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Mit „Könnten Augen alles sehen“ veröffentlicht Lina Maly heute ihr zweites Album

Mit „Könnten Augen alles sehen“ veröffentlicht Lina Maly heute ihr zweites Album

Fragte man in den letzten Jahren nach einer der herausragendsten deutschen Singer-Songwriter-Newcomer*innen, bekam man meist eine Antwort: Lina Maly. Seit die Hamburger Musikerin 2016 ihr Debütalbum „Nur zu Besuch“ veröffentlichte, rissen die Lobeshymnen nicht ab. Nun ist Lina Maly zurück mit ihrer zwieten Platte „Könnten Augen alles sehen“.


Drei Jahre sind seit ihrem Debütalbum vergangen. Drei Jahre, in denen sie inzwischen nach Berlin gezogen ist und weiter an neuen Songs gearbeitet hat. Linas heute veröffentlichtes Album „Könnten Augen alles sehen“ ist voller Hymnen auf ein selbstbestimmtes Leben und ein Abgesang auf das Perfekte und musikalisch die logische Fortsetzung des Debüts.

Zuletzt wirkte Lina Maly im Song „Wach“ des Hamburger Rappers Disarstar mit. Dessen anschließender Kommentar zur Zusammenarbeit sagt eigentlich alles: „Lina Maly ist 21, sie schreibt selbst und ich prophezeie ihr eine ultragroße Karriere. Die kann das, was sie macht, im Prinzip noch dreißig Jahre machen und es vergeht einem Hören und Sehen, wenn man sich vorstellt, wie sich das anhört in dreißig Jahren.“ – passenderweise gibt es auf ihrem Album den Track „Nomade“, auf dem Disarstar seinerseits als Gast mitwirkt.

„Ihre Lieder“, urteilte Die Welt über Lina Maly zur ersten Platte, „sind so eigenwillig schön, so allgemeingültig, ohne erwachsen zu wirken, so wahr, ohne klug sein zu wollen, dass man sich fragt: Wie kommt ein so junger Mensch dazu, solche Musik zu machen?“. Galore betonte: „Dass sie für das Lebensgefühl des ratlosen, aber nicht gedankenlosen Dazwischens dermaßen unverbrauchte Worte findet, zu der dennoch jeder sofort Zugang findet, ist ein Verdienst am Pop, der ihr nicht hoch genug angerechnet werden kann“.

Lina Maly wollte für ihr zweites Album mehr. Beziehungsweise weniger. Weniger Meinungen von außen, mehr zeigen von sich selbst. Um so der eigenen Wahrheit, dem eigenen Wesen immer näher zu kommen: „Ich habe mir gesagt: Wenn ich das jetzt mache, wenn ich jetzt diesen Weg gehe, dann so richtig.“ Ein Album machen also, dass noch viel mehr Lina Maly ist, noch näher dran ist, noch tiefer blicken lässt. Das auch mal weh tut. Vor allem auch ihr selbst.

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Diese Emanzipation, dieses Bekenntnis zu sich selbst, spiegelt sich in fast jedem Song wieder und bei all der Schwere, die manche ihrer Themen in sich tragen, gelingt es Lina Maly jedoch, nie die Leichtigkeit zu verlieren. Musik und Stimme sind beide stets klar und sphärisch zugleich, ganz nah beim Zuhörer und doch an tausend schönen Orten. „Es ist vorbei und ich freu mich“ singt sie, es ist das leichtherzigste Abschiedslied, dass man sich vorstellen kann.


Presse: Warner Music Group Germany Holding GmbH / Foto: Mightkillya

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