Wüsste man es nicht besser – und stünden diese Sätze in einem Buch, so einem, wo ein sprachbegabter Musiker aufregende Momente seiner Biografie zur Vorlage furioser Fiktion nimmt, und dann mit Gedanken und Figuren herrlich fliegen geht, so jemand vielleicht wie der weithin gefeierte Selfmade-Romancier Thorsten Nagelschimdt aka Nagel – hätte man den folgenden Satz im vergangenen Jahr zweifellos für reine Fantasie gehalten, denn nichts schien absurder: Muff Potter kehrten zurück auf die Konzertbühnen!


Tatsächlich und in Farbe und Fleisch und Blut! Und das gleich für sieben Konzerte deutschlandweit, die nach nur wenigen Minuten restlos ausverkauft waren. Nach fast einem Jahrzehnt konsequenter Stille, mit den Original-Protagonisten, mit der Wut von damals und all diesen Songs, die sehr vielen sehr guten Menschen im Deutschland des Neumillenniums zum Ausdruck der eigenen Widersprüchlichkeit und Fehlerhaftigkeit wurden.

Es wurden sieben Abende, die keiner der Anwesenden vergessen wird, denn sofort war sie wieder da, diese Energie, diese Dringlichkeit und Unmittelbarkeit – und niemand, der das erlebt hat, konnte glauben, wie lange es irgendwie doch weiter ging mit dem Leben und ohne Muff Potter. Nachdem die Band zusätzlich zu diesen Clubkonzerten in diesem Sommer eine Handvoll Festivalshows gespielt hat, kehren sie nun im November aufgrund der großen Nachfrage und noch größeren Fanliebe noch ein weiteres Mal in die deutschen Clubs zurück.

Und man fragt sich letztlich nur eins: Werden diese Tickets noch schneller weggehen als jene der ersten Tour? Aller Voraussicht nach schon.


22.11.2019 Berlin – Columbiahalle*
23.11.2019 Köln – Palladium*
25.11.2019 Karlsruhe – Substage
26.11.2019 Dortmund – FZW
28.11.2019 Osnabrück – Rosenhof
29.11.2019 Leipzig – Werk2
30.11.2019 Hamburg – Docks

* Support für Hot Water Music



Presse: FKP Scorpio / Photocredit: Yannic Bill