Ein Artikel von Carolin Czarnecki – es ist ein kalter und sonniger Tag in Düsseldorf und niemand geringeres als Folkrock-Sänger Frank Turner bittet zum Tanzen in der Mitsubishi Halle ein.

Doch bevor es erstmal für den Engländer selbst auf die Bühne geht, heizen zwei Vorbands, Xylaroo und die Kanadier Pup, die Menge ein – von Frank und seiner Band, den Sleeping Souls, selbst ausgesucht. Auch wenn sich die Vorbands wunderbare Mühe geben dem Publikum zu gefallen und versuchen es einzuheizen – die Leute bleiben etwas skeptisch, dennoch hier und da erblickt man jemanden der zur Musik abgeht.

Das ändert sich leider auch nicht wirklich als Frank und seine Band die Bühne betreten. So viel Frank und seine Band auch tun – richtig Stimmung will irgendwie nicht aufkommen. Das mag weniger am Können liegen, als an der Tatsache dass jeglicher Fankontakt in der Mitsubishi Halle kaum vorhanden ist und schon Bands wie Fall Out Boy dort scheiterten. Man kann Frank aus England holen, aber England nicht aus ihm – er und seine Band geben trotzdem alles auch wenn das Publikum leider öfter etwas träge wirkt und kaum mitsingt.

Trotzdem sind es 2 wunderbare Stunden in denen alte Songs wieder gespielt werden, so spielt Frank eine Handvoll Songs nur alleine mit seiner Gitarre wie in alten Zeiten oder singt sogar einen seiner Songs „Eulogy“ komplett auf Deutsch. Obwohl der Abend etwas merkwürdig wirkt, bleibt der Engländer charmant wie eh und je – geht mit seinen Fans in den Moshpit und tanzt sogar den Walzer mit einer seiner Fans im Interlude von „Four Simple Words“.

Vielleicht ist es wirklich die Halle die dem Abend diesen kleinen Makel verliehen hat – viele Bands scheinen in der Mitsubishi Halle Probleme zu haben eine gute Stimmung aufzubauen. Eingefleischten Frank Turner Fans war das jedoch egal, sie haben ihren liebsten English-Man wieder live gesehen und mit ihm getanzt, gesungen und gefeiert.


Autorin: Carolin Czarnecki Foto: Nina Leone