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Neu auf dem Videomarkt #189

Neu auf dem Videomarkt #189

Schon wieder eine Woche rum. Bevor wir aber in das endlose Loch mit festlichen Kitschfilmen fallen, lenken wir unseren und auch euren Blick auf die neusten Musikvideos. Der ein oder andere hartnäckige Ohrwurm ist nicht fern!

Wilhelmine

Wilhelmine singt im neuen Track mit lockerleichter Ironie von ihrem Leben, in dem nach außen hin scheinbar alles extrem gut läuft, es in Wahrheit aber auch Tage gibt, an denen einfach alles nur doof ist. Und dann macht es eben „drip-drop und mir läuft ‘ne Träne ins Gesicht“. Wilhelmine erarbeitete „Drip“ im Lockdown gemeinsam mit ihren angestammten Produzenten Jules Kalmbacher und Jens Schneider. Über Video miteinander verbunden, beschlossen sie, „wirklich komplett auf Reset zu drücken und einfach zu gucken, worauf wir Bock haben.“

Monet192

Man sagt, die Seele eines Menschen wiegt 21 Gramm. Monet192 ist bereit, sie mit einer ganz bestimmten Person zu teilen. Nach seiner EP „Medical Heartbreak“ im Sommer, der Kollabo-EP „Rush Hour“ mit Dardan Anfang September und dem jüngsten Solo-Track „Backseat“ hält der Rapper und Sänger aus St. Gallen das Tempo weiter hoch und veröffentlicht seine neue Single „21 Gramm“. Mit seinen tanzbaren und elektronischen Beats (Producer ist erneut Maxe) zeigt der hochgehandelte 22-Jährige eine weitere spannende Facette auf.

Auch im Musikvideo zu „21 Gramm” lernen wir eine überraschende neue Seite an Monet192 kennen: die des kaltblütigen Killers. Gedreht wie schon „Backseat“ unter der Regie von Milos „Mille“ Savic (u.a. Shindy, Haftbefehl), zeichnet es eine „American Psycho“-artige Story, in der ein Fotograf (gespielt von Monet192) sich Models für Fotoshootings in seine Villa einlädt, nur um sie später kaltblütig zu ermorden. Die weibliche Hauptrolle wird von Paola Sierra Adenauer gespielt, Urenkelin des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer.

Charlotte Brandi

Mit WIND hat Charlotte Brandi gerade ihren ersten Song auf Deutsch veröffentlicht. Für diesen Aufschlag hat sie sich keinen geringeren als Dirk von Lowtzow ins Boot geholt, der begeistert einwilligt, Brandis betörendem Text seine unverwechselbare Stimme zu leihen.

Der zweite Teil dieses Kapitels folgt nun. FRIEDEN ist ein Lied über Androgynie. Bedrückend schön singt Charlotte Brandi über die Jungs auf dem Schulhof die nicht mit ihr spielen wollen. “Das ist nur weil du ein Mädchen bist und jeder Junge ein Feigling ist” dient als Fanal einer verkannten Generation, die sich endlich von Geschlechterkategorien verabschieden will: “Ich wünsche mir FRIEDEN obwohl ich’s nicht darf”.

257ers

Mit ihrer neuen Single „Zuhause“ sprengt das Duo Genregrenzen und widmet sich einem Gefühl das viel von uns wohl kennen, die Verbundenheit zur Heimat – auch wenn diese weder schön noch spannend nach außen erscheinen mag handelt es sich doch um den Ort, der prägt und für immer ein essentieller Teil des eigenen Charakters sein wird.

Vom See, vom Bier und Zechentürmen aber auch vom toten Vater erzählen Shneezin und Mike in diesem sehr persönlichen Song, der schon einen Kontrast zum üblichen 257ers-Oeuvre darstellt.

Lana Del Rey

Lana Del Rey veröffentlicht ihre neue Single ‚Let Me Love You Like a Woman‘. Mit einem selbstgedrehten und editierten Video, verpasst Lana dem Song auch visuell ihre ganz persönliche Handschrift.

Der Titel wurde gemeinsam mit Jack Antonoff geschrieben und produziert und wurde in Los Angeles in den Conway Studios, sowie in New York in den Electric Lady Studios aufgenommen. ‚Let Me Love You Like A Woman‘ ist der erste Musiktitel, nach dem Erfolg ihres von Kritikern gefeierten und für den Grammy nominierten Albums „Norman F**king Rockwell“.

LEEPA

Nach ihrer „FREE LEEPA“ EP kommt die junge Künstlerin nun mit einem neuen VIBE zurück:  „Fiction“ ist die erste Single nach dem Abschluss ihres ersten Werkes und damit auch eines Lebensabschnittes. Mit weicheren und weniger melancholischen Vibes erzählt LEEPA über das Dilemma der Fiktionen, die uns auch in unserem Alltag begleiten.

Anna B Savage

Nachdem Anna B Savage vor kurzem endlich ihr Debütalbum „A Common Turn“ für den 29.01.2021 angekündigt hat und ihre aktuelle Single „A Common Tern“ veröffentlicht hat, freuen wir uns nun eine intime, akustische Live Version des Songs zu teilen, gefilmt im Barbican Conservatory in London.

