Neue Runde, neues Glück! Auch diese Woche gab es wieder viele neue bunte Musikfilmchen zu bestaunen. Welche Videos unter anderem dazugehörten, schaut und hört rein!


Green Day

Die US-amerikanische Punkrock-Band Green Day veröffentlicht mit „Oh Yeah!“ eine neue Single aus ihrem am 07. Februar 2020 erscheinendem neuen Album „Father Of All…“. Der Song ist ein Sample von Joan Jett und beinhaltet auch kurze Gesangsmitschnitte von der Sängerin aus „Do You Wanna Touch Me (Oh Yeah)“, ein Cover vom gleichnamigen Track von Gary Glitter aus dem Jahr 1973.

Presse: check your head


Antilopen Gang

Dass Rapper über Sex rappen, ist nichts ungewöhnliches – aber sie tun es fast immer, indem sie sich als hypermaskuline, perfekt funktionierende Potenzmaschinen inszenieren. Die neue Antilopen Gang-Single „Bang Bang“ ist anders. Sie berichtet lässig, überraschend und explizit von den Problemen und Unsicherheiten, die sich aus dem komplexen Geflecht erster sexueller Erfahrungen, Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Erwartungshaltungen zwangsläufig ergeben.

Das neue Antilopen Gang-Album „Abbruch Abbruch“ erscheint am 24. Januar 2020.

Presse: check your head


KLAN

In ihrer neuen Single „Baby Baby“ beschwören die Brüder Michael und Stefan von KLAN die Schönheit des Scheiterns und die Freude des Überwindens. „Beim ersten Mal tut’s weh. Beim zweiten Mal ok. Beim dritten Mal Uh, Baby Baby!“

Produziert wurde der Song von KLAN und Nico Rebscher, der bereits für Hits wie „No Roots“ von Alice Merton gesorgt hat. Musikalisch bewegt sich „Baby Baby“ zwischen Hip Hop, Blues und Disco.

Für das Video führen die beiden nebenberuflichen Schauspielenthusiasten ihre Video-Reihe fort und interpretieren eine ikonische Szene der Filmgeschichte neu: Dieses Mal haben sie sich die verletzliche und zugleich erotische Zeichenszene von Jack und Rose aus Titanic ausgesucht. Es ist der dritte Teil einer Serie, denn sie haben bereits zur Vorgängersingle „Tut mir Leid“ eine epische Filmszene reenacted, und zwar aus dem Film „Wolf Of Wall Street“ mit Leonardo Di Caprio, bei dem ein Geschwisterstreit mal anders dargestellt wird. Das Video zu „Bei Dir“ imitierte Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“.

Der Release der Single ist gleichzeitig die Ankündigung zur neuen KLAN „Winterseite“ EP, die am 21.02.2020 erscheint. Die neuen Songs wurden in absoluter Do-It-Yourself-Manier von Stefan produziert. Der Sound ist reifer geworden und KLAN interpretieren den Pop immer mehr als genrefreien Spielplatz, auf dem man sich austoben kann. Die EP enthält 7 Songs und eine kleine Geschichte, Ausgangspunkt ist der Winter und das nicht nur als Jahreszeit, sondern auch als innerer Zustand, der uns alle betrifft. Weil das jedoch etwas einseitig wäre, bleibt stets der Ausblick, die Sehnsucht und Freude auf den Sommer.

Presse: Warner Music Germany


Blond

Immer im falschen Moment, immer zur Unzeit! Monat für Monat können Frauen in unangenehme, durchaus spielverderbende Situationen kommen. Die „Periode“ ist kein aparter Luxus-Fummel, kein mystisches biologisches Wunder oder Fun-Trend unter Feministinnen, sondern eine für viele Frauen immer wiederkehrende, mit Krämpfen, Stimmungsschwankungen und Schweißausbrüchen verbundene Belastung in verschiedenen Lebenslagen. Dazu der Ekel anderer und das große Unwissen über weibliche Körper und fertig ist das ewige Tabu. Für Blond war es eine kreative Herausforderung, sich mit diesem schambehafteten und auch in der Popwelt relativ unterbelichteten Thema zu beschäftigen.

