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Neu auf dem Videomarkt #208

Neu auf dem Videomarkt #208

Neuer Monat. Neue Woche. Neuer Videomarkt!

renforshort

Die neue Single „virtual reality“ der kanadischen Sängerin handelt von der Abhängigkeit von Technologien und einer Welt, in der der erste Griff am Morgen zum Smartphone geht. Der Song wurde natürlich auch von der aktuellen Situation inspiriert, in der wir alle Pandemie-bedingt noch viel mehr Zeit damit verbringen unsere persönlichen Kontakte am Handy und via Zoom zu pflegen und größtenteils nur noch virtuell am gesellschaftlich Leben teilnehmen können.

“’virtual reality’ is a song that tackles many topics. But at its core, it really is about anxiety, routine, boredom, isolation, loneliness, and fear. I think a lot of people have a very unhealthy relationship with technology because it’s never really been restricted enough to consider mental health and overall health, and that has fucked so many people up, now more than ever. Ever since I was young, social media has played a major role in my mental wellbeing, and I became so accustomed to it, it became a part of my routine and it came before everything else. The moment I wake up, almost instinctively, I check my phone. Depending on what I see in the morning, basically determines how I’m gonna feel for the rest of the day. I hate it. But I can’t stop. And what’s most ironic about this all is you’re likely going to read this on social media or listen to the song on some sort of electronic device…”

Olympya

Die Hamburger Band Olympya präsentiert mit „Berlin“ ihre letzte Single vor bzw. zum Release ihres Debütalbums „Auto“, das heute auf dem Label Audiolith erscheint. Der Song „Berlin“ beginnt mit einem verhallt magischen Darkwave-Intro. Olympya fügen dem Genre des Berlin-Songs eine dunkle Liebesromanze mit makabren Einschüben hinzu, deren an Falco erinnernder Refrain sich niemand entziehen kann.

Powfu

Powfu hat seinen neuesten Track „the way that you see me“ veröffentlicht. Auf dem Song sind seine Lo-Fi-Kollegen und Labelmates Rxseboy und Sarcastic Sounds, sowie Ayleen Valentine zu hören.

„Dieser Song ist eine Erinnerung daran, dass die Fokussierung auf die eigenen Probleme einen nur mehr belastet“, erklärt Powfu. „Konzentriere dich stattdessen darauf, anderen zu helfen, die Last abzunehmen, und du wirst feststellen, dass dein eigenes Gewicht ebenfalls erleichtert wird.“

Quarry

Quarry startet 2021 mit seiner neuen Single „Wake Me Up“, die am 26. Februar. Dort erzählt er die Geschichte einer langsam abstumpfenden Beziehung und der Sehnsucht nach einer Befreiung daraus. Die dunkel-poetischen Lyrics gleichen ihren Schwermut über die Pop-Melodien aus, die er geschrieben und mit Kid Harpoon co-produziert hat.

Quarry sagt: „‚Wake Me Up‘ handelt davon, nichts Überraschendes mehr zu empfinden. Alles wirkt ungreifbar und begraben im Schatten des Tagtäglichen … Eine Taubheit, die dich langsam befällt. Ein weltlicher Todestanz der heimischen Idylle. Du sehnst ein großes unbekanntes Äußeres herbei, das in dein Leben kracht und alles zum Erbeben bringt. Ich habe beim Songwriting in die Vergangenheit geblickt, doch die hallt mehr denn je in meine Zukunft nach … Dieses Bedürfnis nach Verbindung mit Menschen und danach, sich lebendig zu fühlen! ‚Wake Me Up‘ funktioniert als Gegenmittel gegen das Dunkle und gleichzeitig als Liebesbrief an das Gefühl, das nie wirklich weg war.“

Das Video zum Song ist unter der Regie von James Arden und Sophia Katyea entstanden. Inspiriert von den Lyrics, wacht Quarry an einem einsamen Strand auf. Atemlos kämpft er dagegen an, von den Wellen in die Tiefen des Meeres gezogen zu werden.

Greentea Peng

Rising Star Greentea Peng gibt mit „Nah It Ain’t The Same” einen Vorgeschmack auf das, was man von ihrem mit Spannung erwarteten Debütalbum erwarten kann. Der neue Track ist eine frische und mitreißende Neo Soul Hymne, die mit gepaart mit Jazz Instrumentierung auf einem HipHop Beat in einen klassischen Drum & Bass Beat mündet, immer umgeben von Greentea Pengs unverwechselbaren, weisen Gesang.

Über den neuen Song sagt sie; “Deliberations of a (hu) MAN, subject to the pendulum’s swing, I give you ‘Nah It Aint The Same’ off my album MAN MADE. An expression and exploration of my utter confusion and inner conflicts amidst shifting paradigms.”

Das von Machine Operated gedrehte Video zeigt Greentea bei ganz alltäglichen Dingen des Lebens – ihr morgendliches Ritual wiederholt sich, aber die Interaktionen mit Objekten in der Enge ihrer Wohnung wecken Erinnerungen an glücklichere Zeiten. Inmitten des Grau gibt es Hoffnung.

