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„Loose Ends“: Loyle Carner arbeitet mit Jorja Smith

„Loose Ends“: Loyle Carner arbeitet mit Jorja Smith

Einen Rapper, der über seine Familie rappt, findet man nur selten. Die Jungs in der Hood neigen im Normalfall dazu, sich nur wenig dafür zu interessieren, wie sehr einer ihrer Homies seine Mutter liebt, wie sehr er seinen Vater vermisst, oder dass er seinem besten Freund nachtrauert. Die Jungs in der Hood sind in der Regel besessen von der Größe ihrer Autos, der Schönheit ihrer Mädchen, dem Prestige ihrer Besitztümer.

Loyle Carners Mercury- und BRIT Prize-nominiertes Debüt „Yesterday’s Gone“ von 2017 machte mit einer fundamentalen Mischung aus ehrlicher und roher Sentimentalität deutlich, dass er nicht zu diesen Jungs gehört. Er ist keiner dieser Rapper.

Auch in seiner neuen Single „Loose Ends“ thematisiert Loyle, der mit bürgerlichem Namen Benjamin Coyle-Larner heißt, die Probleme, die sich nicht um Alter, Geschlecht oder Kontostand scheren: Verstorbene Väter, verlorene Freunde, vergessene Träume. All das mit seiner unverwechselbaren Leichtigkeit, die hin und wieder ein lyrisches Kopfnicken in Richtung seiner großen Helden wie Mos Def, Biggie Smalls oder Wu Tang Clan schickt.

I got a lot of love and a lot of loose ends, a lot of people that I wish I knew then. Friends beckon every second you spend, when wetting the pen every letter you send”, rappt Loyle Carner im Refrain des Tracks, der vor Deepness nur so strotzt. Produziert wurde der Song im Übrigen von seinem Freund Jordan Rakei und das Sahnehäubchen oben drauf gibt es in Form eines Features von Jorja Smith, deren himmlische Stimme ihr jüngst einen BRIT Award als Best Female Artist verschaffte.

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Presse: Caroline International

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