14 lange Jahre sind seit ihrem letzten Album vergangen, nun kann die Musikwelt kollektiv aufatmen: Missy „Misdemeanor“ Elliott ist zurück! Frisch erschienen ist nun die neue EP „Iconology“ der Hip-Hop-Ikone, die gleich 5 neue Tracks enthält.


So viel zu den Fakten. Den Rest muss man einfach hören. Denn Missy Elliott ist auch im Jahr 2019 das, was sie immer war: ein Game Changer. Ihre Musik, ihre Texte, ihre Technik und die gesamte Attitüde setzen Standards, nicht umsonst wurde die 48-Jährige dieses Jahr als erste Rapperin überhaupt in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen und bekommt am Montag (26.08.) bei den MTV VMAs den Michael Jackson Video Vanguard Award überreicht – ebenfalls als erste Rapperin in der Historie der Awards. Im Rahmen der Show performt Elliott außerdem live.

Auch ansonsten liest sich die Vita von Missy Elliott wie eine einzige Erfolgsgeschichte. Gleich ihr 1997 veröffentlichtes Debütalbum „Supa Supa Fly“ bescherte ihr mit Platz 3 in den US-Charts das bis dato bestplatzierte Album einer Rapperin in der amerikanischen Chartgeschichte, ist US-Platin-veredelt und enthielt mit „The Rain (Supa Dupa Fly)“, „Sock It 2 Me“, „Hit Em wit da Hee“ und „Beep Me 911“ reihenweise Genre-prägende Singles. Es folgten fünf weitere, international vielfach Platin-veredelte Alben, etliche Singles – zuletzt 2017 „I’m Better“ – und immer wieder aufsehenerregende Features, jüngst an der Seite von Lizzo in deren Song „Tempo“.

„I just finished a long project I been working on since last year” – mit diesen Worten versetzte Missy Elliott im April die Musikwelt mit einem Instagram-Posting in Aufregung, und fügte hinzu: “‘Keep On Movin’ I’m bout to show yall I’m on some next ish.” In der Titelgeschichte für die aktuelle August-Ausgabe der Marie Claire lässt sie tiefer blicken und berichtet, dass sie halb verrückt werde, wenn wie mal einen Tag nicht ins Studio gehe und es an der Zeit sei „to make street dudes enjoy dancing again, like in the days of Soul Train.“ Und dazu sei sie nun einmal besonders gut in der Lage: „There’s no one like Missy. No one“.

Missy Elliott hat in ihrer ruhmreichen Karriere etliche Preise gewonnen, darunter 4 Grammys, 7 MTV VMAs und 3 Billboard Music Awards. Im Frühjahr wurde ihr vom Berklee College of Music für ihren musikalischen Einfluss und ihre langjährige weltweite Bedeutung die Ehrendoktorwürde verliehen. Mit all diesen Verdiensten sieht sie sich heute auch als Vorbild für eine neue Generation von Künstlern – gerade jene, die sich im Instagram-Zeitalter nicht über gute Vermarktung profilieren, sondern einfach ihr Ding machen: „I do want to make the generation behind feel like, don’t be afraid, because we are in a time where so many people can be artists. Now you can just post up, and if it gets to the right person, then it’s just viral“, so Missy in der Marie Claire. „I want to be able to encourage those who don’t go viral … A lot of people out there that have 452 or 100 followers may be talented. I want them to not feel like they have to do what everybody else is doing to gain that attention. Just be you. It’s going to catch hold somewhere.“


Presse: Warner Music Central Europe / Foto: Derek Blanks