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Neu auf dem Videomarkt #167

Neu auf dem Videomarkt #167

Wir schreiben Woche 246 der Isolation (zumindest fühlt es sich so an), heute ist scheinbar Mittwoch und Gerüchten zufolge ist übermorgen ein Feiertag, den 2020 wirklich niemand braucht. Aber es gibt auch schöne Dinge. Du hast dich langsam aber sicher wirklich an den Tiger King-Memes sattgesehen? Wir haben Nachschub für den täglichen Dauerkonsum, willkommen auf dem Videomarkt!


THE SCREENSHOTS

The Screenshots, die Band um die Twitter-Stars Dax Werner, Susi Bumms und Kurt Prödel, veröffentlichen heute mit „Die Welt geht noch nicht unter“ einen neuen Song. Und sie schreiben ein kleines Stück Popkultur-Geschichte: das Musikvideo ist das erste einer deutschen Band, das komplett in Fortnite gedreht wurde – und damit an Aktionen internationaler Stars wie Travis Scott anknüpft.

Nach der „Liebe Grüße an alle-Tour“ im Februar haben sich Susi Bumms, Kurt Prödel und Dax Werner direkt wieder hinter ihre Instrumente geklemmt und veröffentlichen „Die Welt geht noch nicht unter“: Ein Song, der unverbindlich ein paar größere Fragen anreißt und dabei selbstbewusst durch das Niemandsland zwischen Hoffnung, Einsamkeit und Verunsicherung streift. Das Klavier spielte Albrecht Schrader (Leitung Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld) ein.


Presse: Check Your Head


LILLA VARGEN

Im November des letzten Jahres hat die nordirische Sängerin Lilla Vargen mit „We Were Thunder“ ihre zweite EP überhaupt veröffentlicht, um parallel mal eben einen der aktuell begehrtesten Supportslots abzugreifen: 30-Tage-Europa-Tournee mit Dermot Kennedy! Nebenbei hat sie auch noch Zeit gefunden, sich neuen Songs zu widmen: Nachdem die Single „Cold“ Ende Januar erschien, veröffentlicht die Sängerin am 24.04. mit „Love You Twice“ nun die nächste gefühlvolle Ballade.

Zu „Love You Twice“ ist auch ein animiertes Lyric-Video erschienen, in dem sich symbolisch Fragmente der gemeinsamen Vergangenheit wie Fotos oder nebeneinander verlaufende Fußspuren in Luft auflösen – genau wie die ehemals vorhandene gemeinsame Liebe.


Presse: Community Promotion


RIIVA

Nachdem am Freitag die neue Single „Painkiller“ erschien, veröffentlicht RIIVA nun auch das passende Musikvideo zum Song. RIIVA ist die Protagonistin in einer Traumwelt, der sich der Protagonist hinter der Kamera aufgrund seiner konstanten psychischen und physischen Schmerzen hingibt. RIIVA nimmt ihn mit durch einen romantischen Garten, in welchem sie sich leichtfüßig, fröhlich, fast mädchenhaft bewegt.

Im Charakter eines selbstgedrehten Homevideos posiert sie für ihn im Blumenkleid und schafft eine überzogen perfekte alternative Realität. Sie heilt ihn für den Moment, betäubt ihn und lässt ihn alles andere vergessen. Jedoch ist dies nicht von Dauer und die harte Realität kommt zurück, sobald die Betäubung nachlässt. Anstatt sich selbst zu heilen, flüchtet er in ihre Welt und merkt dabei nicht welche Last und Verantwortung er ihr aufbürdet, sodass sie immer wieder von Melancholie und Verzweiflung übermannt wird und die Traumwelt im Laufe des Geschehens zusammenbricht. RIIVAs Gesichtszüge verzerren sich, bis am Ende nicht mehr als eine Horrorpuppe im Blumenkleid übrig bleibt.


Presse: Closer Pleasures


EMILIO

„So weit gegangen und so weit gekommen / so viel Angst und nur eine Chance“, singt Emilio auf seiner neuen Single „Roter Sand“. Der Song erzählt die Geschichte einer Frau, die Träume hat. Davon, das zu tun, was sie liebt: Singen und Tanzen, ja, überhaupt der Sport. Aber was tun, wenn ihr all das in ihrem Heimatland verwehrt bleibt? Und was tun, wenn der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung immer größer wird. Wächst und wächst, bis einem irgendwann egal ist, was die anderen über einen denken?

