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Im Wortwechsel mit ZAK ABEL

Im Wortwechsel mit ZAK ABEL

Während er in seiner britischen Heimat längst kein Unbekannter mehr ist, mausert sich ZAK ABEL auch hierzulande langsam aber sicher zum gefeierten Popsternchen. Seine Single „Love Song“ war der Titeltrack der Deezer-Werbekampagne und wurde dank Dauerbespielung im TV zum echten Ohrwurm.

Als Feature-Artist arbeitete Zak bereits mit namenhaften Künstlern wie Avicii, Gorgon City oder Jonas Blue. Aber auch als Songwriter ist sein Können gefragt. So konnte er bereits für Paloma Faith und Sigala als Co-Writer erste Erfolge verzeichnen.

Während seiner letzten Tour, als Gast von Tom Misch, traf Dominik den „Upcoming Superstar“ zum Interview in einem Frankfurter Nudelhaus. Zwischen Pasta und Limonade, erzählte Zak von seinem Leben und gab Einblicke in seinen Alltag als Musiker.


Hey Zak. Wie ist die Tour mit Tom gelaufen und wie schön ist es für dich, wenn du in Deutschland bist?

Die Tour mit Tom war einfach wunderbar. Ich glaube Tom hat die nettesten und höflichsten Fans, die ich in meinem ganzen Leben jemals getroffen habe. Sie sind so energetisch und liebevoll und ICH durfte vor ihnen singen, als Toms Set schon fast vorbei war. Dann sind die Fans immer extra motiviert, denn all die harte Arbeit hat Tom bereits übernommen (lacht). Und in Deutschland ist es mittlerweile für mich wie ein zweites Zuhause, denn ich bin so oft hier.

Zak, bevor du mit der Musik angefangen hast, warst du ein brillanter Tischtennis-Spieler. Wieso hast du das spielen aufgegeben, oder besser, wann war der Moment, an dem du dich bewusst für die Musik entschieden hast?

Hmm, ich habe mich für einen Wechsel entschieden, da war ich ungefähr 15 Jahre alt. Ich habe mit 14 angefangen erste Songs zu schreiben, weil ich dachte, dass das ein guter Weg ist über meine Gefühle zu sprechen. Es hat einfach Sinn für mich gemacht. Außerdem war das die Zeit, in der ich Musiker wie Adele, Paolo Nutini und Daniel Merriweather für mich entdeckt habe. Und ich wollte mich einfach ausprobieren und habe langsam Blut geleckt.

In einem früheren Interview sagtest du einmal, dass deine Mutter dir schon damals gesagt hat, dass du lauter singen sollst…

Ja! Ich glaube die Frage damals war, wie ich zum Gesang gekommen bin…und ich habe erzählt, dass ich gefühlt IMMER Zuhause gesungen habe und meiner Mutter es so gut gefallen hat, dass sich mich ermutigt hat, weiter zu machen.

Und woher kommt eigentlich dein Künstlername „Zak Abel“?

Also, mein früherer Manager hatte so eine lustige Redewendung. Immer wenn ich einen Song zu „meinem eigenen“ gemacht habe, habe ich ihn „gezakt“. (I „zaked“ it) Und als ich ungefähr 16 Jahre alt war, haben wir nach neuen Songs gesucht, die ich covern könnte. Und bei jedem Song haben wir uns dann gefragt, on der Titel „zakable“ ist. So entstand im Laufe der Zeit dann mein Künstlername.

Das ist ja schon ein ziemlich kreativer Weg, um einen Namen zu finden. Wann bist du eigentlich am kreativsten?

Ich bin nicht sicher. Ich glaube, wenn ich mich richtig wohlfühle, bin ich im Studio und die Gedanken kommen einfach daher. Dann fühlt es sich so an, als ob man der Welt eine Geschichte zu erzählen hätte. Manchmal ist es eine herzergreifende Story, oder ein Konzept, in dem sich die Leute wiederfinden können. Oft genug hat man Tage, in denen man stundenlang arbeitet und sich danach schrecklich fühlt, weil man nichts geschafft hat und die Ergebnisse inhaltlos sind. Aber dann kommen auch diese besonderen Momente, in denen man Texte schreibt, die besonders bedeutungsvoll sind und einen Wert haben und das ist ein unfassbar tolles Gefühl.

Auch DU gehst wieder auf Headliner-Tour. Was ist das beste, das bei deinen Shows passieren könnte?

