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Mit Humor und Soul – Júníus Meyvant im Artheater in Köln

Mit Humor und Soul – Júníus Meyvant im Artheater in Köln

Konzerte sind oft wie ein guter Cocktail, die Mischung macht´s! Genau diese war bei Júníus Mevant im Artheater in Köln perfekt abgestimmt. Ein fabulöser Support und viel Gelassenheit und Humor haben dazu viel beigetragen. Sein neues Album „Across the borders“ ist gerade frisch erschienen und überzeugte schon so, da war die Spannung auf die Liveversionen natürlich etwas höher.


Ein Artikel von Nina Paul – Júníus Meyvant ist mit seinem neuen Album „Across the borders“ auf Tour durch Europa. Gestern war sein Halt das Artheater in Köln-Ehrenfeld und auch hier überzeugte der Isländer mit dem prägnanten Bart wieder seine zahlreich erschienenen Fans.

Isländer unter sich

sind von gelassener Natur und mit einer guten Prise Humor versetzt. So erfreute es einen umso mehr, dass Június Meyvant sich als Support für Axel Flóvent entschieden hatte. Dieser überzeugte in seiner zurückhaltenden Singer-Songwritermanier, dass man nicht viel Show braucht, um das richtige Gefühl zu vermitteln. Nur an der Gitarre spielte er sich somit über 30 Minuten lang in die Herzen der Anwesenden im Artheater.

Wenn schwarzer Humor auf Gelassenheit trifft

Ein Mann mit Bart und Gitarre und seine Musiker. Insgesamt standen sie zu sechst auf der Bühne, die sich in eine Palmenlandschaft verwandelt hatte. Mit Orgel und Klavier, Trompete, Saxophon, Schalgzeug und Bass gab es soundvolle Untersützung auf der Tour. Ein voller Sound, der irgendwie „untypisch islänsisch“ klingt und extrem viel Soul mit im Klang hat.

Mit „Until The Last Minute“ gab es auch gleich direkt den ersten Track aus dem aktuellen Album zu hören. Bis zur letzten Minuten wurde es nun auch besser und besser, die Stimmung stieg, eine Wärme baute sich im Artheater auf und die Musikliebhaber wurden mehr und mehr entspannter und erfreuten sich an der Darbietung der Isländers und seinen Mitstreitern.

Da passt es auch, dass „Holidays“ gleich am Anfang gespielt wurde, denn so fühlte sich der Freitagabend im Köln-Ehrenfelder Club redlich an. Warmes Licht, chillige Sprüche mit dem gewissen Hauch an isländischem Humor, Palmen und die Instrumente war da nur das i-Tüpfelchen. Bis kurz nach 22 Uhr spielte Júníus Meyvant fast alle Songs von „Across the borders“. Das aber auf der Setliste Klangstücke wie „Hailslide“, „Signals“ oder „Color Dacay“ nicht fehlten, wurde das ganze Set zu einer Reise durch die komplette musikalische Welt des Künstlers Júníus Meyvant.

Wenn dann noch so kurze Erzählungen kommen, dass es auf Vestmannaeyjar in Island (Anm. : Júníus wuchs dort auf) nur zwei Skateboarder gab, ihn und seinen Großvater. Dieser nur einmal fiel und daraufhin verstarb, dann weiß man, dieser Mann hat Humor und dieser ist herzlich dunkel.

Alles hat leider mal ein Ende

und dieses gab mit zwei Zugaben: „New Waves“ und „Neon Experience“. Mit rockigem Sound, viel Soul und einem Sound, der einen nur so mitrieß und ein Grinsen ins Gesicht zauberte war es dann auch auf einmal zu Ende. So entspannt, wie es begann, so entspannt leerte sich dann auch langsam nach dem Konzert der Club. Gut, dass Isländer immer etwas gelassener sind, so durfte der nachträgliche Smalltalk und das gute Gläschen Wein oder Bier hinterher natürlich nicht fehlen.


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