Denn „Roter Sand“ erzählt auch von Aufbruch. Und von Emanzipation. Davon, wie die Frau sich auf den Weg macht. Diese 3000 Kilometer von Marokko nach Deutschland zurücklegt. Ganz alleine, um endlich frei zu sein, eine Familie zu gründen und ihren Kindern Leben zu schenken. Eines davon: Emilio.

„Der Song ist ein Dankeschön“, erklärt Emilio. „Eine liedgewordene Liebeserklärung an meine Mama, ohne das so direkt zu sagen. Stattdessen wollte ich lieber ihre Geschichte und von ihren Träumen, aber auch ihrer Willenskraft erzählen – all diesen Dingen, die ich von ihr habe. Vielleicht hat meine Mama hier nicht all ihre Träume wahrgemacht, aber mit der Musik und der Schauspielerei trete ich in ihre Fußstapfen. Denn die Reise meiner Mutter hat kein Ende, sondern geht immer noch weiter.“


Presse: Sony Music Germany


AIME SIMONE

Aime Simone wurde in Paris geboren und lebt in Berlin. Seine Musik ist eine subtile Mischung aus bedachtem Songwriting, tanzbaren Beats und bittersüssen Melodien. Die Gitarre dient ihm seit jungen Teenagerjahren als Wegbegleiter um Songs zu schreiben.

Die Freundschaft mit Pete Doherty inspirierte ihn in seiner künstlerischen Entwicklung, und nach einigen Jahren in denen er sein Geld als Model verdiente, zog er nach Berlin um intensiver an Musik zu arbeiten und sie mit elektronischen Elementen weiter zu entwickeln.

Die erste Single In This Dark Time handelt vom Gefangensein in einer schwierigen Phase, die den Wunsch nach Wiedergeburt laut werden lässt und sich ultimativ der Liebe zuwendet, um überwunden zu werden. Der Song ist so erbaulich wie melancholisch und lässt Nostalgie, Verzweiflung und die Hoffnung auf eine Zukunft verschmelzen. Der Track entstand inmitten der Covid-19-Pandemie und ist eine Reflektion dieser seltsamen Zeit der Isolation, die zur Introspektion ermuntert.


Presse: Snow White PR


STONY SUGARSKULL

Stony Sugarskull ist das Alias von Dr. Monika Demmler. Die Wahlberlinerin verortet sich musikalisch irgendwo zwischen den wilden Träumereien von Bands wie Sonic Youth, My Bloody Valentine und Mazzy Star.

Ihre musikalische Selbstfindung wurde durch einen Autounfall auf der deutschen Autobahn angetrieben, den sie nur knapp überlebte. In der Folge unternahm sie einen Trip durch die Südstaaten der USA, aus dem sie Inspiration und den Willen, ihren eigene Idee von Rock’n’Roll zu verwirklichen, mitbrachte.

Bevor ihr Debütalbum Lioness im Juni erscheint, gibt es noch eine zweite Single: Empty ist ein energetischer Rocker, der mit stark melancholischen Untertönen eine Ode an das Weiterkämpfen und die Absage an das Aufgeben darstellt: „Empty represents the void human beings had been suffering until the collapse of traditional systems happened (especially in the bridge of the song: „Until the waves begin to drown […]“. The song encourages the listener, and especially the female audience (while capitalism or „male“ structures are breaking down, with „female“ elements becoming increasingly stronger) to the never-ending search, hope and encouragement to not give up looking for desired diamonds in our lives.“


Presse: Snow White PR


BEN SABER

In jungen Jahren als Tänzer angefangen, entdeckte Ben Saber bereits im Alter von 12 seine Leidenschaft für Rapmusik. Was damals noch als Hobby angesehen wurde, hat sich mittlerweile zu Profession entwickelt – Ben Saber ist Vollzeitmusiker und steckt all seine Energie in das Tüfteln an neuen Songs. Die harte Arbeit hat sich bereits jetzt bezahlt gemacht. Seine Songs verzeichnen zigtausende Klicks auf YouTube und auch die Anzahl seiner Follower auf seinen Social-Kanälen wächst stetig. Der 25-jährige Wiener mit tunesischen Wurzeln besticht mit seiner souligen Stimme, die auch gleichzeitig dem von ihm bedienten Genre einen Namen gibt: Ben Saber macht Soul-Hip-Hop.


TOM GRENNAN

Auf Instagram ging Tom offen damit um und lies seine Fans teilhaben, wie er seine Corona Infektion durchlebt hat. Zum Glück kann das den großartigen Musiker nicht stoppen und er haut nun „Oh Please“ raus, den nächsten Knaller Track seines zweiten Studioalbums, das noch dies Jahr erscheint.

