Es ist 2020 und ELI klingt aktueller denn je. Der 21 jährige Kölner mit dem internationalen Sound meldet sich nach jeder Menge Sessions aus dem Studio zurück und zeigt, dass er mehr kann als Singer-Songwriter-Tracks: clubtauglicher, urbaner, basslastiger und vor allem mit mehr Wumms!

Die am 13. März erschienene Single „SAD“ war der Start einer Reihe von Songs, die auf alte und neue Fans, aber auch auf ELI selber zukommt. Denn es hat sich für ihn noch nie so aufregend und richtig angefühlt, die Musik zu machen, die er aktuell macht.

Ein Artikel von Dominik Huttner – Wir begleiten Eli seit seinen Anfängen und konnten so den Weg des Sängers mitverfolgen. Es ist spannend zu sehen wie sich Künstler entwickeln, zu denen man einen persönlichen Bezug hat, die man selbst schon live gesehen hat und mit deren Musik man sich identifizieren kann. Im Fall von Eli trifft all dies zu. Umso interessanter war es natürlich, dieses Jahr erneut die Gelegenheit zu bekommen ein Interview mit Eli zu führen, um zu sehen, wie sich seine Karriere entwickelt hat.


Eli, unser letztes Interview ist fast auf den Tag genau 2 Jahre her. Wie hat sich dein Leben in den letzten 24 Monaten verändert?

Wahnsinn! Also die letzen 24 Monaten waren sehr intensiv. Viele Höhen und gute Momente, aber auch einige Dämpfer. Ich habe das Gefühl mich selbst, zum größten Teil, gefunden zu haben, nicht nur auf die Musik bezogen. Zusammengefasst waren die letzen 2 Jahre auf jeden Fall die prägendsten meines Lebens bisher.


Musik auf der Straße? „Ich empfehle Jedem, der auf der Bühne stehen und Musik machen möchte, das mal gemacht zu haben!“


Du hast den Schritt von der Fußgängerzone ins Studio geschafft und veröffentlichst mittlerweile erfolgreich deine eigenen Songs. Wie denkst du heute über die Zeit „auf der Straße“?

Es war eine mega Erfahrung und ich würde es auf jeden Fall wieder genauso machen. Ich wäre jetzt bestimmt ein bisschen eingerostet, aber man hat den Dreh da ganz schnell wieder raus! Ich empfehle Jedem, der auf der Bühne stehen und Musik machen möchte, das mal gemacht zu haben!

Deine persönlichen Erfolgsmomente waren damals dein Support-Auftritt bei THE FRAY und die Veröffentlichung deiner ersten eigenen Single „Change Your Mind“. Wie sieht es heute es? Auf welche Meilensteine bist du besonders stolz?

Um ehrlich zu sein sind die beiden definitiv noch ganz weit oben! Ich hab 2019, im September, auf der Main Stage vom Lollapalooza gespielt und habe bei der Sony einen Label Deal unterzeichnet. Die kommen auf jeden Fall noch hinzu. Außerdem war ich Ende 2019 in LA für 2 Wochen, um neue Songs zu schreiben. War zwar nicht mein erstes Mal dort, aber der Trip war ganz ganz besonders!


Ich bin ein Gefühlsmensch und mache einfach die Musik, die ich selber hören würde und die ich in dem Moment fühle.


Nicht nur du, sondern auch deine Musik hat sich in den letzten Monaten weiterentwickelt und ist deutlich urbaner und basslasstiger geworden. Hast du deine Musik verändert oder hat die Musik dich verändert? Woher kommt diese „Neuausrichtung“?

Ich würde sagen, dass gehört einfach zum Älterwerden dazu. Geschmäcker ändern sich. Das heißt aber für mich nicht, dass ich nicht auch einen Song veröffentlichen würde nur mit Stimme und Gitarre. Ich bin ein Gefühlsmensch und mache einfach die Musik, die ich selber hören würde und die ich in dem Moment fühle.

Laut eigener Aussage war deine persönliche Gefühlswelt auch in deinen Songs selbst ein wichger Aspekt. Dabei spielte es nicht unbedingt eine Rolle, ob es Glücksgefühle oder Trauergefühle waren. Basieren deine Lyrics immer noch auf persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen?

100%! Alles was ich schreibe basiert darauf. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich Dinge, die ich verarbeiten muss, durch die Musik, die ich mache, verarbeiten kann.


Mir ist es wichtig, eine Message rüberzubringen


SAD und GHOSTS sind deine aktuellsten Tracks und leiten eine neue „Ära“ ein. Auf was können sich deine Fans in der nächsten Zeit „soundtechnisch“ freuen?

Freue mich sooooo sehr, dass die Beiden endlich draußen sind! Die Songs, die kommen werden, werden mehr und mehr Ich sein. Mir ist es wichWg, eine Message rüberzubringen und mein Ziel ist es, dass sich nach und nach ein Bild formt. Die Tracks werden auf jeden Fall immer mehr ELI.

Welche Erfahrungen hast du aus der Zusammenarbeit mit Produzenten-Teams wie Truva oder YouGuys mitnehmen können?

Beide sind unglaublich. Ich produziere mittlerweile auch selbst und ich habe fast alles durch diese Jungs gelernt. Ich bin Beiden unendlich dankbar!

Stellen wir uns vor, wir haben in zwei Jahren erneut die Möglichkeit ein Interview miteinander zu führen und einen Blick zurück zu wagen. Welche musikalischen und persönlichen Ziele hast du dir gesteckt? Magst du eine Prognose abgeben, wohin der Weg geht, oder lässt du die Dinge auf dich zukommen?


Mein Manager sagt immer zu mir… „Elias, when it rains it rains“.


Das wäre mega! Immer im zwei Jahres Takt hehe! Also um die Frage zu beantworten: Ich lasse die Dinge definitiv auf mich zukommen, aber natürlich habe ich Ziele! Ich denke, dass meine Musik in zwei Jahren definitiv ein klareres Bild ergibt, und dass es einen klareren „ELI-Sound“ geben wird. Außerdem hoffe ich natürlich, dass man bis dahin wieder live spielen kann… 😀 Ne, Spaß bei Seite, aber ich hoffe sehr, dass ich in zwei Jahren Deutschland, oder auch gerne die ersten paar Länder im Ausland, auf meiner Tour besuchen kann!!“

Aktuell herrschen mehr als verrückte Zeiten, die uns alle in besondere Ausnahmesituationen versetzt. Wie überbrückst du die aktuelle Situation?

Auf jeden Fall leben wir in schwierigen Zeiten und ich denke man sollte das ganze ernst nehmen. Trotzdem versuche ich mich nicht verrückt zu machen, da man die Situation nicht wirklich kontrollieren kann… Mein Manager sagt immer zu mir… „Elias, when it rains it rains“. Den Spruch nehme ich mir in letzter Zeit besonders zu Herzen.

Auf was freust du dich am meisten, sobald die Krise überstanden ist und auf was dürfen sich deine Fans freuen?

LIVE SHOOOOOOWS !!! Es gibt so viele neue Songs… kann es absolut nicht mehr abwarten, bis ich sie endlich mit den Leuten teilen kann und das am liebsten live!

Danke fürs Interview !