Madsen haben es in den letzten 14 Jahren seit Bandbestehen weit gebracht.


Ein Artikel von Lisa Schulz – Sie haben getourt, kleinere und größere Konzerte gespielt, Alben herausgebracht, Hits geschrieben. Die deutsche Indie-Band ist fest verankert in der deutschen Musikszene und ich kenne keinen Menschen, der nicht mindestens ein Lied von Ihnen lautstark und sogar textsicher mitsingen kann.

Am gestrigen Abend hat es Madsen auf eine der größeren Bühnen verschlagen. Laut Sänger Johannes Madsen, das größte Konzert, was Sie bis jetzt gespielt haben. Für Ihre „Lichtjahre“-Tour treten Sie am 17. November im Kölner Palladium vor knapp 5000 Menschen auf, die später beweisen werden, wie richtig ich mit meiner Songtext-Behauptung liege.

Begleitet werden Madsen auf Ihrer Tour von zwei Bands, Grillmaster Flash aka Sänger Christian Wesemann mit Band und Rogers aus Düsseldorf. Grilligster Flash ist heute Opener und fängt um 19:30 Uhr mit seinem Set an. Der Musiker aus Bremen leitet den Abend sympathisch ein und heizt die Stimmung an. Um 20:20 Uhr folgen Rogers, mit Chris Hoffmeier am Gesang. Die Düsseldorfer Band hat heute den kürzesten Weg hinter sich gebracht und legt einen Auftritt hin, der energiegeladen und solide ist. Die Punkrockband hat eine starke Bühnenpräsenz und bringt das Publikum zum Crowdsurfen.

Noch bevor Madsen um 21:20 Uhr die Bühne betreten stimmt das Kölner Publikum Ihre Songs an. Wenn so viele Menschen im Gleichklang singen, kann man nicht anders als Gänsehaut zu bekommen. Sänger Johannes ist an diesem Abend sichtlich gut gelaunt und springt mit Dauergrinsen über die Bühne. Bis 23 Uhr, also ganze 100 Minuten über, geben Madsen Vollgas und spielen neue und alte Hits. „Nachtbaden“, „Goodbye Logik“, „Kapitän“ und natürlich auch „Die Perfektion“. An diesem Abend ist alles dabei und das Publikum feiert und singt zusammen mit der Band.

Die Lichttechnik muss hier auch unbedingt erwähnt werden, macht sie das ganze Konzert noch ein Stück beeindruckender. Die Leinwand hinter Madsen zeigt abwechselnd einen Vollmond, Sternschnuppen, Ufos oder aber auch Musikvideos passend zum gerade gespielten Song. Zusätzlich umgibt die Band ein Sternenhimmel bestehend aus kleinen Lämpchen. Der Backround ist wunderschön und komplementiert die Musik und Stimmung an diesem Abend voll und ganz.

Zwischen den schönen, lustigen und emotionalen Momenten an diesem Abend, ist auch noch Zeit für eine ganz klare politische Aussage. Der Song „Du schreibst Geschichte“ wird im Namen aller Flüchtlinge gespielt, während die Leinwand im Hintergrund laut und deutlich „Fuck Racism“ anzeigt und später „Fuck NPD“. Die Halle tobt und Madsen ernten für Ihr Statement lauten Applaus.

Leider geht auch der schönste Abend irgendwann vorbei und so verlässt die Band die Bühne Ihres bisher größten Konzerts um 23 Uhr und hinterlässt eine ziemlich glückliche Menge. Für drei weitere Tourtermine geht es dieses Jahr noch nach München, Saarbrücken und Lingen. Jeder der die Chance hat eines der Konzerte zu besuchen, sollte sich die Chance auf einen unglaublich schönen Abend nicht entgehen lassen.


Autorin und Foto: Lisa Schulz