Wenn Vance Joy zu singen beginnt, scheint die Sonne – da kann es noch so bewölkt und grau vor der Haustür sein. Als der australische Lockenkopf vor nunmehr 5 Jahren seinen zweiten Song „Riptide“ veröffentlichte, eroberte er gemeinsam mit seiner Indie-Folk-Tanz-Hymne die ganze Welt im Sturm. Nach dem 2014er-Erstlingswerk „Dream Your Life Away“ erscheint nun sein langersehnter Nachfolger „Nation Of Two„.

Bereits der Opener „Call If You Need Me“ versprüht diese gewisse Magie, die sich ausnahmslos durch das weitere Dutzend Song des Albums zieht. Eine Mischung aus zarten Momenten, in denen man jeden Seitenanschlag der Akustikgitarre wahrnehmen kann, aus welchen sich eine allmähliche Stärke entwickelt und meist im Refrain in ein Feuerwerk aus diversen Instrumenten ausbricht.

Manchmal holt Vance Joy sogar seine Ukulele hervor und erinnert damit an die guten alten Zeiten, in denen Jason Mraz von Besitzansprüchen sang. Im Fall von „Saturday’s Sun“ handelt es sich Tanznummer und Ohrwurmgarant zugleich. Auch das Tamburin spielt als taktgebendes Element eine Hauptrolle in der Instrument-Sektion. Schnellere Songs tänzeln um ruhigere Gefühlsnummern herum, ein treibender Mountain Sound-Flair liegt seelenruhig über allem.

„Oh, Saturday Sun
I met someone
Don’t care what it costs
No ray of sunlight’s ever lost“

Nation Of Two“ ist Musik für den Sommer. Und selbst wenn die sehnlichst erwartete Jahreszeit noch einige Wochen auf sich warten lassen mag, so sorgt das Album zumindest für eine dicke Ladung Vitamin D im Herzen. Der australische Sänger beweist einmal mehr, dass er mit Sicherheit kein One-Hit-Wonder-Typ ist. Nachdem ich bereits vor einigen Jahren „Mess Is Mine“ vom ersten Album in den heiligen Olymp meiner All Time-Favourites aufnahm, kann auch das Nachfolgeralbum über die Länge von 45 Minuten überzeugen. Wer ansonsten auf The Lumineers, Ben Howard und Folk-Konsorten steht, ist hier gut aufgehoben!

Autorin: Anna Fliege

Photocredit: Justin Bettman

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