Endlich hat das Warten ein Ende, endlich können wir durchatmen: Die Parcels kündigen heute endlich ihr selbstbetiteltes Debütalbum an! Großartige Singles, eine Mega-Kollabo mit den lebenden Legenden von Daft Punk und bezaubernde Konzerte wie Festivalauftritte liegen hinter uns, man hat sich längst verliebt in den Sound und das Flair, das die fünf Australier versprühen – gefehlt hat bisher immer nur ein Datum für ein erstes Album. Die Singles der letzten Monate machten uns das Warten weiter schmackhaft und jetzt, wo es langsam vorbei ist mit dem Sommer, kommen sie mit ihrem simpel selbstbetitelten Debüt um die Ecke, um den Sommer auf im stürmischen Herbst in unseren Herzen zu halten, wenn „Parcels“ am 12. Oktober erscheint.

Um diesen Tag gebührend zu feiern, hat die in Berlin lebende, australische Band mit „Lightenup“ gleichzeitig nicht nur eine neue Single, sondern auch ein neues Video veröffentlicht. Der Song ist damit nach dem schwülen, Disco-infizierten „Tieduprightnow“ und „Bemyself“ die dritte Vorab-Veröffentlichung der LP. Mit mittlerweile über 65 Millionen Streams, ausverkauften Shows, ihrem US-TV-Debüt bei Conan und nicht zuletzt der Kollaboration mit Daft Punk auf der Single „Overnight“ im Gepäck, ist es nicht übertrieben, von einer Band zu sprechen, die steil auf dem Weg nach oben ist.

Das Album hat die Band in Berlin geschrieben und auch produziert. Mit „Lightenup“ zeigt sich ab heute ein weiterer Aspekt dieser Arbeit. Der Song, so sagt die Band, enthält Elemente von “disco and funk and classic grooving music. And it was an important song to us because the lyrics come from the voice of the band. Usually the lyrics are personal. But these ones are really coming from the band. That’s the most representative of us.” Das “Lightenup”-Video indes erkundet den verführerischen Zauber der Macht und lässt Inspirationen aus dem Werk Helmut Newtons genauso erkennen wie von Guy Bourdins Album-Artwork für Bozz Scaggs‘ „Middle Man“.

Das anspruchsvolle, musikalisch höchst ansteckende und Genregrenzen überschreitende Album ist die Arbeit fünf junger Herren, die gerade mal in ihren Zwanzigern angelangt sind und die dem ein oder anderen Zuhörer erscheinen mögen, als seien sie geradewegs aus unbekannten Sphären ins Hier und Jetzt gebeamt worden.

Louie Swain (Synths), Patrick Hetherington (Synths), Noah Hill (Bass), Anatole Serret (Drums) und Jules Crommelin (Gitarre) sind Schulfreunde aus Byron Bay. Vor drei Jahren wagten sie den großen Schritt und zogen nach Berlin, jenem kreativen Dickicht, das bestens zu ihren künstlerischen Ambitionen passt. Der frühe Sound der Band reflektiert diese Erfahrungen des Reisens und der Veränderung und folgt dabei einem Pfad, der an den Beach Boys und Chic genauso entlangführt wie an den Yacht-Rock-Heroen von Steely Dan, während Elemente von Electronic, Funk und unermüdlich ausgearbeiteten Live-Qualitäten mitverarbeitet werden. Am Ende steht klassischer und zugleich zeitgemäßer Pop.

Es ist dort, in ihrem Berliner Exil, dass sich die Alchemie, welche die Parcels so erfrischend anders klingen lässt, zum ersten Mal herauskristallisiert: ihre beinahe manische Perfektion bei Produktion, Komposition und Arrangements und Liveshows, so vollkommen dargeboten, dass Daft Punk die Parcels vom Fleck weg zur Zusammenarbeit ins Studio mitnahmen (übrigens das erste Mal, dass das Duo mit einem „neuen“ Act kollaborierte, was die Parcels in eine Reihe mit Musikerkollegen wie Kanye West, The Weeknd und Pharrell stellt).

Wenn diesen Herbst mit „Parcels“ die zwölf musikalischen Dosen gleißenden Sonnenscheins erscheinen, dann sollte man sie als akustisches Sonnenbett verstehen, das einen durch die kalten Monate bringt. Bis es soweit ist, könnt ihr die Band noch beim Reeperbahn Festival und später auch auf hiesigen Bühnen sehen.

„Parcels“ erscheint am 12.10.2018 via Kitsuné / Because Music bei Caroline International.



PARCELS live

21.09.18: Hamburg – Große Freiheit 36 / Reeperbahn Festival
18.11.18: Köln – Live Music Hall
05.12.18: Stuttgart – LKA Longhorn
06.12.18: Wiesbaden – Kulturzentrum Schlachthof
10.12.18: München – Muffathalle
11.12.18: Dresden – Alter Schlachthof
12.12.18: Berlin – Astra Kulturhaus


Autorin: Anna Fliege / Presse & Photocredit: Caroline Music