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Mitreißender Pop mit Power – Sigrid in der Kölner Live Music Hall

Mitreißender Pop mit Power – Sigrid in der Kölner Live Music Hall

SIGRID ist auf Erfolgskurs. Die gerade mal 22-jährige Sängerin aus Norwegen startete 2017 mit Ihrem Song ″Don’t Kill My Vibe″ international durch. Seit dem folgte der Hit ″Strangers″, Auftritte bei der Verleihung des Friedensnobelpreises, eine Kampagne für Apple Music, und der Erhalt des ″Spellmannprisen″, in der Kategorie Newcomer, der der wichtigste norwegische Musikpreis ist. Auch 2018 ist, mit eigener Europa-Tour und später als Support der Band Maroon 5, kein Ende Ihres Erfolges in Sicht. Mit Ihren mitreißenden Popsongs hat sich SIGRID innerhalb kürzester Zeit eine treue Fanbase gesichert.

Am 17. September stoppt die Norwegerin mit Ihrer Tour in der Live Music Hall in Köln. Als Support hat Sie die 17-jährige Sängerin HALIE mitgebracht, ebenfalls aus Norwegen und genau wie Sigrid, voller Energie und Talent. Um 20 Uhr betritt die rothaarige Halie die Bühne und wärmt das Publikum mit Ihren Songs, wie ″Echo″ und ″Youth″, innerhalb kürzester Zeit auf. Mit Ihrer positiven Ausstrahlung und beeindruckenden, klaren Stimme überzeugt Sie an diesem Abend die gesamte Live Music Hall, die Sie am Ende mit lautem Applaus verabschiedet. HALIE ist eines der jungen Talente, von denen man noch viel hören wird.

Das Publikum an diesem Abend ist gemischt aber in der Vielzahl im gleichen Alter wie SIGRID. Während der Umbaupause wird sich, in der immer voller werdenden Halle, schon mal ein bisschen warm getanzt und -gesungen. Um kurz nach 21 Uhr betritt die grazile Sängerin in Jeans und weißem T-Shirt die Bühne, und schon bei den ersten Tönen merkt man, dass man hier eine junge Frau mit viel Persönlichkeit und Talent vor sich hat. Begleitet wird Sigrid von einer Backgroundsängerin, Schlagzeug, Keyboard und Bass, allesamt in Schwarz gekleidet. SIGRID nimmt mit Ihrer energievollen Performance die ganze Bühne ein und sorgt tanzend und springend mit Songs wie ″Don’t Kill My Vibe″, ″High Five″ und ″Schedules″ für Stimmung.

Dass die Sängerin auch gefühlvoll kann, beweist Sie mit ″In Vain″, dem traurigsten Song, den Sie je geschrieben hat, und nur in Begleitung vom Keyboard emotional vorsingt. Es folgen laut Sigrid ″a bunch of sad songs″, aber durch die humorvolle, sympathische Art der Sängerin, bleibt die Stimmung auf dem Höhepunkt. Das Publikum ist durchweg textsicher und beleuchtet die Live Music Hall mit Handytaschenlampen.

Als um 22 Uhr Sigrids Hit ″Strangers″ als letzter Song gespielt wird, tanzt und singt die gesamte Halle mit. SIGRID und Ihre Band verbeugen sich noch, um dann, unter tosendem Applaus die Bühne zu verlassen. Als das Publikum beim Verlassen der Halle von Totos ″Afrika″ begleitet wird, sieht man kein einziges Gesicht, das nicht lächelt.


Text: Lisa Schulz / Foto: Nina Paul

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