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Neu auf dem Videomarkt #187

Neu auf dem Videomarkt #187

Es ist an der Zeit, wieder mehr Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Für uns selbst, die anderen und unsere Lieblingskünstler*innen. Wer auf Netflix & Co. schon alles durchgeschaut hat, findet in unserem Videomarkt der Woche sicherlich neue cineastische Eindrücke aus der Musikwelt.

Sam Johnson

Sam Johnson hat  das offizielle Musikvideo für seine aktuelle Single veröffentlicht! „Changes“ ist der Key-Track aus Sams im Januar 2021 erscheinenden EP „Are We There Yet?“, mit der der 24-Jährige Brite sein Major Label Debüt hinlegen wird. Das Video zur Single zeigt (passend zum Titel) Sams persönlichen Wandel von seiner Kindheit bis heute, illustriert durch zahlreiche persönliche Familienbilder und Videoaufnahmen. Gedreht wurde das Musikvideo zu „Changes“ in der Nähe von Bolton, nördlich von Manchester, Sam selbst erzählt:

“I never thought I’d say my favourite video shoot to date would be in a rainy forest near Bolton at 04.00 am in the morning, but alas this year has produced far stranger revelations. We had everything from the joys of erecting a 12-foot pole designed to rain polaroid’s down on me from the sky in near lightning conditions, to powering a dozen old vintage TV’s in the rain without blowing them up. It all made for a shoot that definitely kept us all on our toes and one that I will never forget. It’s a video that maps the whole history of my life and one that I will keep close to my heart for a very long time.”

Celeste

Längst ist sie kein Geheimtipp mehr. Nun erscheint ihre brandneue Single „Hear My Voice“, die gemeinsam mit dem Komponisten Daniel Pemberton entstand – seinerseits Emmy, BAFTA und Golden Globe-Gewinner, der auch den Film-Score zu dem Aaron Sorkin Film „The Trial Of The Chicago 7“ kreiert hat. Der Film erzählt die Geschichte der als friedlichen Protest angedachten Demonstration beim DNC im Jahre 1968, die mit einem gewaltsamen Zusammenstoß mit der Polizei und der Nationalgarde endete. Die Organisation des Protests – darunter Abbie Hoffman (gespielt von Sacha Baron Cohen), Jerry Rubin (Jermy Strong), Tom Hayden (Eddie Redmayne) und Bobby Seale (Yahya Abdul-Mateen II) wurden der Verschwörung zur Anstiftung zum Aufruhr angeklagt, und der darauf folgende Prozess war einer der berüchtigsten in der US-Geschichte.

Burna Boy & Stormzy

Burna Boy hat ein Musikvideo zu „Real Life“ veröffentlicht, seiner Kollaboration mit Stormzy vom aktuellen Album „Twice As Tall“. An keinem Track vom Album arbeitete der nigerianische Superstar so lange wie an dem inspirierenden Song über den Weg aus dem Schatten zum Licht, in dem Burna Boy unter anderem singt: „Anytime you see me, look up in the sky / I can see the daylight in the night“.

Das Musikvideo reflektiert die Themen des Songs und nimmt uns mit in eine Community in England, die zwischen Armut und juristischen Zwangsvollstreckungen immer wieder Momente der Freude findet. Die Handlung baut sich auf dem tragischen Einzelschicksal eines Mannes auf, der mit seiner Frau ein Kind erwartet, dann aber in Gang-Kämpfen ums Leben kommt.

Izzy Bizu

Izzy Bizu meldet mit ihrer neuen, aufbruchsvollen Single „MG“ zurück – und veröffentlicht damit ein Stück Musik, das ich euch ganz besonders ans Herz legen möchte. Nach Hits wie „White Tiger“ und „Tough Pill“ erweitert die junge Britin ihre musikalisches Portfolio zwischen Disco, Dance-Beats und zarten Balladen um die Feel-Good-Hymne „MG“.

Darin kombiniert Izzy soullastigen R&B-Pop mit subtilen Trap-Nuancen des britischen Künstler-Geheimtipps Dom Mcallister zu perfekten Ohrwurm mit aufbauender Message und traurigem wie schönem Hintergrund.  Denn „MG“, welches nun als Hymne für den Ausbruch aus einem widerkehrenden Kreislauf und anschließendem Neuanfang fungiert, sollte eigentlich eine Hommage an Izzy’s verstorbenen Vater sein:

„Ursprünglich handelte das Lied von dem Versprechen, dass mir mein Vater gab, dass wir irgendwann einen MG kaufen würden“, erklärt sie. „Wir gingen regelmäßig am MG-Laden vorbei und er bat mich, meinen Favoriten auszuwählen und sagte, wir würden ihn eines Tages kaufen und auf eine Abenteuerfahrt aufbrechen. Er war nicht lange genug unter uns, um das zu verwirklichen, darum war es für mich eine sehr emotionale Sache, das Video zu machen, aber auch eine ganz außergewöhnliche Erfahrung.“

Moon Taxi

Die in Nashville beheimatete Alt-Rock-Band Moon Taxi wird ihr sechstes Studio-Album namens „Silver Dream“ am 22.01.2021 veröffentlichen. Mit dem Vorboten „One Step Away“ legen sich eine staubige Gitarre und leuchtende Tastenklänge über einen treibenden Drum-Beat, der für einen unwiderstehlichen Groove sorgt. Über allem thront der mitsingbare Refrain aus der markanten Kehle des Sängers und Gitarristen Trevor Terndrup.

Laut Gitarrist Spencer Thomson handelt es sich bei „One Step Away“ um einen idealen Vorboten für das im Januar erscheinende, sechste Studio-Album von Moon Taxi: “We hope we’re giving people something to look forward to. We’re really excited and proud of the album and can’t wait to share the experience of it.”

