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Jetzt wird’s wild: Destination Anywhere & Bomben

Jetzt wird’s wild: Destination Anywhere & Bomben

Destination Anywhere ist ein Bandname der mir vor allem noch durch meine Teenagerzeit bekannt ist. Damals wurde noch auf Englisch gesungen, das hat sich spätestens seit dem Album Hier ist Godot (2013) geändert.

Trotz Sprachumstellung hat die Band vor allem eins in den letzen 10 Jahren nicht verloren: ihre verdammt gute Laune. Mit Bomben liefern Destination Anywhere passend zu dem schönen Wetter endlich mal einen passenden Soundtrack, der auch nicht zu viel verspricht.

Die ersten Auskopplung Astronaut und Außenseiter spiegeln schon die Quintessenz des neuen Albums wider: Lockere Texte die erst nur nach guter Laune klingen die es aber auch mal ein sich haben. Besonders deutlich ist das bei Behindert sein ist schwul zu hören, bei dem gekonnt Kritik im Subtext sozusagen ganz cool mitschwingt. Generell richtet sich die Band nach folgendem Thema: Tanz und Toleranz und das kriegen die Jungs super hin. Wer jetzt denkt, das wäre alles: falsch gedacht!

Destination Anywhere ist nicht nur eine Band zu der man im Auto oder auf dem Schreibtischstuhl am liebsten auf und ab hüpfen möchte. Die Band und ihr neues Album Bomben verstehen es wie es ist der Außenseiter zu sein. Darauf spielen sie auch immer wieder in ihren Lyrics an. Statt das in irgendeiner Weise zu lamentieren, drücken die Jungs daher nochmal eine ganze Tube drauf und scheinen das sogar regelrecht zu feiern.

Ganz dem Skapunk gemäß sind alle Songs ordentlich durch Blasinstrumente geprägt, wer kann da schon nicht gute Laune bekommen? Besonders schön – Hollywood. Ein Song der mal klar macht, dass Liebe und Leben nun nicht mal Hollywood sein kann. Klingt erstmal banal aber die Jungs haben diesen Song so charmant verpackt, mit dem außergewöhnlich ruhigen Arrangement und ein fast schon träumerischer Text dazu – hach.

Was bleibt mehr zu Bomben zu sagen? Destination Anywhere haben 2 Jahre nach ihrem letzten Album Unter den Wolken wieder einen absoluten Knaller rausgebracht. Spätestens bei diesem Album hat sich die Band und ihre Umstellung auf deutsche Texte durchgesetzt. Belohnt werden wir vor allem dieses Mal mit einem Album voller Ohrwürmer und direkter Tanzlaune sobald schon die ersten paar Sekunden angespielt sind.

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Autorin: Carolin Czarnecki Foto: Destination Anywhere Facebook (Link)

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