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Julien Baker kündigt ihr neues Album „Little Oblivions“ mit überraschender Vorabsingle an

Julien Baker kündigt ihr neues Album „Little Oblivions“ mit überraschender Vorabsingle an

In scheinbar hoffnungslosen Zeiten braucht man Dinge, Momente und Tage, auf die man sich freuen kann. Wie wäre es mit dem 26. Februar 2021? Dann veröffentlicht Julien Baker nach Langem endlich wieder ein Album. Dass sich das Warten lohnt, beweist die erste Vorabsingle mühelos.

Es gibt diese Menschen, bei denen das Herz unweigerlich höher schlägt, sobald einen das Smartphone mit einer Pushmeldung darauf aufmerksam macht, dass man soeben von solch einer Person eine Nachricht bekommen hat. In die Musikwelt übertragen sind es die Namen von Künstler*innen und Bands, die plötzlich in der Betreffzeile einer gerade eingetroffenen Mail auftauchen.

Julien Baker ist zurück. Also, weg war sie ja nie. Aber jetzt gibt es fast genau drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Albums „Turn Out the Lights“ wieder neues Solomaterial und ein drittes Album zum Greifen nah. Am 26. Februar erscheint „Little Oblivions„, an dem Baker in ihrer Heimat Memphis gemeinsam mit Calvin Lauber und Craig Silvey gearbeitet hat.

Die erste Vorabsingle, „Faith Healer„, bereitet uns auf eine nicht komplett neue, aber extrem weiterentwickelte Julien Baker vor. Sie entfernt sich nach zwei Alben von der engmaschigen Kombination aus Gitarre und Klavier und fordert die Hörer*innen stattdessen mit einem ganzen Instrumenten-Arsenal heraus. Ihrem höchstpersönlichen Schreibstil bleibt sie dabei natürlich treu.

I think that „Faith Healer“ is a song about vices, both the obvious and the more insidious ways that they show up in the human experience. I started writing this song 2 years ago and it began as a very literal examination of addiction. For a while, I only had the first verse, which is just a really candid confrontation of the cognitive dissonance a person who struggles with substance abuse can feel– the overwhelming evidence that this substance is harming you, and the counterintuitive but very real craving for the relief it provides. When I revisited the song I started thinking about the parallels between the escapism of substance abuse and the other various means of escapism that had occupied a similar, if less easily identifiable, space in my psyche.

Man darf sich völlig zurecht voller Euphorie auf eine neue Soloplatte der außergewöhnlichen Künstlerin freuen. Nach Veröffentlichung ihrer Soloalben „Sprained Ankle“ (2016) und „Turn Out the Lights“ (2017), erschuf sie gemeinsam mit Phoebe Bridgers und Lucy Dacus die Supergroup boygenius, deren selbstbetiteltes Debütalbum 2018 für große Begeisterung sorgte. Zudem kollaborierte sie in den letzten Jahren mit The National-Sänger Matt Berninger und Komponist Stephan Altman („All I Want„), Manchester Orchestra („Bad Things To Such Good People„) und Paramore-Frontfrau Hayley Williams („Roses/Lotus/Violet/Iris„). Im letzten Jahr veröffentlichte sie außerdem vier Stand Alone-Songs, darunter „Tokyo„.

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