Wer am vergangenen Samstag das große Vergnügen hatte, den Singer/Songwriter Jason Mraz nach vielen Jahren endlich wieder live in Deutschland erleben zu dürfen, bekam viel mehr als ein einfaches Konzert geboten. Jason machte aus seinem Besuch in der Domstadt nämlich eine unvergessliche, wenngleich eigene Show, in der seine Musik einen Teil des großen Ganzen einnahm.


Ein Artikel von Dominik Huttner – Bevor es jedoch losging, kündigte der Hauptakteur des Abends seine guten Freunde der Band BERGE an, die mit deutschsprachigen „Gute-Laune-Songs“, das Motto des Abends (positive Vibes) bereits vollends aufgriffen und das Publikum trotz anfänglicher Skepsis relativ schnell von sich überzeugen konnten. Das Duo, dessen Sängerin stimmlich an Stefanie Kloß von Silbermond erinnerte, lud das Publikum gekonnt zum mitmachen ein und sorgte so für kurze aber dennoch gute Unterhaltung.

Die Stimmung übertraf bereits vor dem eigentlichen Konzertbeginn jedes zu erwartende Hoch, was mitunter auch an der Vielzahl von Karnevalisten lag, die im Publikum vertreten waren. Und so kam es, dass pünktlich zum Showbeginn um 21h ein Raunen der Begeisterung durch die Reihen zog. Der US-Amerikaner kam im pfirsichfarbenen Overall, begleitet von seiner Band, auf die Bühne und sorgte von der ersten Sekunde an für grandiose Stimmung. Dass seine Fans speziell für diesen Abend aus weiten Teilen Europas angereist sind, um mit dem Sänger zu feiern, erhöhte das Erfolgspotential des Musikers dazu um ein Vielfaches.

Und so folgten in einer rund zweistündigen Show die besten Hits der letzten Jahrzehnte sowie, die aktuellen Releases des im letzten Jahr erschienenen Albums „know.“. Für manche Stücke setzte Mraz auf Besonderheiten, so zum Beispiel der Handpuppe „Meghan in Training“, die Meghan Trainor beim gemeinsamen Duett vertrat und an der Seite von Jason die weiblichen Gesangsparts übernahm. Bei anderen Titeln wiederum, waren die Übergänge fließend, endeten in wildem jamming oder in instrumentalen, die von seinen Bandkollegen übernommen wurden.

Doch auch wenn Jason Mraz rein menschlich gesehen, wohl der Inbegriff von positiver Ausstrahlung und Harmonie ist, ging durch die übereifrige Inszenierung zumindest stellenweise der Singer/Songwriter Charakter verloren. Für viele Besucher war es, aufgrund der Seltenheit der Touren, das erste Mal auf einem Jason Mraz Konzert. Und so erwarteten viele womöglich keine solch aufregende, sondern vielleicht eher klassische Akustik-Show.

Nichtsdestotrotz war der Abend in Gänze ein Erfolg und Jason Mraz begeisterte sowohl stimmlich, als auch menschlich auf voller Linie und zählt damit zurecht zu den ganz Großen!


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Autor und Foto: Dominik Huttner