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Neu auf dem Videomarkt #188

Neu auf dem Videomarkt #188

Bevor der Releasezirkus morgen seinen großen Auftritt feiert, versorgen wir euch schon mal mit den neusten Musikvideos, die diese Woche bisher so zu bieten hatte. Manege frei!

YUNGBLUD

Es ist mal wieder Zeit für eine bunte, wilde Bildabfolge. Yungblud veröffentlicht sein in der Ukraine gedrehtes Musikvideo zur aktuellen Single „cotton candy“, eine „Hymne der sexuellen Befreiung“, wie der Brite den Song selbst betitelt.

HACHIKU

Nach der Ankündigung von Hachikus bevorstehendem Debütalbum „I’ll Probably Be Asleep“ im vergangenen Monat, veröffentlicht Anika Ostendorf nun ihre zweite Single „Bridging Visa B“.

An der Oberfläche verströmt das Stück luftige Freude mit Hachikus Markenzeichen: Einer Produktion mit schwingenden Gitarren, Casio-Trommelbeats und sanftem Gesang. Darüber schwebt aber die Sorge, dass die Zukunft und der Bestand Ihrer romantischen Beziehung – ganz zu schweigen von Ihrem Schicksal – in den Händen von Behörden liegt.

Für das Video arbeitete Anika erneut mit dem Regisseur Mickey Manson zusammen, der zuvor Hachiku’s „Shark Attack“-Video gedreht hatte.

YUKNO

Das Duo Yukno stehen kurz davor, ihr zweites Album „Im Stream der Zeit“ zu veröffentlichen. Bevor das am 23. Oktober der Fall ist, gibt es zur Überbrückung der Wartezeit das Musikvideo ihrer aktuellen Single „Haut“.

Im gemeinsamen Duett mit der Sängerin Lina Maly schwingt sich der Song im Wechselspiel hoch in für Yukno ungewohnte neue Sphären. Der Song beschreibt ein kurzes Innehalten im Chaos des Jetzt.

MARLÈNE

Marlène hat mit „Calls“ einen Song geschrieben, der ziemlich relatable ist, wie man heutzutage sagt. Die Sängerin, die im Frühjahr erst ihre EP „Feinstoff“ veröffentlichte, wechselt für ihre neue Single ins Englische. Addressat des Songs: Der (noch) amtierende Präsident der USA, Donald Trump. Und so stellt sie mit französischem Flair (wie wir alle) in Frage, ob der Mann mit dem zu starken Selbstbräuner im Gesicht noch ganz dicht ist (meine fundierte Vermutung: nein).

Der Song entstand im Hinblick auf Trumps Überlegungen, Lehrer in den USA bewaffnen zu lassen, um im Falle eines Amoklaufs in der Lage zu sein, sich und die Klasse zu verteidigen. Frei nach Kunderas viel zitiertem Ausspruch: „Schwindel bedeutet, dass uns die Tiefe anzieht und lockt, sie weckt in uns die Sehnsucht nach dem Fall …“, weist Marlène auf die gefährlich lockende Wirkung dieser mörderischen Gegenstände hin.

Am 6.11. erscheint mit “Faire Semblant” eine weitere EP von Marlène.

MIGUEL

Der mit einem Grammy ausgezeichnete Singer/Songwriter Miguel veröffentlicht sein Musikvideo zur Single „Funeral“. Dieses Visual begleitet den im November letzten Jahres erschienen Titel, der von Miguel, Deion Gill, Alekaei Savchenko und Aruntiun Tamamian geschrieben und produziert wurde.

Passend zu seiner Rückkehr führte Miguel „Funeral“ am vergangenen Freitag in seinem fesselnden Set der Savage x Fenty Show auf, welches bei Amazon Prime zu sehen ist.

KYNDA GRAY

Angefangen im Dunstkreist von Sierra Kidd find der Norddeutsche Rapper Kynda Gray schon früh an Musik zu machen. Mittlerweile ist Kynda vor allem durch seine Zusammenarbeit mit RIN bekannt, aber auch für seinen zeitgenössischen Flows mit einem besonderen Gefühl für progressive Melodien in Verbindung mit emotionalen Texten.

Nun ist mit „Ghostseer“ eine neue, verträumte Single erschienen, welche die Vielseitigkeit von Kynda hervorhebt und zeigt wie perfekt er mit Stammproduzent Alexis Troy harmoniert.

JETTY BONES

Die Alternative-Pop-Sängerin JETTY BONES präsentiert mit „Taking Up Space“ eine brandneue Single via Rise Records. Passend dazu liegt ein sehenswerter Videoclip vor. Das Video wurde von Lindsey Byrnes gedreht, die schon für Acts wie HAYLEY WILLIAMS, TEGAN AND SARA und DANI OKON arbeitete.