Das Beste? Ich denke, das beste für mich ist, wenn ich eine Verbindung zum Publikum spüre. Wenn die Fans mich spüren lassen, dass sie wollen, dass ich eine gute Zeit auf der Bühne habe und ich sie spüren lasse, dass ich möchte, dass sie eine wunderbare Zeit haben. Das ist ganz besonders und man kommt ohne Worte aus und jeder ist darauf bedacht, dass alle eine tolle Zeit miteinander haben. Das ist für mich eine ideale Nacht. Wenn beide Partien, Fans und Künstler, das Beste aus der Show machen. Das ist auch mein persönlicher Anspruch an jede einzelne Show, dass jeder Fan die bestmögliche Zeit während des Konzerts hat und mit einem guten Gefühl nach Hause geht.

Und das schlechtest, das du dir vorstellen könntest? Und ist schon einmal was wirklich schlimmes passiert?

Tatsächlich ist die letzte schlimme Sache, die mir passiert ist, in Deutschland gewesen. In Hamburg. Aus irgendeinem Grund hatten wir die allerschlimmsten technischen Probleme die man sich nur vorstellen kann. Alles was hätte schief gehen können, ging schief. Und alle Technik die hätte ausfallen können, fiel aus. Also hatte ich eine Band die nicht arbeiten und proben konnte und mache Dinge für die Backings, die noch während der Show einprogrammiert werden mussten. Nichts funktionierte an diesem Tag. Und als es dann endlich lief, kamen die Songs in der falschen Tonhöhe und meine Gitarre war deutlich abseits der Töne vom Backing. Und in solchen Momenten schaut man seine Band an und fragt sich WIE ZUM TEUFEL KANN SOWAS PASSIEREN? Und sowas ist eine wirkliche Herausforderung. Aber das erdet mich auch und führt mir vor Augen, dass selbst wenn ALLES schief läuft, man trotzdem eine gute Zeit auf der Bühne haben kann.

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Kannst du dich nach einer solchen Katastrophe denn auch an die schönste Überraschung erinnern, die dir passiert ist?

Die größte Überraschung für mich war eine Show in Korea. Als ich den Anruf bekam, dass es einen koreanischen Promoter gibt, der mich und meine Band in Korea sehen möchte und zwar nicht nur für ein Festival, sondern für eine Headline Show. Da war ich so überrascht und überwältigt, weil ich nicht einmal wusste, dass ich Fans in Korea habe. Und es war wirklich unglaublich, obwohl ich es anfangs wirklich nur für einen Scherz gehalten habe.

Zak, du bist noch ziemlich jung. Gibt es irgendetwas das du bereust, ins Internet gestellt zu haben, weil du nicht an die Konsequenzen gedacht hast?

Oh ja! Das gibt es eine Sache…es gibt dieses eine Foto von mir, das immer und immer wieder auftaucht. Aus irgendeinem Grund habe ich mich als 18 jähriger mal dazu entschieden einen Kaugummilolli zu kaufen. Und ich habe mich sehr über diesen Lutscher gefreut, denn ich hatte seit bestimmt 8 Jahren keinen Lolli mehr. Und ich habe mich damals dazu entschieden, diesen besonderen Moment mit meinen Fans zu teilen. Den Moment in dem ich einen Lolli lutsche. Also lud ich das Foto auf Instagram hoch und innerhalb kürzester Zeit wurde das Bild zu einem Selbstläufer und sogar die Lollipop-Firma kontaktierte mich daraufhin. Nun ja, ich hab es dann gelöscht, aber die Leute sind schlau und haben Screenshots gemacht und laden es immer wieder hoch. Und wann immer ich über erste Dinge sprechen will, gibt es mindestens einen Menschen, der dieses Bild auf seinem Telefon hat und es herumzeigt. Seitdem bin ich deutlich vorsichtiger (lacht).

Abschließend würde ich gerne von dir wissen, worauf man sich als nächstes freuen darf und was bei dir ansteht?

Nun ja, ich habe zuletzt die Single und das Musikvideo zu „You Come First“ veröffentlicht und freue ich mich sehr auf mein nächstes Album, für das es zwar noch keinen festen Termin gibt, aber von dem man einige neue Songs in den nächsten Wochen erwarten darf.



Autor: Dominik Huttner Foto: Warner Music Group

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