Das Debütalbum „Martini Sprite“ von Blond erscheint am 31. Januar 2020.

Presse: check your head


Megaloh

Megaloh meldet sich zurück! Und das mit einem Knall. Auf seinem neuen Track „Was Ist Das?“ stellt der MC – gewohnt ungeschliffen und kraftvoll – die Szene und den gesellschaftlichen Status Quo in Frage.

2020 hat Megaloh sich emanzipiert und seinen Ausblick auf die Welt justiert. Heute ist Rap für ihn mehr ein Vibe als alles andere. Auf ‚Was ist das?‘ verbindet sich Golden Era Skill gekonnt mit einer Fusion aus Trap und Grime Elementen. Mit dabei auch wieder Hausproduzent Ghanian Stallion, der diesen State of the Art Beat dem im Frühjahr 2020 kommenden Album beigesteuert hat.

Presse: Universal Music GmbH


Fickle Friends

Nach ihrer letzten Single „Amateurs“, die seit über acht Wochen in den beliebten Spotify-Playlisten „Indie List“ und „Indie Pop“ zu finden war, legen Fickle Friends nun mit „Pretty Great“ einen zweiten Song aus ihrem kommenden Album nach. Eine groovigen Heavy-Pop-Hymne über die Reflexion flüchtiger Leidenschaft ohne Reue!

„Der Track ‚Pretty Great‘ entstand nach einem langen Tag des Schreibens, an dem wir uns zunächst nicht mit unseren Ideen anfreunden konnten. Wir hörten gegen 9 Uhr auf, öffneten etwas Wein und hörten uns ein paar Sheryl Crow Songs an. Jack fing einfach irgendwie an, auf der Gitarre zu jammen und die Worte und Melodie fielen mir buchstäblich aus dem Mund. Wir schrieben den Song in ungefähr… einer Stunde und wussten nicht, ob es ein Witz war oder tatsächlich das Beste überhaupt ist… am Morgen entschieden wir uns, dass es das Letztere war „, so Natassja Shiner, die Sängerin von Fickle Friends.

Die Band gilt als eine der beständigsten DIY-Bands in Großbritannien, deren harte Arbeit sich auszahlte, als ihr Debütalbum 2018 in die Top 10 kam. Einige Monate später spielten sie eine ausverkaufte Show im „Shepherds Bush Empire“ in London und markierten damit einen Höhepunkt der vielen Jahre, die sie seit ihrem ersten Treffen in Brighton gemeinsam unterwegs sind.

Nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Tour durch Großbritannien im Dezember 2019 dürfen sich nun auch die deutschen Fans Hoffnungen machen, dass die Band auch hierzulande die Konzertsäle füllen wird.

Presse: popup-records


Balbina

Balbina vereint im Video zum Song „Machen (featuring Herbert Grönemeyer)“ eindrucksvolle weibliche Charaktere, mit denen sie Hand in Hand eine zuversichtliche Utopie des Matriarchats abbildet. Ein ovaler Tisch besetzt mit Journalistinnen, Performerinnen, Rapperinnen, Sportlerinnen, Unternehmerinnen – Frauen in leitenden Positionen, wird zum Symbol einer vereinten Kraft. Ein Bild weiblicher Entschlossenheit die Zukunft mit all Ihren Herausforderungen und Problemen zu bewältigen, Stärke zu bündeln, um ein besseres Jetzt zu erschaffen.

Das Album „Punkt.“ von Balbina ist seit dem 10. Januar im Handel.

Presse: check your head


Best Coast

Die kalifornische Band Best Coast, bestehend aus der unbändigen Frontfrau Bethany Cosentino und dem Multiinstrumentalisten Bobb Bruno melden sich mit ihrer zweiten Single „Everything Has Changed“ aus ihrem fünften Album „Always Tomorrow“, das am 21.02.2020 erscheinen wird, zurück. Besonders Cosentino gibt dabei einen tiefen Einblick in ihr Leben und zieht dabei ein Resümee aus einem Jahrzehnt Bandgeschichte.

