Mit „Lights & Shadows“ veröffentlicht KERY FAY in diesem Monat nun ihr Debütalbum, welches in aufwändiger Eigenregie entstanden ist. Echtes Handwerk steckt in der 10 Track starken LP.


Ein Artikel von Dominik Huttner – KERY FAY ist bereits seit vielen Jahrem im Business verwurzelt. Bereits vor 8 Jahren fasst die Sängerin Fuß und arbeitet gemeinsam mit einem Produzenten an ersten Werken. In früheren Interviews erzählt die Musikerin jedoch, dass die ersten Schritte nicht immer leicht waren und der Weg nach oben ein harter ist. „Ich sollte alles so machen, wie sie es wollten. Und das hat mir nicht gepasst“.

Das aktuelle Ergebnis ist also kein Massenprodukt, sondern sorgfältig ausgearbeitet und als Independent-Künstlerin geschrieben und produziert. Mit „Lights & Shadows“ präsentiert FAY Ihre ganz eigenen Interpretationen von Elektro-Pop.


„Jeder Song erzählt von meinem Leben, meinen Gefühlen, meinen Erfahrungen – persönlicher geht es nicht“


Die Hamburgerin verpackt eben diese Gefühle und Emotionen in Uptempo EDM, weckt stellenweise Erinnerungen an den Sound vergangener Dekaden bleibt über die gesamte Strecke von 10 Songs dennoch konsequent tanzbar.

Dass KERY FAY allerdings auch das komplette Gegenteil des starken und beatlastigen Genres bedienen kann, beweist Sie in der zweiten Hälfte ihres Albums. Ganze vier Titel gibt es auf „Lights & Shadows“ nämlich auch in deutlich reduzierteren Acoustic Versionen. Und dort zeigt sich eine wirkliche Überraschung.

Während FAYs Stimme unter der Last von digitaler Nachbearbeitung in der ersten Hälfte verschwinden zu scheint, glänzt die Sängerin in den minimalistischen Interpretationen ihrer eigenen Titel, erfindet sich damit stellenweise neu und holt mich deutlich mehr ab. Die Songs wirken noch ehrlicher, noch durchdachter und offenbaren eine wunderschöne Zerbrechlichkeit. Manchmal ist weniger vielleicht doch mehr. Eine große Stimme sollte sich nicht hinter einer Reihe von digitalen Sounds verstecken, wenn sie so wunderbar klingt wie die von KERY FAY.


Autor: Dominik Huttner Foto: Karlsson Media