Mikaela Straus, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, hat keine Angst das auszusprechen, was sie denkt. Sie ist bekannt für Hits wie ‘1950’ oder ‘Pussy Is God’, die man als alternative Radiohits bezeichnen könnte.


Ein Artikel von Carla Rosocha – Und ein klitzekleiner Tweet von Harry Styles und der Hype ist vorprogrammiert. Spätestens seit diesem Moment mischt King Princess die Pop-Welt auf.



Auf ihrem Debütalbum geht es etwas langsamer zu. Es besteht überwiegend aus Liebesliedern, für die sie niemand geringeres als Pop-Baron Mark Ronson herangezogen hat. Der featured sie auch auf seinem im Juni erschienenen Album ‘Late Night Feelings’.

Von ihren Fans als ‘Lesbian Jesus’ bezeichnet, zeigt sie in ihren Texten wie universal Erfahrungen in der Liebe sind, egal in wen man sich verliebt. So dürfte sich in ihren Texten jeder irgendwie wiederfinden. ‘Your independence throws me off my balance’ (‘Watching My Phone’) oder ‘Ain’t Together’ – was man wohl als ein Liebeslied unserer Generationen bezeichnen könnte. Ihre Stimme ist gefühlvoll, geht ein bisschen in die Richtung Soul.

Einen Hit der mehr in Richtung ‘1950’ geht gibt es aber doch. ‘Hit The Back’, zu dem King Princess auch eine Tanz Choreographie gelernt und geteilt hat. Sie ruft ihre Fans dazu auf, diese für die Tour zu lernen, es wird also hoffentlich etwas zu sehen (und zum mitmachen!) geben.

Der Titel des Albums ‘Cheap Queen’, mit gleichnamiger Single, die bereits vor einigen Wochen erschienen ist, kommt von dem Dragterm, welcher bedeutet: aus nichts etwas zu machen oder aus wenig etwas machen. Mit beiden Eltern als Künstlern? Mit Mark Ronson an der Seite? Nicht sicher, wie glaubwürdig das Ganze rüberkommt. Trotzdem liefert King Princess ein interessantes, gutes Album, das den Nerv der Zeit trifft. Und gar nicht mal unwichtig – die LGBTQ-Community auf die Agenda bringt und ihr eine Stimme gibt.



Autorin: Carla Rosocha / Photocredit: Vince Aung