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MADANII & LLUCID lassen uns zu „Dandelion“ tanzen

MADANII & LLUCID lassen uns zu „Dandelion“ tanzen

Nach der Debüt-EP „IILLEGAL ALLIIEN“ Anfang des Jahres gibt es nun den ersten Vorboten der im Herbst erscheinenden zweiten EP der Berliner Künstler*innen MADANII & LLUCID, er trägt den Titel „Dandelion“.


Die Band ist von Anfang an bekannt dafür, sich mit tiefgehenden Themen auf eine Art auseinanderzusetzen, die ihnen die Schwere nimmt, aber in keiner Weise die Relevanz abspricht. In den bisher veröffentlichten Tracks geht es viel um Anpassung und deren Vermeidung, um das Anders-Sein und darum, wie es gelingen kann, sich damit zu arrangieren. Der erste Track der neuen EP nimmt diesen Gedanken und macht sich mit ihm auf eine Reise.

Loslassen, um sich selbst Wachstum zu ermöglichen, ist das Thema, das sich als roter Faden durch die EP zieht. Mit gefühlvollen, aber starken Worten werden unterschiedliche Aspekte dieses Prozesses beleuchtet und verschiedene Facetten ganz persönlich, aber zugänglich gezeigt.



Damit behandelt „Dandelion“ ein Thema, wie es in diese Zeit besser nicht passen könnte: Nie war personal space ein so großes Thema wie jetzt, wo jeder sich gezwungenermaßen mit sich und seinem persönlichen Raum auseinandersetzen muss.

Rückbesinnung auf sich, seine Wurzeln, seine Sorgen, aber auch in die ungewisse Zukunft gerichtete Gedanken sind Themen, die sich nicht ohne Grund noch mehr als vor der Lockdown-Situation in allen Medien wiederfinden. Es sind Gedanken, die momentan fast niemand von sich schieben kann.

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So sehr sich das Thema auch der Melancholie annähert, so gut fangen die beiden die Bitterkeit mit der musikalischen Seite des Tracks ab: 90er Jahre RnB trifft auf moderne Produktion, Pop-Elemente auf eine Stimme, die an Aaliyah erinnert – und so schnell nicht aus dem Kopf verschwindet.


Presse: Closer Pleasures / Photocredit: Gianna Shamone

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