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Maya Fadeeva veröffentlicht Album „Chamëleon“

Maya Fadeeva veröffentlicht Album „Chamëleon“

Einen besseren Namenspatron hätte Maya Fadeeva für ihr von musikalischen Farbwechseln durch- zogenes Debütalbum „Chamëleon” nicht wählen können. Die Sängerin mit der blonden Löwenmähne bedient sich souverän einer stilistischen Bandbreite, die Reggae und Nu Jazz ebenso leicht zum Tanz verführt, wie moderne Clubmusik und vin- tageorientierten Swing.

Ihr Opener „Let me go” bringt bspw. die Verbindung zwischen Melancholie und modernem Sound musikalisch, wie textlich, pointiert zum Ausdruck. Das Lied „Cookie” bedient wiederum mit ironischer Nonchalance eine Schellackromantik, der etwas von der Farbintensität eines Pin-Up-Pictures der Fünfziger Jahre anhaftet.

Die Brillanz der Stil- und Stimmwechsel zwischen sympathischer Gelassenheit, Seelenschwere und fröhlicher Sommerlaune, kommt auf diesem Album besonders zum Tragen. Und wie beim Chamäleon die Farbe, wechselt beim Hörer schnell die Stimmung hinzu freundlicher Gelassenheit.

Reisen verändert die Perspektive und erweitert den Horizont. Die Sängerin Maya Fadeeva erfuhr bereits einige dieser Perspektivwechsel. Nicht alle freiwillig, aber alle bewusst. In St. Petersburg geboren, geht sie noch als Kind für eine Zeit mit ihren Eltern nach New York. Dort sieht sie sich der amerikanischen Art zu leben ausgesetzt. Ihre russische Seele – geprägt von Herzlichkeit und einem Hang zur Schwermut, trifft auf amerikanische Lässigkeit. Später siedelt sie nach Deutschland um. Dort angekommen, kann Maya Fadeeva diese gegensätzlichen Empfindungen ordnen.

Musik spielt dabei immer eine wichtige Rolle. Der Sound eines Tom & Jerry Cartoons macht sie früh für Swing und Jazz empfänglich. Mit einem Gitarrenlehrer als Vater ist ihr innerer Kompass schnell eingenordet. Das Studium des Jazzgesangs am Konservatorium Maastricht beendet sie 2015 mit dem Bachelor of Music.

Ihr Gesang besitzt eine Vielzahl Facetten, mit denen man ein Meer von Empfindungen zum Klingen bringen kann. Mit spielerischer Leichtigkeit wechselt sie ihren musikalischen Ausdruck von engelsgleicher Reinheit zur verrauchten Stimme einer undurchschaubaren Diva und jongliert mit dieser Lockerheit ebenso mühelos mit verschiedenen Stilen.

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Reggae, Soul, Jazz und Clubsounds sind bei ihr keine unüberbrückbaren Gegensätze, sondern verschiedene Sichtweisen auf dasselbe Bild. Ein Bild, auf dem der Geist von Altem und Bestänigem mit dem Geist der Moderne tanzt. Unter dem Titel „Chamëleon“ veröffentlicht sie nun im Frühjahr 2018 ein lebensfrohes und abwechslungsreiches Debütalbum.



Presse: bang-up bullet Foto: Dirk Sengotta

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