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Lous and the Yakuza veröffentlicht ihr begeisterndes Debütalbum „GORE“

Lous and the Yakuza veröffentlicht ihr begeisterndes Debütalbum „GORE“

“I want to set an example as a black woman who made it, all by herself, against all odds“ – Lous and the Yakuza veröffentlicht ihr Debütalbum „GORE“, nachdem sie bereits seit Monaten als neues Supertalent gehandelt wurde.

Die 24-Jährige Künstlerin wurde im Kongo geboren, wuchs in Ruanda und später in Belgien auf. Von Anfang an ein künstlerisch veranlagtes Kind, schrieb Lous eigene Geschichten und dachte sich für jedes Spiel eigene Regeln aus. Musikalisch wurde sie zwischen kongolesischen Artists wie Koffi Olomide und Papa Wemba, aber auch klassischen Komponisten a la Mozart, Beethoven und Vivaldi groß.

Schon in jungen Jahren wird sie mit dem ignoranten Rassismus konfrontiert, der ihr während der Schulzeit in Brüssel von ihren Mitschüler*innen entgegegen gebracht wird, „weiße Mädchen aus reichen Familien, die nichts über schwarze Menschen wussten.“ Doch Lous lässt sich davon nicht kleinkriegen, versteht schnell: „Die Leute wollen so sehr, dass wir uns selbst fertigmachen.“

Ein paar Jahre später. 2019 veröffentlicht sie als Lous and the Yakuza ihre Debütsingle „Dilemme„, verzaubert Hörer*innen im Handumdrehen. Dass sie Artists wie FKA twigs und James Blake in ihrer Jugend begleiteten, unüberhörbar.

 

Jetzt erscheint mit „GORE“ das Debütalbum. Produziert von El Guincho, der bereits mit Rosalía arbeitete, ist die 10-Track-starke Platte die Bestätigung dafür, dass der Hype um Lous längst validiert und langlebig ist. Sie mischt Trap-Beats mit französischen Rap-Passagen, klingt wenige Sekunden sanft und poppig, bevor der Elektrobeat wieder einsetzt. Das Ganze strotzt nur so vor Leidenschaft und spielt perfekt in die angesagte Genre-Losigkeit ein.

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Lous war nie auf Ruhm aus, aber sie wehrt sich auch nicht mehr gegen die Vorstellung, dass sie in rasendem Tempo zu einer der prominentesten neuen Stimmen Belgiens, Frankreichs und anderer Länder der Erde wird – zum Inbegriff einer „internationalen Künstlerin“. „Mir zum Durchbruch zu verhelfen, ist schwierig“, sagt sie schmunzelnd. „Entweder, man hält mit mir Schritt oder man bleibt im Hintergrund.“

Neben einem großen Debütalbum sieht man Lous gerade in den Kampagnen von Labels wie Louis Vuitton oder Chloé. In den letzten Monaten ist sie zudem zu DEM Gesicht der Belgischen BLM-Bewegung geworden.

Man darf Lous and the Yakuza begeistert bei ihrer Karriere zuschauen, sich inspirieren und lehren lassen.

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