2016 lud die damals gerade mal 18-jährige Jorja Smith die Single „Blue Lights“ auf Soundcloud hoch. Womit sie wahrscheinlich nicht gerechnet hatte war, dass Drake selbst das Lied als seinen „favourite track of the moment“ in einem Artikel mit Entertainment Weekly nannte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie erst 2 andere Singles online gestellt. Kurz darauf – im November 2016 – folgte aber schon ihre erste EP „Project 11“. Seitdem geht es für die gebürtige Engländerin karrieretechnisch steil nach oben, unter anderem wurde sie von der BBC und dem Evening Standard als einer der meist up and coming Künstlern genannt.

Am 08. Juni 2018 erscheint jetzt auch ihr von Fans lang ersehntes Debutalbum „Lost & Found“ auf dem Markt. Viele hatten wahrscheinlich erwartet, dass das Album Features von Musikgrößen wie Drake oder Kendrick Lamar wegen vorherigen Collaborations enthalten würde, aber Jorja Smith entschied für nur ihre eigene Stimme. Es gibt dem ganzen einen intimen Touch, gleichzeitig hat man aber auch das Gefühl bei etwas ganz Großem dabei zu sein.

In einem Interview mit Beats 1 sprach die Sängerin über Liebe. Sie mag Liebe und es gibt so viele verschiedene Arten davon. Und genau davon handelt größtenteils auch das Album. Neben den 4 bereits veröffentlichten Liedern „Teenage Fantasy“, „Where Did I Go?“, „February 3rd“ und „Blue Lights“ darf man sich über 8 weitere Lieder auf der Platte freuen.
Lost & Found ist ein durch und durch kohärentes Album, vom namensgleichen Anfangssong bis hin zur allerletzten Sekunde. Es ist durchgängig ein musikalischer roter Faden zu finden, was es einfach nur angenehm macht, das Album von vorne bis hinten durchzuhören. Besonders positiv fallen „Lifeboats (Freestyle)“ und „Tomorrow“ auf, beides Lieder, die das unfassbare Talent und die grandiose Stimme der jungen Frau zur Geltung bringen.

Kurzgefasst, wer bis jetzt noch nicht auf den Jorja Smith-Zug aufgesprungen ist, für den wird es höchste Eisenbahn. Auch wenn die Künstlerin jetzt schon so viel erreicht hat, ist dies wahrscheinlich nur der Beginn ihrer Karriere.


Autorin: Theresa Liebl