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Neu auf dem Videomarkt #160

Neu auf dem Videomarkt #160

Um Musik zu erleben, muss man momentan nicht raus gehen. Sei es die vielen Livestreams von Konzerten, die uns die Künstler momentan für lau anbieten oder eben die dicken Pakete voller Musikvideos und Albumanküdigungen. Wir haben für euch somit wieder eine gute Packung an neuen Musikvideos frisch zusammengepackt, die ihr auch gemütlich von der Couch aus genießen könnt.


MiA.

Bevor nächste Woche ihr neues Album „Limbo“ erscheint, veröffentlichen MiA. diesen Freitag die neue Single „No Bad Days“ mit einem starken Hintergrund:

Die Idee für den Song kommt der Band beim Durchforsten ihres Instagram-Feeds. Auf einem Foto zu sehen: Marie, 25, MiA.-Fan durch und durch, in der ersten Reihe beim Konzert. Auch im Bild: Ihr Unterarm. Auf dem steht, in großen bunten Buchstaben „No Bad Days“ tätowiert. Warum nicht einfach mal die Connection zwischen Künstler und Fan umdrehen? Den Song zum Tattoo schreiben und nicht umgekehrt? Eben. Unter dem Vorwand, eine Doku über MiA.-Fans zu drehen, von der Band aus ihren eigenen vier Wänden gelockt, um dann heimlich das Wohnzimmer kurzerhand zur Bühne umzufunktionieren und dort nach Maries Rückkehr gemeinsam mit jeder Menge Konfetti die Weltpremiere von ihrem Song zu feiern.

Presse: Radicalis GmbH


Lamb Of God

Lamb Of God haben das neue Musikvideo zu ihrem neuen Song „Memento Mori“ veröffentlicht. Der Track ist der Opener des neuen Albums „Lamb Of God“, das am 08. Mai 2020 via Nuclear Blast erscheinen wird.

Lamb Of God-Sänger Randy Blythe zum neuen Song und Video:

„Es gibt eine riesige Menge an unbestreitbar realen und deprimierend negativen Ereignissen, die sich auf der ganzen Welt abspielen“, erklärt Blythe. „Derzeit steht die globale COVID-19-Pandemie an vorderster Front. Dies ist ein sehr reales Anliegen, und jeder muss entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen, um die am stärksten gefährdeten Menschen – ältere Menschen, Kranke und Immungeschwächte – zu schützen. Es ist in der Tat eine beängstigende Zeit, aber in diesem hypervernetzten Zeitalter mit seinen nicht enden wollenden 24/7 Nachrichten über Grausamkeiten, Skandale und reißerischen Clickbaiing-Schlagzeilen (ganz zu schweigen von schlecht informierten Irren, die Amok laufen und Fehlinformationen und Panik in den sozialen Medien verbreiten), ist es allzu leicht, die Tatsache aus den Augen zu verlieren, dass das Leben immer noch weitergeht und gute Dinge tatsächlich weiterhin geschehen.“

