Seit 2013 begeistern sie immer mehr die aktuelle Musiklandschaft, Vök aus Island. Nach ihrer Debüt-EP „Tension“ und der Folge-EP „Circles„, erschien 2017 ihr Debütalbum „Figure„. Anfang März 2019 kommt nun ihr neuestes Werk „In The Dark“ auf dem Markt und auch hier hat sich zwischenzeitlich wieder viel getan.

Neben einer Supporttour von den Editors, einer Tour durch die USA und einer Besetzungsänderung innerhalb der Band, hat das momentane Trio einen soundtechnisch neuen Weg eingeschlagen.

Genau über dies und viel mehr haben Margrét Rán, Einar und Bergur mit Nina auf ihrem ersten Teil der „In The Dark“ Tour in Leipzig gesprochen.


Hæ, erstmal Gratulation zum neuen Album!

Seit eurem letzten Werk „Figures“ ist ja einiges passiert, sei es musikalisch als auch etwas an der Besetzung der Band. Wie hat das eure Arbeit an „In The Dark“ beeinflusst?

Margrét: Wir haben gemerkt, dass es für uns Zeit was etwas Neues zu machen, im Grunde haben wir ein komplettes „Rebranding“ gebildet.
Andrí ist momentan nicht dabei, zukünftig müssen wir schauen, so sind wir nun erstmal drei. Wir fühlten aber, dass es für uns richtig war, nun diese Art von Musik zu schreiben. Natürlich wissen wir nicht, was uns auf dem nächsten Album erwarten wird. Für uns war es einfach wichtig, sich als Band weiter zu entwickeln. Wir waren etwas vom müde stets denselben Sound zu haben. Nun ist es etwas mehr Pop geworden, was für uns als Band echt erfrischend ist.

Anfang März wird nun euer neues Album veröffentlicht und es ist wirklich zu den Vorgängern soundtechnisch etwas anders. Es geht thematisch viel um Liebe und Beziehungen, warum also der Titel „In The Dark“?

Margrét: Alle Texte sind recht dunkel geworden, sehr persönlich. Das Thema des Albums sollte erst recht fröhlich sein, doch durch die Lyrics der Songs wurde es einfach dunkler.

Einar: Irgendwie ironisch

Zurück zu letztes Jahr, da wart ihr unter anderem als Support für die Editors mit auf Tour und zum ersten Mal für ein paar Shows in den USA, wie war das für euch in den großen Hallen und vor dem neuen Publikum zu spielen?

Margrét: Es war großartig

Bergur: Fantastisch, Wir waren bei allen sehr willkommen. Die Editors sind echt nette Leute, die Crew war auch sehr herzlich. So fühlten wir uns einfach sehr willkommen. Sie wurden sowas wie Freunde.

Margrét: Wir gingen da ohne Erwartungen raus, so wurde es für uns einfach nur großartig. Diese Erfahrungen waren für uns gut, mit viel Respekt und es fühlte sich einfach nur toll an.

Einar: Wir machen dies nun schon so lange.und deswegen war es schon dieses: Wow, wir sind deren Supportband!

Bergur: Es war eine richtig gute Erfahrung. Die Editors hatten großen Einfluss auf mich als ich Teenager war und irgendwie war es so, als wäre ein Traum für mich wahr geworden.

Margrét: Es war aber schon irgendwie eine verrückte Kombination …

Bergur: Groß in einer verrückten Art …

Margrét: Es machte Spaß eine Band zu sehen, die man liebt, aber dann genau diese zu supporten war schlicht und einfach toll, genau diese Überwindung zu haben.

Mit welchen Bands würdet ihr denn gerne noch zusammen touren?

Bergur: Little Dragon

Einar: Wir supporten die auf dem diesjährigen Sonar Reykjavík

Bergur: Robyn zu supporten wäre auch mal echt cool. Sie ist eine fantastische Künstlerin.

Seitdem ich mich persönlich mehr mit der isländischen Musikszene befasse, bemerke ich momentan wieviele Künstler es mit ihrer Musik auf das europäische Festland und in die USA zieht. Viele sind aktuell auch auf Tour.

Ihr seid letztes Jahr bei KEXP aufgetreten (Anm. der Redaktion: bekannter Radiosender aus Seattle). Dies war für auch sicherlich doch auch eine sehr große Sache?

Bergur: Ja, es war großartig neue Orte zu sehen und dort zu spielen. Ich war vorher noch nie in New York, so war es für mich einfach interessant neue Orte und Staaten zu sehen. Wir waren ja auch in Kanada.

Einar: Es war einfach überall unterschiedlich, alles sehr verschieden. Nirgendwo herrschte derselbe Vibe.

Bergur: Die Staaten allein sind schon wie ein komplett eigener Kontinent. Jeder Staat dort hat so eine starke eigene Persönlichkeit.

Letzte Woche ist nun eure aktuelle Tour gestartet. Habt ihr ein spezielles Ritual, während ihr tourt oder vor einem Konzert?

Bergur: Nintendo

Margrét: Die meiste Zeit des Tages versuchen wir ein gemütliches Café mit einem guten Kaffee zu finden.

Bergur: Das ist immer sowas von eine Art „Reset“ für uns

Einar: Nach ein paar Tagen haben wir schon mal alle etwas mit der Stimmung zu kämpfen. Aber diese Tour ist bisher wirklich sehr angenehm.

Also besteht ihr auf eure Kaffeezeremonien?

Margrét: Ja, das ist für uns wirklich wichtig geworden. Und wenn es im Hotel eine Sauna gibt, dann versuchen wir auch dort immer abzuschalten.

Somit auch große Saunafans?

Einar: Ja, das reinigt total

Was dürfen eure Fans von euch live nun erwarten?

Margrét: Wir spielen viele neue Sachen vom Album. Unser Liveset ist nahezu komplett neu gegenüber unserer vorherigen Headliner-Tour. So ist es auch für uns eine neue Erfahrung.

Einar: Wir touren zum ersten Mal mit einem Lichttechniker. So können wir live was neues bieten und dies auch in kleinere Venues bringen. Es ist das kleine gewisse Extra auf der Tour.


Tourdaten 2019 Deutschland

01.04. Köln – Yuca

02.04 Hamburg – Knust

07.04 Berlin – Gretchen

08.04 München – Ampere