Was macht man beim Nachfolger, wenn das Debütalbum aus dem Nichts Lob und Bestätigung von allen Seiten bekommen hat? Richtig! Beim zweiten Album legt man noch eine Schippe drauf. So geschehen bei der österreichischen Sängerin Miriam Hufnagl, die als AVEC seit 2015 Musik veröffentlicht.

Vor zwei Jahren brachte Sie Ihr erstes Album “What If We Never Forget” heraus und erntete damit wohlverdienten Erfolg, an den Sie mit Ihrem neuen Album anknüpft. Am 14. September diesen Jahres kommt der Nachfolger “Heaven/Hell” via Earcandy Recordings heraus, der zehn Songs plus zwei Bonustracks beinhaltet. Begleitet wird Miriam von Andreas Hauserer (E-Gitarre, Piano und Co-Produzent, Lukas Element (Schlagzeug) und Ross Stanciu (Bass), die zusammen AVEC ergeben und angenehme, klangvolle Musik machen.

Die berührende Stimme der österreichischen Sängerin in Kombination mit leichtfüßiger Musik, das ist, was AVEC ausmacht. Auf “Heaven/Hell” singt Sie über Liebe, Selbstreflexion und den Prozess des Erwachsenwerdens, den die 23-Jährige gerade hautnah durchlebt. Herausgekommen ist dadurch ein emotionales, schönes Album, das gleichzeitig leicht und an manchen Stellen schwer ist. AVEC erinnert an Bands wie BOY, Daughter oder eine ruhigere Version von Of Monsters And Men , irgendwo zwischen Indie, Pop und Folk mit dezenten elektronischen Einflüssen.

“I found love darling / Keep your head up / I lay my heart down”

 

“Love” ist ein zuerst ruhiger, später an Tempo zulegender Song. Wie der Titel schon vermuten lässt, ein Liebeslied, in dem Miriam Hufnagls angenehm raue Stimme im Vordergrund steht. “Under Water” ist einer der Favoriten des Albums, mit einfühlsamer, melancholischer Melodie und tollem Chorus. “Close” ist ein weiteres Highlight mit seinem langsamen Start, im Laufe des Liedes anschwellenden Beats, zauberhaften Stimme und tollen Lyrics. Auf “Alone” singt die blonde Sängerin mit flehender, gefühlsgeladener Stimme zu bedrückenden, minimalistischen Melodien. Und während “Heaven/Hell” ein etwas düsterer Song ist, Zauber AVEC mit “Leaving” ein tanzbares, schnelleres Stück.

AVEC beweist mit Ihrem Album “Heaven/Hell”, dass die Zeit nicht stehen bleibt und man sich durchaus weiterentwickeln kann, wenn man denn möchte. Das neue Album klingt ein gutes Stück erwachsener, reflektierter und ist auch noch verdammt schön anzuhören.



25.10.18 – Orpheum, Graz, AT
26.10.18 – ((stereo)), Klagenfurt, AT
27.10.18 – Röda, Steyr, AT
30.10.18 – WUK, Wien, AT
31.10.18 – Alter Schlachthof, Wels, AT
01.11.18 – Gretchen, Berlin, DE
02.11.18 – Nochtwache, Hamburg, DE
03.11.18 – Simplon, Groningen, NL
04.11.18 – Lichting, Eindhoven, NL
06.11.18 – White Noise, Stuttgart, DE
07.11.18 – Rockhouse, Salzburg, AT
08.11.18 – Milla, München, DE
09.11.18 – Treibhaus, Innsbruck, AT
10.11.18 – Spielboden, Dornbirn, AT
11.11.18 – Papiersaal, Zürich, CH
13.11.18 – Beatpol, Dresden, DE
14.11.18 – Stereo, Nürnberg, DE
15.11.18 – Roxy, Ulm, DE
16.11.18 – dasHaus, Ludwigshafen, DE
24.11.18 – Studio 672, Köln, DE

Autorin: Lisa Schulz / Foto: Kidizin Sane