Die starke Rock-Hymne mit einem leicht melancholischen Einschnitt ist eine sehr persönliche Angelegenheit für die Band und zeigt sowohl die Schatten- als auch die Lichtseiten des Duos aus Los Angeles. Wie viel sich in einer Dekade verändern kann, wird in jeder Strophe des Songs deutlich. Umso mehr dürfen wir uns auf das kommende Album freuen, welches Cosentino mit folgendem Zitat beschreibt: „This album ist the story of a second chance.“

Best Coast gelten dabei als eine der wichtigsten Stimmen der Independent-Musik und erweitern ihre von den 70er Jahren inspirierte Musik mit ihrem charakteristischen Indie-Pop-Sound zu einer harmonischen Mischung aus melodischen Gitarren und Keyboards, die so warm und erfrischend sind, wie eine kalifornische Brise.

Auch auf das dazugehörige Musikvideo, das unter der Regie von Ryan Baxley entstanden ist und dabei eine Reihe von Leuten aus einer von Bethanys Lieblingsshows, der amerikanischen Reality-Fernsehserie Vanderpump Rules zeigt, dürfen wir gespannt sein. Die Band wird ab Ende Februar durch die USA und Kanada touren und ihren Fans das lang ersehnte Album vorführen.

Presse: popup-records


Tiemo Hauer

Hauer hadert. Mit sich, mit der Welt, mit den Menschen und den begleitenden Umständen, die sogenannte Gegenwart. Was als feiste Beschwerde ans Leben hätte enden können, ist auf Tiemo Hauers fünftem Album “Gespräche über die Vor- und Nachteile des Atmens” (VÖ: 13.03.2020) eine vielfarbige Selbstbeleuchtung geworden. Es sind 14 Songs aus dem Epizentrum einer Orientierungskrise, die viele haben, aber über die keiner spricht. Hauer wird laut, wird wütend, wird melancholisch, fackelt ab, dreht sich im Kreis, bricht aus, bricht auf.

Musikalisch wie textlich ist es sein bisher facettenreichstes und intimstes Album. “Gespräche über die Vor- und Nachteile des Atmens” protokolliert die Erlebnisse aus drei turbulenten Jahren im Leben Tiemo Hauers, die so ganz anders gelaufen sind als geplant, gehofft, gewünscht. Nach der im Februar 2019 erschienenen EP “Ein kurzes für immer”, auf der er eine Trennung verarbeitet, bietet der Langspieler jetzt Platz für alles, was sonst noch so los war: berufliche und persönliche Abschiede, Sinnsuche am Boden von leeren Gläsern und die Frage danach, was wir hier eigentlich alle machen.

Hauers Erzählstimme mäandert dabei zwischen den Polen. Da ist ein junger Mann, der klingt wie ein alter – zum Beispiel im Opener und Titeltrack, der schwer und dunkel im Magen liegt wie Rotwein. Da ist ein Idealist, der den Glauben an das Gute manchmal verliert – und in “Aufeinanderliegen” zwischen zwei Körpern wiederfindet. Da ist ein kluger Beobachter, der den Weltschmerz, die Zweifel an den Menschen und die eigene Ziellosigkeit einkreist – und in “Sie laufen” benennt und entwaffnet.

Und vor allem ist da ein Künstler, der sich mitten im Chaos freigeschwommen hat. Mit seinem langjährigen Gitarristen an der Seite nimmt er den Produktionsprozess von Anfang bis Ende in die eigene Hand. “Gespräche über die Vor- und Nachteile des Atmens” ist ein Wachstumsschub. Tiemo Hauer ist immer noch Tiemo Hauer. Aber lauter, größer, tiefer, ironischer, und ja: erwachsener. Keine schlechte Bilanz für eine Achterbahnfahrt.

“Gespräche über die Vor- und Nachteile des Atmens” erscheint am 13.03.2020 bei Radicalis. Ab 15.11.2019 ist das Album vorbestellbar. Zugleich erscheint an diesem Tag der gleichnamige Titeltrack als erste Single-Auskopplung. Ab April 2020 ist Tiemo Hauer dann auf Tour in Deutschland und der Schweiz.

