Es ist das Herz-Emoji, das Michael Bublé für sein neues Album ausgesucht hat und er hätte es damit nicht passender treffen können!


Ein Artikel von Dominik Huttner – Unser aller Schmusesänger-Liebling Michael Bube hat es wieder getan.

Er bringt unsere Herzen zum Schmelzen, weil er das so gut kann. Mit „Love“ richtet er sich an seine Fans, aber ganz besonders an seine Familie, denn fast wäre das aktuelle Album gar nicht entstanden…

Diagnose Krebs! Das war es, was den Sänger für lange Zeit aus der Laufbahn warf und ihm den Boden unter den Füßen wegriss. Sein geliebter Sohn Noah erkrankte bereits 2016 an der schlimmen Krankheit und änderte das Leben der kleinen Familie auf einen Schlag. In der aktuellen Ausgabe „Carpool Karaoke“ erklärt der Sänger, dass es seinem Sohn aktuell besser geht. Und so ist Bube mit neuer Kraft zurück und verbreitet kurz vor Weihnachten ein wenig Liebe.

Mit „love“ bewegt sich Bublé in das Gefilde, das er besonders gut vertritt. So wagt er mit seinem neuesten Release zwar keine großen Sprünge in unbekannte Genres, schafft aber trotzdem den Wow-Faktor zu transportieren. Es wird deutlich, dass er mit dem Werk die letzten zwei Jahre verarbeitet. Über das Album sagt er selbst, dass er Geschichten erzählen möchte.

Schafft es „love“ mich zu überzeugen? – Da bin ich tatsächlich gespaltener Meinung. Denn so gut und aufwändig das Album auch produziert ist, so lässt es an manchen Stellen frischen Wind vermissen. Konnten „Nobody But Me“ und auch „To Be Loved“ mit Uptempo-Songs überraschen, die zu radiotauglichen Evergreens wurden, so wirkt „love“ manches Mal ein wenig altbacken. Das liegt gar nicht Mal am Genre selbst, sondern an der Auswahl der Song, deren roter Faden diesmal bewundernswert eindimensional wirkt.

Zugegeben, ich bin kein Verfechter von „Schnulzen“ und habe mir vielleicht einen anderen Sound erwartet, doch wahre Bublé-Fans, werden auch dieses Album lieben. Vielleicht gerade, weil es ein wenig homogener und weniger „poppig“ anmutet, als die letzten Male. Musikalisch jedenfalls ist es ohne Frage „1A“ und überzeugt mit gewohnt großen, überwältigenden Tönen. Glamour wird fett geschrieben und auch Edith Piaf’s „La Vie En Rose“ scheut sich der Sänger nicht und holt sich für ein überraschendes Duett Cécile McLorin Salvant zur Unterstützung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Thema „Liebe“ eindeutig und gut repräsentiert wird, das Album jedoch etwas für Liebhaber ist. Gesanglich einwandfrei, schlägt Bublé kurz vor Weihnachten wieder ruhigere Töne an. Für meinen Geschmack allerdings ein wenig zu ruhig.


Autor: Dominik Huttner Foto: Evaan Kheraj