Jini Meyer hat sich vor allem als  Sängerin von Luxuslärm einen Namen gemacht, war erfolgreich in den Charts vetreten und sogar mit einer 1Live Krone gekrönt, dann kam die Auflösung.

Ein Artikel von Sarah Kaiser –  Zwei Jahre sind seitdem vergangen und die Musikerin blieb nicht untätig. Nun erschien ihr erstes Soloalbum „Frei Sein“. Genau über dieses, was in den letzten zwei Jahren geschehen ist und wie ihre musikalischen Pläne sind, darüber hat sie ausführlich gesprochen.


Liebe Jini, ich freu mich, dass Du Dir heute die Zeit nimmst und von Dir erzählen möchtest. Wir kennen Dich alle als Frontfrau von Luxuslärm. Das waren über 10 Jahre Bandgeschichte. Ab 2016 war es dann für 2 Jahre ziemlich ruhig. Was hat Dir jetzt den Mut gegeben Solo durchzustarten?

Jini: Ich habe tatsächlich viel Zeit gebraucht, um alles was die letzten Jahre so passiert ist, zu verarbeiten, zu reflektieren und danach hat mich der Mut und die Kreativität verlassen. Alles nochmal von vorne? Der ganze zeitliche Streß, der Druck den man sich selber macht und auch der, der von außen auf einen einprasselt? Nein, dachte ich. Bis mein Soundmann Michael mich jeden Monat auf´s Neue bestärkt hat wieder Musik zu machen. Und zu dem Zeitpunkt dachte ich dann: ja, genug rumgeheult, los geht´s!!

Eine Mini-Reunion von Luxuslärm erleben deine Fans dann doch. Mit Henrik Oberbossel und Freddy Hau hast Du gleich 2 Ex-Lärmer in Deiner eigenen Band. Wie wichtig ist Dir Deine Band und Dein Team, mit dem Du zusammenarbeitest?

Jini: Ich bin ein Team-Player. War und werde ich auch immer sein. Deswegen ist mir das Team um mich herum Ultra wichtig. Da haben Diven und Egomanen nichts verloren und ich bin extrem froh, dass die beiden wieder mit mir am Start sind. Etwas sehr Vertrautes.

Jini, Du bist nun schon so lange im Musikbusiness, bist immer noch Vocal Coach in der heimischen Musikschule, gibst Workshops für andere Musiker. Schreibst Du Deine neuen Songs alle selber? Fällt es Dir deshalb leichter und sprudelt alles aus Dir raus?

Jini: Bei diesem 1. Soloalbum ist tatsächlich alles aus mir herausgesprudelt. Wie eine Art Therapie sehe ich das. Man redet und singt sich Dinge von der Seele. Ich habe dieses Mal alle Texte ganz alleine geschrieben, bis auf 3, da hatte ich Unterstützung von Freunden, mit denen ich den Song zusammen schreiben wollte. Und das alles in Rekordzeit von 10 Monaten. Trotzdem ohne Druck und ohne Pflichten.

Hast Du Musiker, Bands oder Künstler, die Dich inspirieren ?

Jini: Ja, nach einem Konzert letztes Jahr von Beth Hart hat mich meine Motivation am Kragen gepackt. Unfassbar diese Frau!! Unbedingt anhören.

Dein Album wird „Frei sein“ heißen. Wann wird es erscheinen und wie weit bist Du mit den Aufnahmen im Studio?

Jini: Das Album ist komplett im Kasten und bereits im Presswerk. Fühlt sich richtig toll an, dass gerade so sagen zu können. Album-Release wird am 16.08.2019 sein und passend dazu spiele ich an dem Tag vor 450 Freunden und Fans im Werkhof in Hohenlimburg mein Release-Konzert.

Der Vorverkauf für Deine Tour lief ja super an. Besonders in Dortmund., denn das FZW hat die Location vom Club in den großen Saal hochverlegt. Im Herbst geht es dann deutschlandweit los. Freust Du Dich auf Deine kommende Tour und die anstehenden Auftritte?

Jini: Ich hab´richtig Hummeln im Hintern und kann es kaum erwarten. Mir hat das Live-Spielen am Ende von Luxuslärm kaum noch Spaß gemacht und mich auch nicht mehr erfüllt. Jetzt spüre ich, dass die Lust und Leidenschaft mit eigenen Songs auf die Bühne zu gehen, zurückkommt. Und dieses Gefühl lieb´ich gerade sehr.

Auf was dürfen sich Deine Fans für die Tour freuen? Spielst Du nur Neue Sachen oder auch Cover oder alte Luxuslärmsongs?

Jini: Ich werde natürlich mein komplettes Album „Frei sein“ spielen und auch ein paar meiner Lieblings-LL-Songs. Cover wird es auf der Frei sein-Tour nicht geben, da dass ja nur eigene Songs sind, die ich/wir geschrieben haben.

Mit Deinem Song „Auf ein letztes Glas“, das die erste Single Auskopplung von Deinem kommendem Album ist, singst Du über das Tourleben und die Zeit nach den Konzerten. Mit wem und mit was möchtest Du gerne auf ein letztes Glas anstoßen?

Jini: Mit den Menschen, die ich gelernt habe loszulassen würde ich gern ein „Letztes Glas“ trinken. Und mit allen anderen, die gerade wichtig in meinem Leben sind noch viele weitere….



Im Deinem neuen Video zu Deiner zweiten Single „Frei sein“, heizt Du mit dem Motorrad über die Landstraßen und dazu gibt’s Gitarrensolos und eine schöne Geschichte. Wie kam es zu der Idee?

Jini: Frei sein bedeutet für jeden etwas anderes. Mir kam direkt die Idee, dass diese schnellen Bilder mit dem Motorrad super zu dem Freiheitsgefühl passen, das ich vermitteln wollte.

Deine Show „Jini & Friends“ im Sauerlandpark Hemer ist nun bereits das vierte mal immer direkt ausverkauft. Wirst Du das noch weitermachen und wen möchtest Du gerne mal einladen?

Jini: Ja, diese Show möchte ich gerne noch weiterführen. Ein extrem vielfältiges Programm an Coversongs, eigenen Stücken der Künstler und tollen Gästen. Das nächste Mal wird Roman Lob und Judith van Hel am 13. September dabei sein. Ich freu´mich riesig darauf!

Was wünscht Du Dir für Deine musikalische Zukunft? Und wo siehst Du Dich in 5 Jahren?

Jini: Ich wünsche mir sehr, dass der Spaß am Musik machen ganz, ganz lange anhält, dass ich sofort erkenne, wer mir in dieser Branche gut tut und wer nicht und dass ich weiterhin so eine tolle und treue Fanbase habe, wie bisher.

Vielen Dank liebe Jini für die Beantwortung der vielen Fragen! Wir wünschen Dir viel Erfolg mit deinem kommendem Album und bei Deiner Tour!



Jini Meyer „Frei Sein“ -Tour

03.10. München

04.10. Stuttgart

05.10. Aschaffenburg

08.11. Dortmund

09.11. Kaiserslautern

21.11. Osnabrück

22.11. Hamburg

28.11. Hannover

29.11. Leipzig

30.11. Berlin


Foto: Sarah Kaiser