Die Sängerin kommentiert die emotionalen Hintergründe des Tracks: „It’s about imposter syndrome. I have a hard time figuring out if people actually want me around, even when they’ve paid for a ticket to see me. It follows me around to my friendships, career choices, connections and relationships. What would happen if I wasn’t even there, you know? There’s always someone ready to fill the spot anyway.“

SERO

„Im Dunkeln“ kommt mit nervös zuckenden Synthies, klappernde Uptempo-Percussions und hypnotischen Bassläufen und nimmt den Hörer mit in eine Welt fernab der Tanzfläche, hinab in die dunkelsten Ecken des Clubs. Ein Song wie ein heißer Fiebertraum, der einen seltsamen Sog entwickelt und einen vollkommen in seinen lasziven Bann zieht. Und irgendwo zwischen Trip und Trance, Gut und Böse, Traum und Realität, liegt ein Geheimnis verborgen. Wovor hast du Angst im Dunkeln?

Seros Album „Regen“ erscheint am 27. November.

EMOTIONAL ORANGES

Emotional Oranges melden sich mit ihrer neuen Single “All That” zurück, für die sie mit Channel Tres zusammengearbeitet haben. Es ist die erste Single der kommenden “JUICEBOX EP”, die für Anfang 2021 erwartet wird. Emotional Oranges erzählen zum Song: „This is what Tokyo, the Gorillaz and listening to a whole lot of 90’s dance music will do to you. Much love to Channel for blessing the track. Just a taste of what’s coming in our JUICEBOX…“.

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Feauture-Gast Channel Tres ergänzt: „A sent me the beat and I immediately felt the vibe and cut the verse in my room. It’s cool to get on records like this and exercise my range as a songwriter, and just get on different types of beats. V sounds beautiful on the track, both her and A made it so easy to love this song.”

JACOB BANKS

Der britische Sänger mit der beeindruckenden Stimme hat jetzt mit „Devil That I Know“ einen weiteren neuen Song und ein sehr sehenswertes Musikvideo veröffentlicht. „Devil That I Know“ behandelt die Frage nach dem Wert einer bestehenden Beziehung und das Finden von Freude in der Mitte einer problematischen Phase.

Auch das Musikvideo zur Single greift diese Thematik auf, im Clip fährt Jacob Banks mit seiner frisch angetrauten Braut durch eine düstere Landschaft, während immer wieder symbolische Vertreter von Zweifel, Gefahr und Verhängnis am Straßenrand auftauchen.

SCHATZI

Mit „Vroom“ präsentiert Schatzi heute die dritte Single aus ihrer kommenden Debüt-EP „Animalia Parc“, die am 23. Oktober erscheint. Die Verwurzlung der Gruppe Schatzi im Rap wird deutlicher als zuvor, Julian klingt ein bisschen wie Falco 2.0 auf Codein. Die Achtziger sind als Imaginationsfläche präsent, aber Schatzi klingen so here and now, wie man nur klingen kann. Morbider Charme, mit minimalem Energieaufwand vorgetragen, die Frisur muss sitzen.

Vroom‘ verhandelt melancholische Sehnsuchtsgefühle und stetige Rastlosigkeit“, so Schatzi-Mastermind Jeremias Koch. „Verbunden mit der Angst, seinen eigenen Erwartungen nicht standhalten zu können und der großen Frage nach dem danach.“ Also gleichzeitig alles und nichts.

BLUTHUND

BLUTHUND sind wieder da und das so laut wie noch nie: Die Band schreit wortwörtlich ein gewaltiges „Halt die Fresse Ja!“ in die Welt hinaus.

Wir kennen es doch alle: Wir diskutieren, debattieren, argumentieren und es hilft nix. Das Gegenüber peilt es schlichtweg nicht. Der andere will nicht oder er kann einfach nicht. Dann muss man das Kind beim Namen nennen: HALT DIE FRESSE JA!!! Von Jammerlappen, über Besserwisser, bis hin zum Tierquäler und NaziW***ser – der Bluthund kommt auf euer f**kscheiss Gelaber nicht klar, also: HALT DIE FRESSE JA!!!

THE SCREENSHOTS

Am Freitag steht das neue Album „2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee“ in den digitalen und analogen Schallplattengeschäften. Bereits jetzt veröffentlicht das Trio bestehend aus Dax Werner, Susi Bumms und Kurt Prödel das neue Lied daraus, „Manchmal“. Das begleitende Musikvideo erinnert nostalgisch an vergangene VIVA2 Zeiten. Sofaplanet anyone? Seht hier den Clip von Videoregisseur Constantin Timm (Neo Magazin Royale, Bilderbuch, Ilgen-Nur).

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