„Monate vor dem Ausbruch der COVID-19 schrieb ich ‚Memento Mori‘ als einen Reminder an mich selbst, nicht von den allgegenwärtigen elektronischen schlechten Omen, die uns umgeben – Handys, Computer und Fernsehbildschirme – verzehrt zu werden. Während diese Geräte nützliche Werkzeuge sein können, und es wichtig ist, informiert zu bleiben, ist es genauso wichtig, sich mit der realen, tatsächlichen Welt, in der wir leben, auseinanderzusetzen statt mit digital gefilterten Darstellungen davon. Ich habe den erzählerischen Umgang des Musikvideos vor ein paar Monaten geschrieben, um zu veranschaulichen, wie verzerrt und kurzsichtig unsere Wahrnehmung werden kann, wenn wir uns nicht mit dieser Realität beschäftigen – wenn alles, worauf wir achten, eine Katastrophe ist, dann wird man bald anfangen, überall nur Monster zu sehen. Die eigentlichen Monster, die in dem Video auftauchen, sind die Sinisteria, eine lokale aus Richmond, Virginia stammende Spukhaus / dunkle Performance-Truppe, die ich auf der Straße bei unserer jährlichen Krampus Nacht Parade getroffen habe. Richmond hat eine alte Tradition von lauter Musik und seltsam kostümierten Monstern, die Hand in Hand daran arbeiten, bedeutende Momente zu schaffen (wir sind schließlich der Geburtsort von GWAR), und ich könnte mit dem Ergebnis nicht zufriedener sein. Musik war immer für mich da und hat in schwierigen Zeiten meine Stimmung aufgehellt, und ich hoffe, dass die positive Botschaft dieses Songs für unsere Fans jetzt und darüber hinaus das gleiche tun wird. Das Veröffentlichungsdatum für den Track wurde bereits vor einer guten Weile festgelegt, aber das Timing scheint mir jetzt unheimlich vorherwissend. Also genießt den Song und das Video, und dann denkt für einen Moment daran, weg vom Bildschirm zu kommen – das wirkliche Leben wartet auf euch. Wir bekommen nur eine Chance, also verschwendet diese nicht. Jedem soll es gut ergehen, behaltet einen kühlen Kopf, kümmert euch um euch selbst und kümmert euch um JEDEN ANDEREN.“

Presse: check your head


renforshort

Am vergangenen Freitag hat renforshort ihre Debüt EP „teenage angst“ veröffentlicht, nun gibt es weitere Neuigkeiten von der kanadischen Newcomerin. Soeben ist die Circle Session zur aktuellen Single „i drive me mad“ live gegangen, die renforshort bei ihrem letzten Besuch in Berlin im Februar in einem leerstehenden Schwimmbad gedreht hat. Das Besondere an dem Format der Circle Sessions ist, dass die Künstler*innen während ihrer Performance in der Mitte eines illuminierten Kreises stehen und dabei konstant von einer Kamera gefilmt werden, die in einem 360°-Kreis um sie herum rotiert.

Auf der Debüt-EP „teenage angst“ der 17-jährigen Sängerin aus Kanada sind neben den bereits veröffentlichten Tracks „idc“, „new way“ und „i drive me mad“ vier weitere Songs zu hören, auf denen renforshort ihre musikalische Bandbreite zeigt. Sie selbst beschreibt ihre Musik gerne als „tastefully weird“ oder „Bubble Gum Grunge“. Auf „teenage angst“ beschäftigt sich die 17-Jährige mit Themen die ihr (und vielen Gleichaltrigen) wichtig sind und spricht unter anderem auch offen über ihren Kampf mit Angststörungen und Panik-Attacken. renforshort selbst betont, dass ihr wichtig ist, dass ihre Fans sie als Freundin und Gleichgesinnte betrachten:

„I want them to feel like they’re not alone. I want them to think, ‚It’s not just me.‘ I want my music to be like therapy for them.“

Presse: Universal Music GmbH


PHOENYX

Mit „STOP KILLING US“ veröffentlicht PHOENYX die zweite Single aus ihrem kommenden Debüt-Album „URWELCOME“. Der Song ist eine Hymne gegen Waffengewalt und Polizeibrutalität, derer vor allem in den USA schwarze Menschen immer wieder durch Vorurteile zum Opfer fallen und zerbrochene Familie zurücklassen. Ein Erlös der Single geht daher an „Justice 4 Josiah“ (Justice4Josiah.org), einer Organisation, die direkt von dieser Waffengewalt betroffen ist.

