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Leichtigkeit und Tiefgang bei der schwedischen Sängerin MANY VOICES SPEAK und ihrem Debütalbum „Tank Town“

Leichtigkeit und Tiefgang bei der schwedischen Sängerin MANY VOICES SPEAK und ihrem Debütalbum „Tank Town“

Schweden hat viele tolle Musiker zu bieten und liefert mit Many Voices Speak eine vielversprechende Künstlerin, mit entspanntem Sound und tiefgründigen Texten. Hinter dem Namen steckt die junge Singer/Songwriterin Matilda Mård, die 2016 Ihre EP „Away For All Time“ veröffentlichte und nun mit „Tank Town“ via Strangers Candy / popup-records für Nachschub sorgt.

Mit Ihrem minimalistisches Cover des Rodgers & Hart Klassikers „Blue Moon“ und der nostalgischen Single „Video Child“, schuf sich Matilda bereits vor zwei Jahren eine Fanbase, fand unter anderem Anklang bei Spotify und bekam sogar eine Platzierung in der erfolgreichen Serie Riverdale. In Deutschland ist die melancholische Musik der Schwedin noch nicht ganz angekommen, was sich mit dem Debütalbum „Tank Town“ aber bestimmt bald ändern wird.

„Tank Town“ steht für die Kraft der Veränderung, die Matilda Mård auch privat lebt, indem Sie aus der rummeligen Hauptstadt Stockholm in eine kleine Stadt im Landesinneren Schwedens zog, um Kraft und Inspiration für Ihre Musik zu sammeln. Somit wurden Themen wie persönliche Veränderung, Konzentration auf das eigene Selbst und das Abwerfen von altem Ballast in das neue Album verwoben und musikalisch verarbeitet.

Herausgekommen sind dabei verträumte, unaufgeregte Songs mit Tiefe, die beim Hören die Zeit kurz ein bisschen langsamer voranschreiten lassen und den hektischen Alltag entschleunigen.

 

Besonders sticht der Song „I Saw You“ heraus, der bereits am 15. Juni als erste Singleauskopplung erschienen und schneller als andere Tracks auf „Tank Town“ ist. „I Saw You“ handelt von Einsamkeit, die das eigene Selbstempfinden verändert und das Gefühl, mit dem Kopf in der Vergangenheit festzustecken.

In „Chances“ verarbeitet Matilda das Gefühl, sich in seiner Umgebung wie ein Außenseiter zu fühlen. Ziemlich reflektiert sagt die Schwedin über dieses Gefühl – „being a misfit is just a sign that you´re too far from the place where you feel at home“ und will damit anderen Menschen in der gleichen Situation Mut schenken.

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Der Sound des Albums lässt sich mit melancholischer Gitarre gepaart mit elektronischen Beats und Keyboard Sounds im Hintergrund zusammenfassen – leicht und tiefgründig in einem. Many Voices Speak schafft verträumten Indie-Folk mit Popelementen, der entspannt und frisch daher kommt und liefert mit Tank Town“ berührende, durchdachte Musik.


Autorin: Lisa Schulz / Foto: Olof Grind

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