HAERTS

In den USA feiert das Münchener Duo, dass mittlerweile in Brooklyn lebt, schon länger große Erfolge. „All These Days„, ihre damals zweite Single überhaupt, wurde von ELLE zum „Song des Sommers“ gekürt; eine ganze Reihe von Stücken wurden für prominente Kinofilme und TV-Serien adaptiert (darunter die gefeierte Netflix-Serien „13 Reasons Why“ und „Love, Simon“). Sie gingen mit Künstlern wie Rhye, Shout Out Louds, Michelle Branch oder London Grammar auf US-Tournee und traten u.a. beim Coachella und Bonnaroo Festival auf und waren bereits bei „Late Night with Seth Meyers“ zu Gast.

Nun erscheint ihre neue Single „For The Sky“, die sie gemeinsam mit Ed Droste, Teil der Band Indie-Rock Grizzly Bear, aufgenommen haben.

Greta Van Fleet

Mit „My Way, Soon“ melden sich Grate Van Fleet musikalisch zurück. Auf dem Track reflektiert die Band die letzten drei Jahre, in denen sie quasi ununterbrochen auf Tour war. Beim Musikvideo zu „My Way, Soon“ führten Greta Van Fleet selbst Regie und haben den Clip auf eigene Faust gedreht.

FELIN

Die in Stockholm lebende Künstlerin FELIN teasert ihr für 2021 geplantes neues Album mit dem Titeltrack „Heroes & Villans“ an. Im Song wird die fesselnde Stimme von FELIN mit einer pulsierenden Gitarre untermalt, die den Song unermüdlich vorantreibt. Obwohl der Titel eine klare Trennung zwischen Schwarz und Weiß, Gut und Böse impliziert, werden im Song textlich und musikalisch facettenreiche Zwischentöne und Graustufen erkundet.

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Laut FELIN steht der Song „Heroes & Villains“ somit exemplarisch für den Ansatz des gleichnamigen kommenden Albums: “’Heroes & Villains’ kind of ties together the whole theme of the album, touching on topics such as women’s rights, gun violence, injustices and the good and evil forces in the world.“

Die Künstlerin beschreibt den durch rebellische Lyrics und deutliche feministische Untertöne geprägten Song als „distorted pop“ und möchte mit dem Track ihren Teil zu einem Umdenken in unserer Gesellschaft beitragen: „They say that if you’re not outraged you’re not paying attention. ‚Heroes and Villains‘ is a call to action for people to start seeing how messed up things are and to start speaking up about it. It’s a statement for equality and human rights.“

Evangelia

Mit “Fotia” startet das zweite Kapitel von Evangelias Karriere. Im Frühjahr legte sie mit „Pame Pame“ ihre Debütsingle vor und das war eine Liebeserklärung an ihre griechischen Wurzeln.

Evangelia wuchs nämlich in Griechenland und New Jersey auf und ihre multi-kulti-Geschichte hört man auch ganz klar in ihrer Musik. Und genau das macht den Charme von Evagelia aus. Eine Mischung aus Pop und griechischer Tradition. Mit Stolar (Aloe Blacc, Selena Gomez) und Co-Produzent Alexis Troy (RIN, Sero, MHD) hat Evangelia zwei geniale Kollaborateure gefunden, die ihr dabei geholfen haben, ihre Musik zu dem zu machen, was sie ist.

Drunken Masters feat Maxim K.I.Z

Die Drunken Masters veröffentlichen  mit Maxim von K.I.Z ihre gemeinsame Single „Bier“. Eine Ode an eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel des Landes. Wer die Drunken Masters in den letzten zwei Jahren live sehen konnte, hat dieses kleine Meisterwerk sicher schon einmal hören können. Maxim K.I.Z stellt auch hier einmal mehr unter Beweis, warum er einst von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu einem der wichtigsten Literaten unter 30 gewählt wurde.

Dreimalumalpha

Die zweite Single des Debütalbums „Jugend ans Geld verloren“ von Dreimalumalpha wirft sie direkt ins Geschehen. Kannst du noch mit mir? Kannst du noch mit dir? Können wir noch mit uns? „Zu Besuch“ zeigt Bilder von Treffen und Verweilenden, deren mystisches Glück verschlüsselt bleibt.

Indie Rock trifft auf Punk Elemente – diese innovative Kombination wird von der dreiköpfigen Band aus Innsbruck verkörpert. Sie beschreiben ihre Musik metaphorisch wie ein Bett an einer Straße. Das Bett ist bequem, jedoch kann man es nicht von der Stelle bewegen – man darf sich zurücklehnen und entspannen, jedoch sollte einem bewusst bleiben, wo man sich befindet.

Alarmbaby

Im August rechneten die Newcomer Alarmbaby im Song „Alarmzustand für Deutschland“ noch kompromisslos mit der AfD ab – nun nimmt sich die Band aus Mannheim in ihrer heute am 09.10.2020 erscheinenden Single „Generation Z“ die gegenwärtige Jugend zur Brust. Beide Lieder sind Teil des Debütalbums „Killamädchen“, das am 20.11.2020 erscheinen wird.

Vandalismus & Panik Panzer

Einen guten Monat nach der Veröffentlichung seines Albums „Gloria & Schwefel“ legt Vandalismus noch eine letzte Single daraus nach. Fürs Lyric Video zu „Malibu Stacy“ hat er seinen Featuregast, Antilopen-Gangster Panik Panzer, auf einen Eisbecher geladen: Eine gute Grundlage, um darüber gemeinsam mit den jeweils eigenen körperlichen Unzulänglichkeiten zu hadern.

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