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Melanie C & „Melanie C“: Mit viel „Colour And Light“ wurde die Veröffentlichung zur Party

Melanie C & „Melanie C“: Mit viel „Colour And Light“ wurde die Veröffentlichung zur Party

Es war im Jahr 1994, da habe ich Melanie C, damals noch als Sporty Spice, zum ersten Mal im „Wannabe“ Video gesehen und auch mich hatte direkt das „Girl Power“ Fieber mitgerissen. Nun schreiben wir das Jahr 2020 und Melanie C verteilt immer noch eine kräftige Portion Power und genau diese findet man auf ihrem neuen selbstbetitelten Album vom ersten Ton an wieder.

Ein Artikel von Nina Paul – Sieben Alben hat die Britin mittlerweile als Solo-Künstlerin veröffentlicht. 1999 hörte sich dies auf „Northern Star“ noch etwas rockiger an, so hat die Künstlerin auf ihrem neuen Album „Melanie C“ doch mehr zum Dance-Pop gefunden. Genau diese Wandelbarkeit macht die Engländerin aber auch speziell aus.

Auf dem neuesten Werk von Melanie Chisholm finden sich 10 Songs wieder, die mit voller Power und kräftigen Aussagen voran gehen. Kann man sagen, dass dieses Album ihr bisheriges bestes Werk ist, dann kann ich dem nur zustimmen. Warum? Da kommen wir gleich zu.

Ein Album sollte richtig gefeiert werden, somit hatte die britische Sängerin einen Tag vor der Veröffentlichung zusammen mit ihren Fans dieses Live im „Colour And Light Stream“ gefeiert.

Eine Stunde lang präsentierte sie all ihre neuen Tracks plus zwei Zugaben („High Heels“ zusammen performt mit der Londoner Draqqueen-Gruppe „Sink The Pink“ und einen ihrer größten Hits „I Turn To You“).
Mit Band und passender Lichtshow spielte sie live aus dem Londoner Studio mit viel Tanz textsicher ihre Songs und begeisterte trotz fehlendem Publikum mit einem herzlichen Charme und viel Humor.

Wenn Melanie C eines kann, dann performen. Ihre Tanzmoves erinnern an die großen Girl Group Zeiten in den 90ern, voller Elan und Einfangend. Auf hohen Schuhen und in einer Plastikhose, die wie sie sagt, vielleicht nicht die beste Idee war, bewegt sie sich von einer Kamera zur nächsten und hat zwischen den einzelnen Songs immer ein paar Worte bzw Lacher für ihre Fans Zuhause parat. So wurde der gesamte Abend zu einer großen Party, besonders da sie nach der Show noch fast eine Stunde lang selber, in der Aftershow, gekonnt an den Turntables stand und so am Donnerstagabend schon das Partywochenende eröffnete.

Und dann kam bei mir dieses Flashback-Gefühl auf: Da war sie wieder diese Energie. Diese Kraft, die ich bei ihren letzten Alben doch vermisst habe. Diese Ausstrahlung, die einen Anfang/Mitte der 90er Jahre so bekräftigt haben als junge Frau auch eine eigene Stimme zu haben und zu sich selbst zu stehen.

Passen dazu wird das Album mit „Who I Am“ eröffnet. Ein Dance-Hymne auf sein eigenes Sein und welche als Vorabsingle schon direkt überzeugt hat und erkennen lässt, dass Melanie viel über sich selbst reflektiert hat und dadurch stärker als je zuvor geworden ist und ein neues Kapitel eröffnet hat.

They don’t recognise when I’m being honest
‚Cause I wasn’t before
No, they may not like it but I’m not sorry

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Mit den weiteren Vorboten „Blame It On Me“, „In And Out Of Love“ und „Fearless“ feat. Nadia Rose hat sie diese Neuentwicklung nur unterstrichen. Über schmerzliche Entwicklungen bis zu Veränderungen im Leben, jeder einzelne Song auf „Melanie C“ beschreibt Momente aus dem Leben. Diese müssen aber nicht immer demotivierend sein, sondern können auch die Trigger zum Kräftefinden sein. Während des „Colour and Light Streams“ kam dies besonders zum Vorschein, als Melanie C sich von ihren High Heels trennte, barfuss die Ballade „End Of Everything“ performte und dabei ihre Hemmungen vor Veränderungen offen besang. Der perfekte Übergang um sich die High Heels wieder zu packen, Sink The Pink auf die Bühne zu holen und „High Heels“ das Leben zu feiern. Das ein Track an diesem Abend definitiv nicht fehlen durfte, war klar. Hat er Melanie C doch als Solo-Künstlerin um einiges bekannter gemacht und Menschen zum Mitsingen gebracht, „I Turn To You“. Ein perfekter Song, um ein Liveset zu beenden.

Was macht dieses Album nun so besonders im Vergleich zu den vorherigen? Ganz einfach, das ist Melanie C. Mit ihrer ganzen Energie, Ehrlich, Kräftegebend, nicht mehr nur „Sporty Spice“, aber immer noch irgendwie mit dem Charme eines „Northerners“.

April 28th || Lisbon || Teatro Capitolio
April 29th || Madrid || La Riviera
May 1st || Barcelona || Sala Apolo
May 3rd || Lyon || Le Transbordeur
May 4th || Paris || Alhambra
May 6th || München || Technikum
May 7th
|| Zurich (CH) || Mascotte
May 8th || Milan || Magazzini Generali
May 10th || Berlin || Festsaal Kreuzberg
May 11th || Bremen || Bürgerhaus 
May 13th || Oslo || Parkteatret
May 15th || Copenhagen || Amager Bio
May 17th || Köln || Live Music Hall
May 18th || Antwerp || Trix Club
May 19th || Amsterdam || Melkweg – Oude Zaal
May 21st || Birmingham || O2 Birmingham Institute
May 22nd || Glasgow || SWG3 TV Studio
May 24th || Manchester || O2 Ritz
May 25th || London || Shepherd’s Bush Empire

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