Am Freitag veröffentlichte RENFORSHORT (fka ren) ihre Debüt-EP „teenage angst“. Die 17-jährige Newcomerin aus Kanada schaffte es bereits 2019 mit ihren ersten beiden Songs „waves“ und „mind games“ ohne Label-Support über 7 Millionen Streams zu sammeln, kurz danach wurde sie von Geffen Records unter Vertrag genommen.


Ein Artikel von Anna Fliege – Als ich zum ersten Mal „mind games“ hörte, wusste ich, dass RENFORSHORT der nächste heiße Scheiß werden würde. Seitdem läuft ihre Musik auf meinem Spotify-Account rauf und runter. Musik, die so ansteckend und genre-unabhängig ist. Und Texte, die mir trotz unserer Altersdifferenz so vertraut vorkommen.

Vor ein paar Wochen reiste RENFORSHORT um die Welt, um einige ausgewählte Konzerte zu spielen. Unter anderem den Berliner Interscope Showcase. Im Wortwechsel erzählt sie von „teenage angst“, welchen Film sie gern musikalisch begleitet hätte und was sie von den Vergleichen mit Billie Eilish hält.


Du warst grad auf Tour. Was war die eine Sache, die nicht fehlen durfte, als du deinen Koffer gepackt hast?

RENFORSHORT: Es ist seltsam und lustig, aber das was ich auf der Tour auf keinen Fall vergessen durfte, war wahrscheinlich mein Humidifier. Eine Maske, die dafür sorgt, dass man im Flugzeug gut atmen kann, was für mich eine wirklich große Sache ist, weil ich im Flugzeug super schnell verschnupft bin.

Deine Debüt-EP wird „teenage angst“ heißen. Hast du diese „Teenage Angst“ selbst erlebt und wie würdest du das Gefühl beschreiben?

RENFORSHORT: Ich habe die  EP „teenage angst“ genannt, weil ich immer ein wenig Angst empfinde. An manchen Tagen mehr als an anderen. Sei es, dass ich meine Haare färbe, ein weiteres Piercing oder eine Tätowierung bekomme oder mich einfach nur wegen dummer Dinge beschissen fühle. An diesen Stellen fühle ich die größte teenage angst.

Ich habe bei Instagram gesehen, dass du bei einigen Grammy-Veranstaltungen warst. Erzähl mal, wie war es? Was war dein größtes Highlight?

RENFORSHORT: Die Grammy-Veranstaltungen waren einfach eine surreale Erfahrung für mich, der Höhepunkt war irgendwie nur das Erleben, wie es ist, mit diesen Leuten zusammen zu sein, deren Musik ich ständig höre und die ich einfach überall in den sozialen Medien sehe, und dann Gespräche mit ihnen zu führen, alle waren so nett und es hat mich zu größeren Fans von ihnen gemacht!



Du hast einmal erwähnt, dass Filme dich beim Schreiben deiner Lieder sehr inspirieren. Für welchen Film hättest du gerne den Soundtrack geschrieben?

RENFORSHORT: Das ist so eine gute Frage! Wenn ich einen Soundtrack für einen Film schreiben würde, dann wäre es wahrscheinlich „Scott Pilgrim vs. the World“, ich würde den Soundtrack jetzt niemals ersetzen wollen, denn er ist absolut super, aber wenn es ihn nie gegeben hätte und ich nur das Konzept kennen würde, würde ich gerne einen Soundtrack für diesen Film schreiben.

War Musik schon immer der Weg, den du professionell gehen wolltest?

RENFORSHORT: Ja, ich wusste immer, wenn ich etwas machen könnte, dann wäre es Musik, aber ich hatte immer einen realistischen Plan, weil ich dachte, es würde nie passieren. Es ist mein Traum und er wird wahr!!

Ich habe jetzt schon mehrfach festgestellt, dass du aus verschiedenen Gründen mit Billie Eilish verglichen wirst. Sogar im Hinblick auf deinen ersten Auftritt in Berlin beim Interscope Showcase, genau wie Billie vor einigen Jahren. Was hältst du davon?

RENFORSHORT: Ich liebe Billie, ich denke, sie ist unglaublich talentiert und einfach eine super doofe Person, ich fühle mich durch den Vergleich geschmeichelt. Allerdings mache ich wirklich andere Musik als sie. Es ist immer sehr einfach, zwei junge Künstler zu vergleichen, die bei demselben Label unter Vertrag stehen. Also denke ich, dass die Leute es aus diesem Grund tun. Aber ich liebe Billie und denke, sie ist die Coolste, haha!



Autorin: Anna Fliege / Presse & Photocredit: Universal Music