Presse: Radicalis GmbH


Tomi Saario

Auf seiner Debütsingle „Just A Little“ präsentiert sich der finnische Singer-Songwriter Tomi Saario als überzeugender Geschichtenerzähler mit einer unfassbaren Begabung für Melodien und Chorusse, die tief in Herz und Kopf vordringen. Eigenschaften, die einen kaum überraschen, wenn man bedenkt, dass er bereits seit erstaunlichen 20 Jahren Gitarre spielt. Im zarten Alter von 5 Jahren bekam er eine Akustikgitarre geschenkt und brachte sich selbst bei wie man Rock ’n‘ Roll Riffs spielt.

„Just A Little“ ist ein Paradebeispiel für Saarios Offenherzigkeit beim Schreiben. Ein Song, dessen mit zitternden Fingern gezupftes Gitarrenspiel an die wild flatternden Schmetterlinge einer neuen Liebe erinnern, ist ein Beispiel für etwas, von dem er sagt, dass man es nur erreichen kann, indem man die Dinge auf einzelne, präzise Momente hinunterbricht: „Über die gesamte Bandbreite des Kreislaufs des Lebens oder einfach generell über die Liebe zu schreiben ist zu umfassend“, erklärt er. „Ich muss mich von spezifischen Momenten inspirieren lassen, z.B. davon, an einem Sonntag im Bett zu liegen und mir mit dem Finger etwas auf meinen Rücken kritzeln zu lassen.“

Mit sieben Jahren entdeckte Saario ein Genre für sich, welches sein Songwriting grundlegend beeinflussen würde. „Ich hörte Stevie Ray Vaughan und in diesem Moment bin ich dem Blues verfallen“, erzählt er und zählt BB King und Albert King als weitere Einflüsse auf. „Ich liebe es, Popsongs und -melodien zu schreiben, aber mit einem souligen und bluesartigen Rückgrat. In den Gitarrenriffs, die ich schreibe, steckt Blues drin, aber gleichzeitig werden sie von skandinavischen Popmelodien vorangetrieben.“

Obwohl der Musiker schon seit frühsten Kindertagen leidenschaftlich auf seinen sechs Saiten spielt, schrieb er erst mit 17 Jahren seinen ersten eigenen Song. Bis dahin hatte er sich, wie wohl die meisten Kinder seines Alters, mehr mit Fußball beschäftigt. Er nahm an Trainingscamps für die finnische Junioren-Nationalmannschaft teil und trat gegen Teams wie Real Madrid an. „Aber dann musste ich feststellen, dass mir die Musik eindeutig besser liegt und als ich endlich anfing, eigene Songs zu schreiben, war die Sache geritzt.“ , erklärt er.

Doch bevor er sich komplett seiner Musik verschreiben konnte, musste Saario noch Militärdienst leisten – dieser ist in Finnland für Männer über 18 noch immer Pflicht. Dort war er Mitglied des Stadtkampf-Trupps, eine Erfahrung, die er als sehr wertvoll beschreibt, wenngleich er sie auch nicht wiederholen möchte. „Hätte ich in diesem Jahr irgendetwas anderes gemacht, hätte es mein Leben niemals so sehr bereichert wie der Militärdienst“, erläutert er. „Die Prüfungen, die wir dort absolvieren mussten, zeigen einem genau auf, wie weit man sich selbst pushen kann.“

Nach seiner Rückkehr vom Militär verließ Saario seine Heimat in Nordfinnland und begab sich in eine der größten Musikmetropolen der Welt: London. Dort angekommen, erwartete Saario keinesfalls, dass ihm Ruhm und Erfolg einfach in den Schoß fallen würden. Er trat unermüdlich auf, spielte rund 1.000 Shows in 3 Jahren und machte praktisch bei jedem Open Mic Abend mit. Seine Mutter half ihm, indem sie eifrig recherchierte wo in der Stadt er überall auftreten könnte und ihm eigenhändig ein Büchlein zusammenstellte mit Locations, Zeiten und Infos dazu, wie er sich anmelden kann.

Presse: Nordic by Nature