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MAMMÚT & „Ride The Fire“: Eine Reise durch grafische Welten

MAMMÚT & „Ride The Fire“: Eine Reise durch grafische Welten

Aus der isländischen Musikszene sind sie mittlerweile nicht mehr wegzudenken, die Rede ist von MAMMÚT.
Gewannen sie 2004 den nationalen Nachwuchspreis Músiktilraunir, ging es seitdem stetig voran. Mit dem erfolgreichen „Kinder Versions“ (drei Icelandic Music Awards) veröffentlichte die Band 2017 ihr erstes komplett englischsprachiges Album, nun folgt „Ride The Fire“ (via Karkari Records) diesen Weg und auch Werk Nummer fünf überzeugt mit seinen verschiedenen Sound- und Bildwelten.

Jeder Song erzählt eine Geschichte und wir verwenden den Inhalt dieser Lieder, um unsere grafische Welt zu erschaffen.

Was macht dieses Album nun so anders im Gegensatz zu den anderen?

Zum einen, es entstand über mehrere Städte verteilt und eben nicht als Bandaufnahme in verschiedenen Studios, zum anderen steht dieses Album für viele Verbildlichungen.

10 Songs haben es so auf das neuen Album „Ride The Fire“ geschafft und jeder erzählt eine universelle Geschichte. Mal erscheinen einem religiöse und astrologische Themen im Anschlag, ergeben sie im Ganzen doch immer wieder eine ganz eigene Welt, eine voller Mythen und Gedankenbilder.

Als Ankündigung auf das neue Werk gab es direkt schon einen Doppelknaller für auf die Ohren: „Sun And Me“ und „Fire“. Was sich bei „Kinder Versions“ dem Vorgängeralbum also schon andeutete, hat auf „Ride The Fire“ seinen eigenen Weg gefunden. Englischsprachige Songs, die voller bildlicher Kraft, Ausstrahlung und mal ruhiger und dann man wieder gitarrenlastiger sind.

 

summer came back
she swears the dark’s alright
so we watch the time pass
and we know where it wants to take us

Die etwas andere Kollektivarbeit

Die Produktion des neuen Albums hat sich im Gegensatz zu den Vorgängeralben etwas verändert. So wurde an „Ride The Fire“ in Reykjavík, London und Berlin gearbeitet. Wobei sich die Zusammenarbeit mit Árni Hjörvar (The Vaccines), Sam Slater und Mandy Parnell (u.a Björk) als Glücksgriff erwiesen hat. So zeigt sich das neue Werk musikalisch verspielter und erwachsener.

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Dem „typischen“ Mammút-Sound, mit einer Mischung aus epischem Pop- und Indie-Rockelementen, hat dies aber nichts abgetan. Ganz im Gegenteil, dieses Album steht inhaltlich und klanglich für eine Entwicklung.

Crown me Solomon,
I promise you we won’t have any feelings

Sei es ob dem inhaltsschweren und bildstarken „Solomon“ oder dem im Gegensatz schon leicht anhauchendem „Birds“. Soundgewaltiger geht es bei „Forever In My Mind“ zu: „so, when are you gonna calm down, the need for war inside your head , when are you gonna, when you gonna come down, and slowly move on“

Im Gesamten, wer die Musik von MAMMÚT schon vorher kannte, wird sich über dieses Album sehr freuen. Sie spiegeln eine ihre Art von Rock wieder und behalten dabei immer den Hauch der isländischen Mystik am Leben.

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