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INCUBUS im Kölner Palladium – Nach langer Tourpause endlich wieder mit spektakulärer Bühnenshow in Deutschland

INCUBUS im Kölner Palladium – Nach langer Tourpause endlich wieder mit spektakulärer Bühnenshow in Deutschland

Es gibt Bands, mit denen verbindet man ganz besondere Momente, wenn nicht sogar ganze Lebensabschnitte. Mit Incubus trat am gestrigen Abend, dem 28. August 2018 im Kölner Palladium eine Band auf, bei der jeder Song auch ein bisschen Nostalgie mitbringt.

Schaut man sich an diesem Abend die Menge an, die sich vor und bereits im Palladium versammelt hat, sieht man hauptsächlich Menschen, die gerade irgendwo zwischen 20 und 40 stecken und Ihre Jugend höchstwahrscheinlich mit dem ein oder anderen Incubus Song verbinden. Dementsprechend spiegelt sich in vielen Gesichtern die Vorfreude auf die seit 1991 bestehende Band wieder.

Doch bevor Incubus die Bühne betreten, heizt der Support Ecca Vandal der prall gefüllten Halle ein. Die Künstlerin aus Melbourne ist energiegeladen und liefert eine Bühnenshow ab, von der manche männlichen Kollegen sich eine Scheibe abschneiden können. Ihr Sound lässt sich nicht richtig einordnen, ist ein starker Genremix zwischen Punk, Indie und Alternative mit starken Gwen Stefanie Vibes. Das Publikum in der Halle muss erst einmal warm werden, ist aber nach dem dritten Song von Ecca so weit mitzutanzen. Als die starke Frontfrau die Bühne um 20:45 Uhr mit Ihrer Band verlässt, hinterlässt Sie jedoch eine aufgeheizte Menge.

Die darauf folgende Umbaupause ist mit fast 40 Minuten relativ lang, lässt sich beim Anblick des Bühnenaufbaus aber erklären und ist in Hinblick auf die folgende Show leicht zu verschmerzen. Wer zuvor noch nie ein goldenes Schlagzeug zu Gesicht bekommen hat, kommt am heutigen Abend in den Genuss. Nach mehr als 20 Jahren im Musikgeschäft können es sich Incubus leisten ein bisschen Extra zu sein.

Als die amerikanische Band, allen voran Sänger Brandon Boyd um 21:20 Uhr die Bühne betritt, ist das Palladium am Ausrasten. Die ganze aufgestaute Vorfreude macht sich im Publikum durch Schreien und Klatschen Luft. Mit den ersten Tönen von „Privilege“ geht es los und man merkt, wie das Kölner Publikum von der ersten Minute an voll dabei ist. Gespannt wird auf jedes folgende Lied gewartet und gehofft, Incubus lassen Ihre Fans jedoch nicht auflaufen und liefern viele Ihrer größten und bekanntesten Hits, gemischt mit Songs vom neusten Album „8“ und lassen sogar das ein oder andere Cover einfließen.

Klar, dass das Publikum bei Hits wie „Megalomaniac“, „Anna Molly“ oder „Drive“ kein Halten mehr kennt und ausrastet. Brandon Boyd schafft es, mit seiner starken Bühnenpräsenz und unverkennbaren Stimme, auch noch die letzte Person in der hintersten Ecke der Halle zum mitsingen zu bringen. Emotional wird es, als die Band das Chris Isaak Cover „Wicked Games“ zum Besten gibt und somit einen absoluten Gänsehautmoment erschafft. Nach 90 Minuten Spielzeit verabschieden sich Incubus von der Bühne, um kurz danach noch einmal für drei Songs als Zugabe aufzutauchen.

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Nach sechs Jahren Bühnenabstinenz haben Incubus es mit der diesjährigen Tour geschafft, ein durchweg beeindruckendes Set mit spektakulärer Bühnen- und Lichtshow auf die Beine zu stellen und haben dem Publikum im Kölner Palladium einen unvergesslichen Abend geschenkt.


Autorin: Lisa Schulz / Foto: Nina Paul

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