„No, you’re not gonna get what you need
But baby, I have what you want“


Ein Artikel von Lisa Schulz – Acht Jahre hat uns die schwedische Künstlerin Robyn seit Ihrem letzten Album warten lassen. 2010 veröffentlichte die Künstlerin Ihre „Body Talk“ Reihe, bestehend aus drei Alben, denen jeweils eine Singleveröffentlichung zuvor ging. Doch nach der darauf folgenden Tour wurde es still um die bekannte Sängerin. Am 26. Oktober kehrte Sie nun endlich wieder mit frischer Musik zurück.

Nach Ihrem Hit „Dancing On My Own“ dürfte Ihr Name niemandem mehr ein Fragezeichen ins Gesicht zaubern. Die Schwedin macht kraftvollen Elektropop, ist seit 1994 im Musikgeschäft und hat mittlerweile Ihre eigene Plattenfirma gegründet. Robyn ist eine der weiblichen Vorzeigekünstlerinnen, die für Stärke und Unabhängigkeit im Musikgeschäft stehen, und ist somit Vorbild für viele Ihrer Fans. Sie singt über emotionale Themen wie Tod oder Liebeskummer, verfällt dabei aber nicht in eine Schutzhaltung, sondern steht immer mit erhobenem Haupt da und trotzt so jedem Tiefpunkt.

„Honey“ via Embassy One ist Robins achtes Studioalbum und ist deutlich ruhiger als Ihre vorherigen Werke.

 
Die Schwedin verarbeitet auf dem Album den Tod eines Freundes und das Ende einer Beziehung, beides keine leicht verdaulichen Themen. Doch Robyn hat sich noch nie davor gescheut, persönlich zu werden, was Ihren Songs die Distanz nimmt und sie damit enorm zugänglich macht.

„Missing U“ ist die erste Singleauskopplung des Albums und wurde bereits 12 Mio. Mal auf Spotify gestreamt. Der zweite vorab veröffentlichte Song ist „Honey“, den Robyn speziell für Lena Dunhams Erfolgsserie „Girls“ schrieb. Während mit „Beach2K20“ ein Dance/Electronic-Song entstanden ist, ist „Ever Again“ mit seinen entspannten Beats der perfekte Abschluss für „Honey“. Die Songs auf dem neuen Album klingen verletzlich, traurig, manchmal euphorisch, aber immer nach Robyn.

„Honey“ ist durchweg gelungen und facettenreich. Die darauf enthaltenen Songs sind jeder für sich melodisch und in sich stimmig, klingen warm und herzlich und laden gleichzeitig, wie bei Robyn nicht ungewöhnlich, zum Tanzen ein.


Autorin: Lisa Schulz / Foto: Heji Shin