„STOP KILLING US wurde am Abend des 6. Juli 2016 geboren, als Philandro Castile erschossen wurde. Ich wachte mitten in der Nacht mit kaltem Schweiß und Tränen auf! Tränen, die sich in Wut und Trauer verwandelten. Sein unrechtmäßiger Tod wurde auf Film festgehalten … die Welt konnte ihm beim Sterben zusehen, während seine Tochter quasi in der ersten Reihe den Tod ihres Vaters miterleben musste. Es war grausam und traurig. Meine Seele schmerzte. Es war nicht das erste Mal, dass ein schwarzer Mann von jemandem brutal angegriffen und getötet wurde, nur aufgrund seiner Hautfarbe. Seine Hinrichtung hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Ich begann, an die vielen Leben farbiger Menschen zu denken, die einfach so genommen wurden. Dann begann ich, mir all das weitere sinnlose Töten, das in der Welt stattfindet, ins Gedächtnis zu rufen: Schießereien in Schulen, LGBTQ-Diskriminierung und -Morde, rassistisch motivierte Polizeiarbeit und Mord ohne Konsequenzen. Die Liste könnte man ewig weiterführen. All diese Gedanken und Emotionen kochten bei einem Morgenspaziergang in mir hoch und ich begann zu singen: “Unite my people, stand strong. Unite my people, keep holding on. Unite my children…” Sobald das Wort „Children“ meinen Mund verließ, kamen mir wieder die Tränen. Unsere Kinder sind im Visier und werden kaltblütig getötet. Unsere Kinder! Kinder jeglicher Herkunft. Und es sind unsere Kinder, die am meisten betroffen sind, wenn ein Elternteil oder ein geliebter Mensch Opfer eines sinnlosen Mordes wird. STOP KILLING US! Dieser Song ist mein Gegengift. Geschrieben aus Frustration, Trauer, Hoffnung und einem dringenden Bedürfnis, Bewusstsein und Veränderung hervorzurufen. STOP KILLING US!“, so PHOENYX.

Wie bereits mit der ersten Single „NOT BUILT TO BREAK“, erschafft die aus San Francisco stammende Sängerin auch mit „STOP KILLING US“ eine leidenschaftliche Mischung aus R’n’B, Pop, Jazz und Rock. PHOENYX’ melodische Rhythmen und clevere Arrangements begleiten perfekt ihr markantes Aussehen und ihren einzigartigen Stil.

Presse: Guerilla Music GmbH


Pöbel MC

Bevor diesen Freitag das Album „Bildungsbürgerprolls“ von Pöbel MC erscheint, gibt es noch eine weitere Auskopplung. „Dopamindealer“ handelt vom schnellen Befriedigen unserer Triebe. Der Soundtrack für 2020 im Auftrag von Jens Spahn. Mit einer romantischen Videoproduktion von Herr Wedding und Jonathan Göpfert.

„Ich bin verliebt – doch leider nur in mich
Toys kann man wegficken – Einsamkeit nicht
wir sind verliebt – doch jeder nur in sich
Ehrlichkeit entwaffnet – zuallererst dich

Atombomben leuchten kurz so hell wie Sterne
Das ist Romantik in der Postmoderne“

Presse: Audiolith International GmbH


KOKO

Aus dem Nichts – genau von da kamen KOKO, als sie im November ihre Debütsingle veröffentlichten. „Freak“ und der Nachfolger „Eyes So Wide“ haben alle Streaming- (New Music Friday, Indie-Radar, Global Rising, Off Pop…) und Airplay-Erwartungen (YouFM, N-Joy, Fritz, FluxFM, Das Ding, egoFM, PULS, DLF Nova, MDR Sputnik…) übertroffen, die eine blutige Newcomerband hätte haben können.

Die Debüt-EP mit der Single „Tell Me Do You Care“, zu dem KOKO ihr erstes Video gedreht haben, ist jetzt draußen.

