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Liotta Seoul & „Hopper“: Wenn Nostalgie auf Kreativität trifft

Liotta Seoul & „Hopper“: Wenn Nostalgie auf Kreativität trifft

Wenn Kreativität und Talent vereint werden, können außer-gewöhnliche Dinge entstehen. Die Neo-Grunge-Band Liotta Seoul ist hierfür das perfekte Beispiel.  Am 27. März erscheint ihr zweites Studioalbum „Hopper“.


Ein Artikel von Lisa Schulz – Die Songs von Liotta Seoul werden von Sven Int-Veen, Lukas Stein und Nikolas Becker in Eigenregie geschrieben und produziert. Auch ihre Musikvideos, die von der Entwicklung bis hin zum Ergebnis durchdacht und auf eine Art und Weise kreativ sind, die der deutschen Musiklandschaft momentan fehlt, werden von der dreiköpfigen Band gedreht.

Seit 2017 erkunden die drei Jungs die Möglichkeiten ihrer Musik, experimentieren, lassen sich in keine bestimmte Ecke drängen und bleiben sich gleichzeitig treu. Sie beschäftigen sich lyrisch mit Themen wie Selbstzerstörung, Verlust, Einsamkeit, dem Dasein als Außenseiter und dem so manches Mal trostlosem Alltag.



In Ihren Songs schwingt immer ein Stück Nostalgie mit, welche an die Grunge-Epoche der 90er-Jahre erinnert. Allerdings interpretieren Liotta Seoul diese Phase der Musikgeschichte neu und lassen moderne Nuancen einfließen.

Visuell orientieren sie sich an dem Look jener, die zu MTVs Hochzeiten angesagt waren. In den Artworks, Musikvideos und dem Merchandise sind wilde Collagen verschiedener Aspekte der Jugendkultur zu erkennen. Anfang 2019 reiste die Band nach Oakland, Kalifornien, um ihr zweites Album mit dem Grammy-nominierten Produzenten Jack Shirley aufzunehmen, welcher bereits mit Künstlern wie Deafheaven, Jeff Rosenstock, Gauge Away oder Whirr zusammen gearbeitet hat.

„Feel Blue“ ist der erste Song der Platte und spiegelt den bereits angesprochenen 90er-Vibe wieder. Wo der Opener noch entspannt in „Hopper“ einleitet, wird bei „Leave A Mess“ an Tempo zugelegt. „Paper Blossom“ ist energiegeladen, mit eingängiger Melodie und mein persönlicher Favorit. Durchaus tanzbar und erinnert bei mehrmaligem Hören an eine rockigere, (etwas) fröhlichere Version von Placebo. Ein weiteres Highlight ist der Bonus Song „Bone Marrow“. Hier kommt die Stimme von Sänger Sven besonders gut zur Geltung und gibt dem Hörer ein letztes Mal die Essenz von Liotta Seouls mitreißendem Sound mit.



„Hopper“ überzeugt mit eingängigen Melodien, ausdrucksvollen Texten, ist persönlich und spannungsvoll, mit entspannten Passagen, die von temporeichen Melodien abgelöst werden.

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Liotta Seoul legen jetzt schon eine Professionalität an den Tag, von der sich viele große Künstler eine Scheibe abschneiden können. Die drei Jungs sind entschlossen, sich in der heutigen Szene einen Namen zu machen, und sind auf dem besten Weg, dies in die Tat umzusetzen.

Das Album „Hopper“  kann hier  oder unter www.liottaseoul.com/shop bestellt werden .



Autorin: Lisa Schulz / Presse & Photocredit: Liotta Seoul

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