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„Meine Schwestern“: Tom Taschenmesser spricht sich gegen patriarchalische Privilegien aus

„Meine Schwestern“: Tom Taschenmesser spricht sich gegen patriarchalische Privilegien aus

Mit der Debütsingle “Meine Schwestern” wendet sich Tom Taschenmesser mit viel Wut im Bauch gegen die weltweit verbreitete Rape Culture. Vehement erinnert er in “Meine Schwestern” die männlich Sozialisierten an ihre Privilegien und fordert sie auf, ihre Machtstellung zu hinterfragen und zu dekonstruieren.

Tom Taschenmesser hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichten von denen zu erzählen, die sonst so oft unsichtbar bleiben. Von den Verlorenen und Vergessenen, von den Abgehängten und Abhängigen, von den ganz gewöhnlichen Bedürftigen. Die Texte seiner Lieder vereinen Präzision und Leichtigkeit, es wird geschimpft, gefleht, verteufelt und verziehen. Die Band um Tom Taschenmesser folgt dem Vibe seiner Texte und untermalt diese mal schmeichelnd-charmant, mal brachial-dissonant.

Musikalische Kollektive sind im Rap und HipHop ein alter Hut, schweißen ihre Mitglieder zu einer stärkeren gemeinsamen Kraft zusammen, vertreten geteilte Standpunkte und bleiben gleichzeitig offen für Neues und Neue. Und im Indie?

Mit die neue leichtigkeit haben sich erstmals befreundete und gleichgesinnte KünstlerInnen und Kreative in Deutschland zusammengetan, um Ressourcen zu bündeln und an einer gemeinsamen Idealvorstellung von deutschsprachiger Popkultur zu arbeiten. Mannigfaltiger Pop abseits des Mainstreams, der die kritische Auseinandersetzung mit Gesellschaftlichem sucht.

Seine Debütsingle „Meine Schwestern“ ist der laute, eindringliche Einstand.

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