Die Niederländerin Sharon Kovacs veröffentlicht am morgigen Freitag ihr brandneues Album „Cheap Smell“ und setzt damit ein weiteres Ausrufezeichen hinter ihre beeindruckende Karriere.

Mit Pauken und Trompeten meldete sich Kovacs in diesem Jahr zurück. Insgesamt fünf Singles pflasterten der 28-jährigen den Weg zum zweiten Album. Auf ‚Cheap Smell‚ vereinen sich verschiedenste Genres und kommen zu einer homogenen, 15-Track starken Wundertüte zusammen.

„Ich muss verstehen und erlebt haben, was ich singe, um eine Geschichte zu erzählen.“


Es ist ihr „Baby“, persönlicher und bedeutender als der Vorgänger ‚Shades Of Black‚. Hört man jede Single für sich, wirkt jede einzelne wie ein abgeschlossenes Thema. Doch betrachtet man das Album aus der „Vogelperspektive“ ergeben die Einzelteile ein Ganzes und aus alleinstehenden Songs wird eine Geschichte. Wir erleben ein bedeutendes Stück Persönlichkeit. Ehrlich und vollends authentisch.

„Trotzdem ist es manchmal unangenehm jemandem sagen zu müssen „Hey, ich hab ein Lied über dich geschrieben und es ist nicht so nett!““


Kovacs überschreitet Grenzen. Ihr Volumen sprengt Ketten, ihr Auftreten und Ausdruck sind einzigartig. Jedoch ist da dieser kleine aber feine Punkt, der nicht unbemerkt bleibt: Eine Stimme die leider nicht unverwechselbar im Business ist. Sofort fällt die Ähnlichkeit zu Amy Winehouse auf, die sich wie ein Schleier über das Album legt. Natürlich, es könnte durchaus schlimmere Vergleiche geben, doch sind es eben diese Ausnahmestimmen, die immer und immer wieder miteinander vergleichen werden.

Das Album, der Klang und die gesamte Komposition sind trotzdem eigenständig und leben vom Gefühl, einer Story und ganz viel wunderbarer Musik. Ein wenig mystisch, ein wenig andersartig, doch unbedingt empfehlenswert. Eine große Künstlerin, die in diesem Jahr ein Zuhause in euren Playlisten finden sollte.

Für Fans von: Amy Winehouse, Caro Emerald, SIA



Autor: Dominik Huttner Foto: Warner Music Germany