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Neu auf dem Videomarkt #210

Neu auf dem Videomarkt #210

Wieder geht eine Woche in dieser pandemischen Zeit ihrem Ende zu. Ein Grund also sich seinen Kopf mit neuer Musik freizuschaufeln. Gut, dass es dafür „Neu auf dem Videomarkt“ gibt.

Roosevelt

Am 26.02. ist mit „Polydans“ das neue Roosevelt Album erschienen und damit auch eines der Indie-Pop Highlights des Jahres! „International erfolgreicher Synthie-Pop aus NRW“, hiess es neulich in einem Beitrag der WDR Westart, die Roosevelt in seinem Kölner Studio besuchten. WDR2, SR1 und Campusradio Jena kürten „Polydans“ zum Album der Woche, ebenso sunshine live und egoFM. Allerorts wurde freudig berichet, und daher freuen auch wir uns umso mehr, dass „Polydans“ vergangene Woche auf Position 23 in die deutschen Album-Charts eingestiegen ist, das ist der bisher höchste Chart-Entry für Roosevelt!

Passend wurde nun außerdem ein neues Video für „See You Again“ veröffentlicht. Dieses paart Roosevelts wehmütige Electronica mit einem emotionalen, ergreifenden Cyberpunk-Video des Regisseurs Hector Prats über Zusammengehörigkeit und Hoffnung im digitalen Zeitalter.

FINE.

Willkommen in der Welt von FINE., dem neuen Projekt bei MIGHTKILLYA, dem Kollektiv und Label hinter Senkrechtstarterin Amilli. Das Geschwister-Trio um die 21-jährige Frontfrau & Protagonistin FINE. entstammt einer einwohnertechnisch eher als Kleinstadt „tief im Westen“ zu verordnenden Ansiedlung, und hat bereits mit einigen wenigen Songs 1 Million Streams generieren können. Dabei geht es FINE. in Sachen Musik hauptsächlich darum, Emotionen rauszulassen – immer und immer wieder.

Dabei sollen und dürfen sich gerne alle angesprochen fühlen, die sich mit der teilweise schmerzhaft ehrlichen Offenbarung innerlich angestauter Gefühle identifizieren können. Vor einer häufig introversiven Perspektive offenbaren sich intime Einblicke in die musikalische und gedankliche Quintessenz von FINE.

Die neue Single „Air“ handelt davon zu akzeptieren, dass sich die Dinge im Leben verändern und man sich stets anpassen muss – was nicht immer nur etwas Schlechtes sein muss, so FINE.: „Air beschreibt den Zustand der rationalen Reflexion und der langsamen Gewöhnung an den Schmerz, dem man ständig ausgesetzt ist. Der Protagonist in dem Lied konzentriert sich nur auf das Gute und hält an den Momenten selbst fest. Er lässt jedoch die Menschen, mit denen er diese Momente teilte, weiterziehen.Der Song heißt Air, da der Protagonist seinen Körper und Geist von außen, über ihm schwebend, kontrolliert und keine negativen Emotionen zulässt. Dies macht den Protagonisten für andere unverletzlich.“

Mit minimalistischen Arrangements, intimen Songwriting und großen Gesten ebnet man sich den Weg gen Pop-Firmament. Dabei verwischen die Grenzen zwischen elektronischer und analoger Produktion und lassen Atmosphäre und Raum für die fein gehauchten Vocals von FINE., gestütztvon ihren zwei älteren Brüdern,welcheihrem Sound den einzigartigen Pop-Schliff verleihen, der auch auf internationalen Bühnen zu verzaubern weiß.

ZUSTRA

Kann ein Song mehr nach 2021 klingen? „Back to Dark“, die neue Single (VÖ: 12.03.) der kroatisch-deutschen Songwriterin ZUSTRA, ballert bereits in den ersten drei Sekunden (dieser Bass!) mit so viel Dringlichkeit und erzählt – voll Synths und spooky Geräuschen – von düsteren Zeiten, gefährlichen Träumen und der Faszination für einen Fremden.

