Techno küsst Klavier – mal zärtlich, mal fordernder, nie über die Stränge schlagend. Ein kurzes Intermezzo, gerade einmal 19 Minuten lang. Umeinander tänzeln Beatbausteine und Tastenanschläge auf der Länge von sieben Songs. „Exodus„, so wurde das Erstlingswerk der Fusion aus den Szenegrößen Stimming und Lambert getauft.

Enstanden ist „Exodus“ zwischen Berlin und Osaka, zwischen dem Hamburger Minimal-Techno-DJ Stimming und dem Klaviergenie mit der Maske, Lambert. Beide Meister ihres Werkes, verbinden sie auf dem Album, welches ein, zwei Tracks zu viel hat, um es EP nennen zu können, ihre Kreativität miteinander. Die Songs tragen Namen wie „Edelweiss„, „Morsches Holz“ und „Trauerweide„, sind mal schwerer, mal leichtfüßiger. Mystisch wirken sie, geheimnisvoll und erzählen dabei Geschichten, ohne auch nur eine Silbe in den Mund zu nehmen.

Die leichten Technobeats paaren sich mit den so gegensätzlich scheinenden Klaviermelodien, die Symbiose der musikalischen Stile ist perfekt. Mit „Exodus“ beweist das außergewöhnliche Duo, wie breit das heutige musikalische Spektrum sein kann. Lambert reiht sich als Tastengenie neben Künstlern wie Chilly Gonzales, Nils Frahm (der unter anderem Lamberts Debütalbum produzierte) in eine Art Neo Avantgarde ein, die sich in der Zusammenarbeit mit Stimming perfekt ergänzt. Nach dem Outro bleibt man mit einem schwer in Worte zu fassenden Gefühl zurück – die Sehnsucht nach mehr.

Im Laufe des Monats wird es möglich sein, das Instrumental-Spektakel live zu erleben:

21.03.2018 – Berlin, Berghain Kantine
22.03.2018 – München, Ampere
23.03.2018 – Hamburg, Molotow
11.05.2018 – Berlin, XJazz @ Säälchen 

Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Andreas Hornoff

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