„Es geht um die Momente, wenn du emotional verwundbar bist. Wenn du am Tiefpunkt ankommst und dich mit Drogen und Alkohol beschäftigst, um das irgendwie zu verstecken. Der Titel ist eine Frage, die ich mir selbst jeden Tag gestellt habe, als ich genau an diesem Punkt war…,“ sagt Ashley C über „Tell Me Do You Care“

Presse: Made Records

See Also


pyrin

Wer nach dem passenden Soundtrack zu düsteren Zeiten wie diesen sucht, sollte bei dem Stuttgarter Rapper pyrin an der besten Adresse sein. Bevor er am 28. März mit seinem neuen Album „Godot“ an den Start geht, veröffentlicht der MC und Autor heute sein neues Video zur bald erscheinenden Single „Niemand“. Der Track bietet sechseinhalb Minuten völlige Schwermut, gepaart mit kafkaesken Querverweisen und einem Seelen-Striptease ohnegleichen.

„Mich darf niemand vergessen/
niemand will aufwachen und in meinem Chitinpanzer stecken“

„Godot“ ist das erste Lebenszeichen von pyrin seit seiner 2014 veröffentlichten EP „hero.“. Für das Album hat der Stuttgarter mit seinen Stammproduzenten LUI, Heitech und Bromm zusammengearbeitet, die dem Album die nötige Schwere geben. Denn „Godot“ ist keine leichte Kost: Introspektive, kryptische Texte bahnen sich den Weg zum völligen Chaos. „Der Umgang mit Absurditäten ist auf meinem neuen Album fatalistischer geworden“, ordnet pyrin die LP in seine Diskografie ein. Der Independent-Rapper sucht auf dem Longplayer nicht mal mehr nach Antworten auf die Probleme dieser Welt, sondern wagt schlichtweg den Blick in den eigenen Abgrund mit einer Direktheit, die existenzbedrohend wirkt. „Godot“ erscheint am 28. März digital auf allen Plattformen, ein CD-Release folgt.

Presse: Mona Lina


DANILEIGH

Es gibt Neuigkeiten von DaniLeigh! Für ihre neue Single „Levi High“ hat sich die 25-jährige Sängerin mit niemand geringerem als Rapper DaBaby zusammengetan. „Levi High“ ist nicht die erste Kollaboration der beiden US-Stars: Im vergangenen Jahr war DaniLeigh als Choreographin für die Tanszenen in DaBabys Hip-Hop Musical „BOP on Broadway“ verantwortlich. Auch das Video zur neuen Single der beiden ist absolut sehenswert: Im Clip planen DaniLeigh und DaBaby in bester Bonnie und Clyde-Manier einen Überfall – natürlich dem Titel entsprechend komplett in Denim gekleidet!

Auf Instagram ruft DaniLeigh passend zum Single Release zur #LeviHighChallenge auf, bei der neben zahlreichen Fans auch einige prominente Freunde der Sängerin mitgemacht haben, darunter sogar Popstar Selena Gomez!
„Levi High“ wird auch auf DaniLeighs kommendem Album “Loved A Liar” erscheinen. Im Interview mit Billboard verriet die Sängerin bereits einige Details zum Release, unter anderem dass wir uns auf Kollaborationen mit Ty Dolla $ign und Jeremih freuen können.

Presse: Universal Music GmbH


Hania Rani

Hania Rani hat ihr neues Album „Home“ für den 15. Mai 2020 angekündigt. Als Vorgeschmack erschien ihr neues Musikvideo zur Single „Leaving“.

« The album starts with a song called Leaving which reminds me a bit the beginning of Schubert’s Winterreise. We don’t know who is leaving and why, what happened before and where he/she is heading to. We don’t know if he/she is a lover, a friend or somebody else. The song tells a story about the moment of „leaving“, when we still can stop the person. It starts with words „Are you leaving, is there a better place?“ The character would love to keep the beloved person back but knows that it will not happen. The song is based on very specific harmony formula, that appears not from the beginning in the song, so the key of the song is not revealed until the piano comes in and bring the full harmonies to the composition. Written in 2018, during the summer days, the song opened a whole new chapter in my creation. I started to build my compositions on contractions made from many layers pre-recorded on piano. The song became a starting point to many of other songs on the album. » Hania Rani

Presse: Beats International


 

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