Die Songwriterin Sarah Beth ist Tomberlin und hat mit „At Weddings“ ihr Debütalbum veröffentlicht.

Als Tochter eines Baptistenpfarrers und in ihrer Jugend ständig mit Umzügen von Stadt zu Stadt beschäftigt, wurde sie Zuhause unterrichtet und wuchs im Allgemeinen in einem strengen Umfeld auf.

Ihre „Rebellion“ erfolgte unter anderem durch ihre Musik, wodurch ein Album entstand, welches nur so von Kraft und Ehrlichkeit protzt.

Sie ist dabei aber nicht laut, sondern zeigt allen ihre starken Gedanken und Meinungen durch ihre Stimme und ihrem Gitarrenspiel.
Die junge Sängerin aus Louisville/Kentucky überrascht somit alle mit einem Album, welches so in einer Intensität dieses Jahr noch nicht aufgetaucht ist. Sie singt über Selbstzweifel, Beziehungen, wobei der Aspekt von Religion, speziell die Kirche, und was sie in ihrer Jugend erlebte, immer wieder Einfluss auf ihre Texte hat. Alles eingepackt in einem Paket aus Folkrock, Indie und Singer-/ Songwritermanier.

Mit einer Klarheit und Erfahrung schreibt sie über ihre „Isolation“ in ihrer Jugend und wie sie dem „Entflohen“ ist.

10 Songs haben es schlussendlich auf „At Weddings“ geschafft und gleich beim ersten Track „Any Other Way“ wird durch ihre klare Stimme dieses Gefühl von Verwundbarkeit eingehüllt in Kraft erkennbar.

„… I Didn´t Know Any Other Way …“

 

Veränderungen im Leben, eine gewisse Unzufriedenheit und Fragen im Leben finden sich immer wieder, aber auch Liebe und Beziehungen tauchen ständig auf.

„I´m Not Scared“ eröffnet sich als Ballade, eingepackt in den Klängen von einem Klavier und einem Streichinstrument. Textlich immer auf der Reise über das Sein und sich im Leben selbst zu finden.

Als erste Vorabsingle fiel „Self-Help“ durch seine spezielle Art und Weise auf. Eine besonders kraftvolle Umsetzung gibt dem Text noch mehr Stärke und Ausdruck.
„Seventeen“, welche als zweite Vorabveröffentlichung erschien, zeigte sich dagegen sehr verletzlich und gibt der Liebe und dem Verliebt sein mehr Präsenz.

Tomberlin – Eine junge, starke Frau, ihre Gitarre, ihre Gedanken und viel Gefühl. Mit „At Weddings“ gab sie ihrer Reise zu ihrem Sein einem Namen.

Für mich persönlich ein sehr überraschendes Album, welches mich immer mehr in seinen Bann gezogen hat.


Autorin: Nina Paul / Foto: Philip Cosores