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Ins große Ungewisse: William Ryan Key und Thirteen

Ins große Ungewisse: William Ryan Key und Thirteen


Flashback ins Jahr 2017: Yellowcard haben nach 20 Jahren gemeinsamer Bandgeschichte ihre Auflösung bekannt gegeben. Das letzte Deutschland-Konzert fand im Dezember 2016 statt, bei dem ein Abend dem Album Ocean Avenue und der andere einem Best-Of gewidmet worden sind.

Seitdem war es relativ still um die einzelnen Mitglieder von Yellowcard geworden, einziges Lebenszeichen kam von Ryan Key, dem Sänger, im Dezember 2017. Zusammen auf Tour mit der schwedischen Band Normandie trat Ryan in mehreren Städten auf mit alternativen Versionen von Yellowcard-Song, hier und da waren auch schon eigene, neue Songs mit dabei.

Fast Forward zum 25.5.2018: heute ist nach einiger Zeit endlich Ryan Keys EP Thirteen mit 5 neuen Songs erschienen. Einen ersten Vorgeschmack gab es bereits 2 Wochen vorher mit der Auskopplung Vultures. Komplett in Eigenregie und komplett selber finanziert, u.A. mithilfe von Crowdfunding seiner Fans, hat Ryan seine EP herausgebracht.

Thirteen erzählt unter anderem von der Zeit nach der Auflösung der Band, was vor allem in Great Unknown thematisiert wird. Insgesamt ist die EP und ihre 5 Songs alles andere als das was Yellowcard vorher herausgebracht haben. Keine aufwändigen Sound-Arrangements, keine Vielzahl an Instrumenten – einzig allein die Lyrics erinnern noch an die Band. Ryan geht seine Musik diesmal komplett anders an: alle Songs sind akustisch und minimal unterlegt, dennoch sind sie unglaublich stimmungsvoll. Unterlegt mit seiner Stimme die sich eher zurückhält anstatt das sie sich in den Vordergrund drängt, ergibt sich in Thirteen eine wunderbare Stimmung die auch mal für Gänsehaut sorgt. So ist zum Beispiel Old Friends ein Song der vor allem durch seine träumerischen Gitarrenriffs hervorsticht und der sich allein auf die Gitarre und Stimme fokussiert.

William Ryan Key schlägt mit seiner neuen EP in eine andere musikalische Richtung ein. So simpel Thirteen auch erscheinen mag, umso mehr trägt gerade dieser Minimalismus zur wunderbaren Stimmung in jedem einzelnem Song bei. Und so wie Ryan Key in Great Unknown über Neuanfänge und das Ungewisse erzählt, so macht dieser Song doch auch jedem Mut, dass gerade diese manchmal gut für einen sind. Was in Zukunft für Ryan alles so drin ist, ist jedem Ungewiss, aber bei einem sind wir alle sicher: es kann nur großartig werden.

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Autorin: Carolin Czarnecki Foto: William Ryan Key Facebook (Link)

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