„Oh Please“ wurde produziert von Eg White (Amy Winehouse) und Zach Witness (Erykah Badhu, Andre 3000) und folgt „This Is The Place“ als zweite Singleauskopplung seines neuen Longplayers. Und welch Ehre: Der NME nennt den Track ein „epic comeback“ und Annie Mac premiert den Track bei „Hottest Records“/BBC Radio 1.


Presse: BENAMEUR PROMOTION

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L.A. SALAMI

Es waren ein paar arbeitsreiche Monate für L.A. Salami mit der Veröffentlichung von zwei EPs im Jahr 2019/20, und jetzt ist er mit der neuen Single ‚Things Ain’t Changed‘ zurück, die aus dem kommenden Album ‚The Cause of Doubt & a Reason to Have Faith‘ stammt, das über Sunday Best Recordings am 17. Juli 2020 veröffentlicht wird.

‚Things Ain’t Changed‘ ist eine tief empfundene Ode an die Komplexität des Lebens und wie man sich darin bewegt. Seine neue Single zementiert Lookman Salami als einen der faszinierendsten und aufregendsten Lyriker unserer Zeit. In seinen eigenen Worten, “The record is about the recurring pattern we find ourselves in as humans, over and over again throughout history, the thing that changes is the technology, but the human brain has not changed for over 100,000 years. Civilisations rise and fall, the clothes may change, the poisons change names, the players change faces, but the game of life will never change.”


Presse: Beats International


BANGLIST

Banglist sind ein in Berlin ansässiges Quartett aus Island und Norwegen, die ihre Musik als „pop but cool“ bezeichnen.

Ihre Debütsingle nennt sich Turn The Lights On und ist der erste Song, den die Band zusammen geschrieben hat. Stellvertretend für den Stil der Band verarbeitet der Track Einflüsse von ABBA, Robyn, Tame Impala sowie dem Disco der 80er Jahre und Grunge. Banglist wollen ihren ganz eigenen, zeitgemässen Pop kreieren.


Presse: Snow White PR


KALON

Mit einem Sound der an stadionerfahrene Acts wie Arctic Monkeys, Foals oder sogar Oasis erinnert und definitiv zum mitsingen einlädt, stehen KALON für eine Art von Indie Rock, die in der heutigen Musiklandschaft rar geworden ist.

Tobias Hanel (Gitarre) und Janik Setz (Gesang, Gitarre) lernten sich in einer Bar in Berlin-Neukölln kennen und konzipierten die Band ursprünglich als Duo, das von Sessionmusikern unterstützt werden sollte. Das änderte sich als, für die erste UK Tour und Aufnahmen im The Barn Studio in Suffolk, Großbritannien, festes Personal an Bass und Drums benötigt wurde. Mit Timo Rügamer und Felix Seefluth vervollständigte die Band ihr Line-Up und nahm damit Material für eine 2020 erscheinende EP auf, die von Richard Flack, bekannt für seine Arbeit mit Palma Violets, Florence & The Machine, Ian Brown oder Queens Of The Stone Age, gemischt wurde.

Die erste Single nennt sich Two Way Street und steht stellvertretend für den Sound von KALON: ein Wechselspiel zwischen der Indierock-Opulenz des vergangenen Jahrzehnts und bittersüßen Melodien.


Presse: Snow White PR


SEASICK STEVE

Obwohl auch er durch den Lockdown stark eingeschränkt ist, hält Seasick Steve die Vorfreude auf sein neues Albums „Love & Peace“, welches am 24. Juli 2020 via Contagious Records / ADA erscheint, stetig am Brodeln: jeden Sonntagabend tritt er live auf Facebook aus seiner Küche auf und veröffentlichte dort sogar vor Kurzem mit „Live To An Empty Room“ ein selbstgedrehtes Konzertvideo in voller Länge.

Diese Mischung aus Erfindungsreichtum und hartnäckiger Entschlossenheit findet sich auch in dem Musikvideo zu seiner zweiten Single-Auskopplung „Clock Is Running“, die am vergangenen Freitag erschien. Die Botschaft des Songs ist einfach und etwas, auf das sich unzählige Menschen seit der Corona-Krise besonders freuen: sich wieder auf den Weg zu machen und die Welt in ihrer Pracht sehen, solange man noch kann!


Presse: Warner Music

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