner Gastauftritt. Die liebe Eule, die auch in der Serie mitspielt, macht ja auch Musik. Und sie hat bei uns einige Shows eröffnet, z.B in Berlin und Köln. Und so kam das dann zustande, dass wir gesagt haben „Hey, dann spielen wir bei dir auch mit“. Und ja, das war ganz witzig, auch mal zu sehen wie das ist.

So unterm Strich: TV/Film- oder eine Musikkarriere?

MUSIK! Auf jeden Fall. Auch auf YouTube. Wir haben ja auch schon auf YouTube Musik gemacht. und schon lange bevor wir mit unserem Kanal gestartet sind, Musik gemacht. Und Song geschrieben und produziert. Schon damals, als Kinder, haben wir auf Schulfesten Musik gespielt. Musik war schon immer das allerwichtigste. Und egal was wir gemacht haben, auch im Internet, der musikalische Bezug war immer da. Und das kommt ja auch nicht von irgendwo. Und jeder Musiker ist ja heutzutage auch im Internet aktiv, und das eine schließt das andere ja nicht aus.

Und neben der Musik, dann doch eher „Lochis“-Buch, oder „Lochis“-Podcast?

Ein Buch wäre eine interessante Nummer. Prinzipiell beides. Aber es ist ja auch komplett gegensätzlich. Dennoch sind beide Formate weniger „Lochis“ als Marke, sondern eine Gelegenheit sich persönlicher zu zeigen. Da kann man mehr über die eigene Person erzählen. Und wir haben halt auch schon ernsthaft darüber nachgedacht, dass wir richtig Lust auf einen Podcast haben. Es ist einfach viel zu geil. Und super aktuell, weil es eine super Plattform ist, noch mehr zu erzählen. Unsere Welt ist so schnelllebig und wir bekommen es aus erster Hand mit. Wir sind beide große Podcast-Fans und es ist eine super Auszeit, um Mal durchzuatmen. Es ist ein SPA fürs Gehirn.

Jetzt stellt sich noch die Frage #whatislife?

Naja, was das Leben so ausmacht…schwierig. Dinge die einem wichtig sind. Wenn man irgendwen hat, ist das schon ziemlich gut. Zeit mit der Familie ist wichtig. Zeit mit den Freunden ist wichtig, abseits vom Berufsleben. Und Gesundheit ist natürlich das allerwichtigste, ohne Gesundheit geht eben gar nichts. Von daher ist das fast das wichtigste. Man muss es sich wie eine Waage vorstellen. Und die sollte immer im Gleichgewicht sein. Man muss nicht immer mit Vollgas unterwegs sein, sollte natürlich auch dann und wann mal überholen, aber wer immer mit 250 Km/h unterwegs ist, der verbraucht auch schnell den Tank.



Autor und Foto: Dominik Huttner