Anna B Savage über die Live Version: „I wrote the lyrics to ‚A Common Tern‘ one night sat in Frobisher Crescent, the courtyard next to the Conservatory. I was unsigned, jaded, and convinced I’d never be able to write a full album. After I wrote the chorus, I knew I’d written the titular track. I sat alone in the dark wanting to scream with excitement: it could happen.

Mone

Mit „Big Brown Bear“ veröffentlicht Mone eine Dreampop-Ballade, die in Zeiten von #metoo entstand. Der Track basiert auf ihren eigenen Erfahungen mit sexueller Belästigung und thematisiert das komplizierte Verhältnis zum eigenen Körper und den Wunsch, diese Beziehung zu vereinfachen, die menschliche Form abzuwerfen und wie ein wildes Tier zu leben – ein „Big Brown Bear“ eben.

In Zusammenarbeit mit den Produzenten Cameron James Laing und Gidon Carmel enstand der Gänsehaut-Track im Berliner The Famous Gold Watch Studio. Der Song ist die dritte Single von Mones kommendem Debütalbum „Crocodile Kisses“.

G-Eazy

So poppig haben wir ihn bisher nicht erlebt: G-EAZY meldet sich mit einer neuen Single zurück: „Hate the Way I miss you” ist eine Kollabo mit blackbear und das Follow-Up zur letzten Single „Down“.

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Jellina

Der Shootingstar aus München hat heute ihre neue Single “Feuer & Benzin“ veröffentlicht. Jellina verfügt nicht nur über eine außergewöhnliche Stimme, sondern auch über ein einzigartiges Gespür für unter die Haut gehende Melodien. Mit ihrer direkten und ehrlichen Art versteht die es vermeintlich Gegensätzliches dennoch zu vereinen. In ihrer neuen Single „Feuer & Benzin“ verbindet sie Pop mit urbanem Sound. Melancholie und Herzschmerz treffen auf straighte Hiphop-Beats. Feuer trifft auf Benzin – eine brandgefährliche und doch faszinierende Kombination.

Mit „Feuer & Benzin“ holt die 18-Jährige ihre zahlreichen Fans emotional auf unvergleichbare Weise ab und lässt sich auf ihrem Gedankenkarussell mitfahren, getrieben von diesem bedrückenden Gefühl, wenn du nicht mit, aber auch nicht ohne eine Person kannst. Man weiß es geht nicht gut und doch brennt das zerstörende Feuer so schön. Eine Faszination, die von Jellinas stimmungsvollen Vocals auf den Punkt gebracht wird.

Joy Denalane

Anfang September 2020 hat Joy Denalane mit dem Album „Let Yourself Be Loved“ ihr definitives Soul-Statement veröffentlicht. Das Album ist zu gleichen Teilen Selbstbehauptung, Ahnenforschung und Hommage an die großen Klassiker des Genres. Ein musikalisches Meisterwerk, auf dem Denalane souverän alle Stränge ihres bisherigen Wirkens zusammenführt.

Jetzt veröffentlicht die Künstlerin das Musikvideo. zu „Wounded Love“, das im Metropol Berlin entstand.

Viagra Boys

Im März diesen Jahres haben die Jungs von Viagra Boys uns mit ihrer EP „Common Sense“ schon ordentlich getriggert. Eigentlich hätten sie dann dieser Tage mit ihrem neuen Album bereits auf Tour sein sollen. Aber naja…jetzt gibt es zumindest schon wieder neue Musik! Viagra Boys sind heiß und veröffentlichen nun ihre neue Single „Ain´t Nice“ als Vorgeschmack auf ihr neues Album „Welfare Jazz“, welches am 08.01.2021 auf YEAR0001 erscheint!

Im neuen Video “Ain’t Nice” spielt Murphy wieder die Rolle des betrunken, torkelnden, aber noch zurechnungsfähigen Typen und richtet auf seinem Weg einigen Schaden an. Er stiehlt Scooter und Jacken und stört entspannte Picknicks. Niemand bleibt unbehelligt. Dann reist er durch die Zeit ins 18. Jahrhundert und ist umgeben von Dienern mit gepuderten Perücken. Mit seinem kraftvollen Knurren, der durchschlagenden Bassline und spitzen Synths machen sich der Track und das Video über die patriarchalischen Machodramen der klassischen Postpunk-Szene lustig.

Azure Rider

Die Australierin Azure Ryder hat einen weiteren Song aus ihrer am 20. November erscheinenden neuen EP „Crazy With The Light” veröffentlicht, „Stronger“. Der Song handelt von Widerstandsfähigkeit, von einem Zugewinn an Kraft – nach überwundener Trennung, durchlebtem Herzschmerz.

Angekündigt hatte Azure Ryder dieses neue, zweite Kapitel ihrer musikalischen Reise schon im Hochsommer mit der Single „Petty Isn’t Pretty“, zu der sie ein sonnengetränktes Video präsentierte. Passend zum Beginn der dunklen Jahreszeit mit ihren kürzeren Tagen und niedrigeren Temperaturen greift der Clip zu „Stronger“ nun das nahende Herbst-Feeling auf: Wir sehen Azure Ryder in der Abenddämmerung am Strand, tänzelnd mit einer gelbwarmen Lichterkette, die um ihren Körper und ihre Arme gewickelt ist – und nur noch ein klein wenig Restwärme vom Sommer liegt in der Luft.

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