Moon Taxi

Am 22.01. erschien „Silver Dream“, das sechste Album der in Nashville beheimateten Alt-Rocker von Moon Taxi. Bereits zum Album-Release stellte die Band ein an Bob Dylans „Subterranean Homesick Blues“-Clip erinnerndes Lyric-Video zur aktuellen Single „Say“ in Netz. Jetzt kann man die als Marching Band verkleideten Musiker im offiziellen Video zu „Say“ auf einem Highschool-Sportplatz agieren sehen. Der Song hat dabei ein durchaus relevantes Anliegen: Die Band plädiert dafür, dass wir alle unseren Mitmenschen etwas mehr und besser zuhören sollten.

JEREMIAS

Nach „mio“ kommt mit „nie ankommen“ ein track, der typisch für JEREMIAS scheinen mag – absolut minimalistischer disco-funk, die ästhetische handschrift der vier jungen musiker. „nie ankommen“ ist pure ermutigung, möchte einen glauben daran entfachen, zu erkennen, dass das leben wunderbar so ist, wie es ist.

alle entscheidungen haben ihre daseinsberechtigung. sie hängen mit veränderungen zusammen. am ende führt man das wunderbarste aller leben, wenn man im reinen mit sich, mit allem und jedem ist. diese bewussten gedanken und entscheidungen sind ein meilenstein auf dem weg dorthin – der weg, auf dem man nie komplett irgendwo ankommen wird.

Bartleby Delicate

Durch die Ströme von Contemporary Folk und Loop-basierten elektronischen Klängen navigiert sich der Luxemburger Singer-Songwriter Bartleby Delicate mit beeindruckender Leichtigkeit – und mit einem ganz eigenen Sound. In seiner Single “Winter’s Dark” mischt er die polyphone Weite seiner Stimme mit subtilen Arpeggios, melancholischen Klavierakkorden und Field Recordings. Für eine unwiderstehlichen Drive sorgen die akustische Gitarre – und das allem unterliegende Pochen eines menschlichen Herzens.

Jetty Bones

Passend zu dem am Freitag erschienenden Debütalbum „Push Back“,  präsentiert die aus Ohio stammende Sängerin und Produzentin Jetty Bones ihren neuen Song „Nothing“. Die Regie für das parallel erscheinende Musikvideo führte Mark Eshleman, der Creativ-Director von Twenty One Pilots.

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This song is about questioning whether you should keep fighting for something you love or let it fade away, all while contemplating the repercussions of either decision. There’s a harsh dichotomy between those two lives, but a connection in the pain.“

Henry And The Waiter

Auch wenn Henry And The Waiter noch als Geheimtipp gehandelt wird, kann der in Frankfurt lebende und arbeitende Künstler schon eine beachtliche Erfolgsbilanz vorweisen: Seine bisher veröffentlichten Songs wurden bereits über 16 Millionen mal auf Spotify gehört. Dabei schaffte er es in zahlreiche großen Playlists und konnte bereits 3 erfolgreiche Touren im deutschsprachigen Raum absolvieren.

Mit seiner aktuellen Single „Up In Her Mind“ führt er diese Erfolgsgeschichte weiter und durchbrach bereits nach wenigen Wochen die Viertelmillionen-Grenze. Tendenz stark steigend. Nun bekommt der Song noch ein wundervolles Video geschenkt, was den Track weiter beflügeln dürfte.

DAS NEU

Das Kollektiv Das Neu stellt mit „Love The Way She Lies“ den musikalischen Auftakt ihres Projekts „Lovestream Recordings“ vor. Aus dem Internet. Für das Internet. Aufwachsen dieser Tage kommt einer Zerreißprobe gleich. Als Individuen finden Das Neu sich im Zentrum ihres eigenen sozialen Panoptikums. Mit Zugriff auf gesammeltes digitalisiertes Wissen und erdrückt von der Gleichzeitigkeit aller Dinge, von deren Komplexität und einer schieren Flut von Content und Einflüssen.

„Love The Way She Lies“ verhandelt Selbstbetrug durch das verzweifelte Klammern an einer Pseudoliebe, den bereitwilligen Sprung in einen emotionalen Abgrund.

Paul Weber

Mit seiner pointierten, haltungsstarken Art zu texten reiht Paul Weber sich irgendwo zwischen Element of Crime, der höchsten Eisenbahn und Von Wegen Lisbeth ein. Textet zeitlos und meinungsstark. „Es gibt so viele deutsche Worte, da muss man erstmal das richtige finden. Ich suche nach Sätzen und Worten, die nicht schon tausendmal gesagt wurde.“ Davon werden noch weitere Songs dieses Jahr zeugen. „Auf und davon“ ist das erste Ausrufezeichen und legt den Schalter im Kopfkino um, den viele gerade brauchen.

K.I.Z.

K.I.Z legen mit „VIP in der Psychiatrie“ ihre zweite Single des am 28. Mai 2021 erscheinenden Albums „Rap über Hass“ vor. Hiermit zementieren sie ihren Status als Band, die es schafft, Zwischenmenschliches und Hochpolitisches zu thematisieren, ohne dabei ansatzweise peinlich zu sein.

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