LIFE sind eine Band, die ihr spätestens jetzt auf dem Zettel haben solltet. Das Quartett aus Hull in England präsentiert mit ihrem neuen Album „A Picture of Good Health“ (20.09. auf Afghan Moon) einen mitreißend drückenden Sound, lebensnahe Texte und eine gemeinschaftliche Idee vom Leben.


Ihr Debütalbum „Popular Music“ aus 2017 war eine DIY-Veröffentlichung mit Stücken, die in komplett unterschiedlichen Phasen entstanden sind – wie eine Art Collage aus Eindrücken und Ideen. Dennoch wurde es in der BBC Radio 1 „Albums of the Year“-Liste neben Namen wie Jay-Z, Skepta, the xx und Wolf Alice genannt. Ein politisches Album voller Kritik und Wut. Das neue Album entstand unter einem anderen Ansatz und zeigt schnell die Entwicklung der Band – musikalisch und persönlich.

A Picture of Good Health“ enstand in nur vier Wochen in einem Londoner Studio und hat daher eine deutlich kohärenteren Sound, sowie eine zusammengreifende musikalische Idee. Die bereits veröffentlichten Stücke „Moral Fibre“ und „Hollow Thing“ zeigen, in welche Richtung dies gehen wird.



Unterstützung bei den Aufnahmen bekam die Band von den Produzenten Luke Smith (Foals) und Claudius Mittendorfer (Parquet Courts). Außerdem stieß Lydia als neue Bassistin zur Band. Mit diesen frischen Eindrücken und Inputs entstanden 13 robustere Songs, die musikalisch breiter wirken als noch auf dem Debüt. Trotzdem hat die Band nichts von dem Feuer und der Wut verloren, für welche sie mit dem ersten Album gelobt wurde.

Die Texte haben jetzt einen persönlicheren Ansatz mit brutal ehrlichen und mutigen Passagen, wie Sänger Mez Green erklärt: „[…] this album very much reflects what was going on in my life – I was coming out of a long term relationship, becoming a single dad. I wanted to express and write about the turmoil I was going through.”

Ihre Erfahrungen versuchen die Mitglieder so gut es geht zu teilen und damit Leuten in ähnlichen Situationen zu helfen. Die Band ist daher stark in dem „Warren youth projekt“ in ihrer Heimatstadt Hull involviert. Es ist ein Rückzugsort für junge Erwachsene und gleichzeitig Club, Essensausgabe, Musikshop und Musiklabel. „We’re very community based and try to comment on everything around us,” so Mez über den Background der Band und erklärt weiter, worum es ihnen geht: “We’ve always believed in ourselves, […]. We don‘t care what people say. We want to make music and help out community and that’s what we’ve done. There are no filters now.”



Presse: [PIAS] Germany / Photocredit: LIFE