Mit ihren bisherigen Singles erzeugte ZUSTRA bereits einige Aufmerksamkeit: Das Berliner Stadtmagazin tip wählte sie im Januar zu einer der wichtigsten Newcomerinnen 2021, ihre Musik wurde auf BBC Radio 6 gespielt und Blogs rühmten ihre „gorgeous-PJ-Harvey-like voice“ (AUDIBLWAV aus Brooklyn) oder ihren „dark dream pop that develops into a full blown James Bond theme“ (Poule d’Or aus Hamburg).

Roadwolf

Ihre mitreißenden Livesets und zahlreiche Samplerbeiträge haben längst für eine treue Fanbase gesorgt – im November 2020 gehen ROADWOLF nun mit ihrem Debutalbum „Unchain the Wolf“ an den Start. Die österreichische Band tobt sich auf ihrem ersten Longplayer mit zehn energiegeladenen Titeln aus, die den Spirit des Classic Heavy Metal beschwören und von denen jeder für sich das Zeug zum Hit mitbringt. Schon mit der ersten Vorab-Single „All Hell is Breaking Loose“ reißen uns die Straßenwölfe von den Sitzen und liefern einen gewaltigen Teaser auf das im November erscheinende Album ab.

Die vier Straßenwölfe treiben schon eine Weile ihr Unwesen: EPs, Demos, Samplerbeiträge, ein Auftritt in Wacken, verschiedene Festivalshows, gemeinsame Shows mit Enforcer, Skull Fist, Bullet, Lizzy Borden, Vicious Rumors, Night Demon und vieles mehr: es brodelt im Untergrund. ROADWOLF performen im klassischen 4er-Line-Up mit Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug – und scheinen den Metal und Hardrock der späten 70er und frühen 80er geradezu aufgesogen zu haben.

Franz ‚Franky‘ Bauer (Lead vocals), Valentin ‚Vali‘ Strasser (Guitars), Christoph ‚Aigy‘ Aigner (Bass) und Emanoel ‚Mano‘ Bruckmüller (Drums) haben mit „Unchain the Wolf“ ein kompromissloses Album eingespielt, das sich nicht mit zeitgeistigen Trends aufhält. Allem voran schwebt der Geist der frühen Judas Priest über der Band, aber auch Saxon, UFO, Dio, Ozzy blitzen durch.

ROADWOLF heulen jedoch nicht einfach nur mit der Meute, sondern kreieren ihren Roots folgend doch ihr ganz eigenes Ding. Herausgekommen sind Songs, auf die Halford & Co. in diesem neuen Jahrzehnt stolz sein würden.

Major Lazer

Major Lazer sind Pioniere, wenn es darum geht, EDM mit lateinamerikanischer Musik zu verschmelzen. Man denke an Hits mit J Balvin, Bad Bunny, uvm. Die neue Videosingle von Diplo & Co. featuret den puertorikanischen Superstar Guaynaa. Mit „Diplomàtico“ kündigt das Trio zugleich „Music Is The Weapon (Reloaded)“ für den 26. März an. Für die Deluxe Edition wird das letzte Album der Band um vier brandneue Songs erweitert.

Das Video zu „Diplomàtico“ wurde von Regisseur Sam Sulam in Miami gedreht, genauer gesagt im berühmten Gulfstream Park. Es zeigt, was passiert, wenn ein wohlhabender Pferdebesitzer, gespielt von Walshy Fire, herausfindet, dass sein Vorzeige-Jockey Diplo gerade nicht verfügbar ist und somit keine andere Wahl bleibt, als ihn mit dem Stallknaben Guaynaa zu ersetzen.

Nach unzähligen Welttourneen und einer fünfjährigen Albumpause kehrten Major Lazer im Oktober mit „Music Is The Weapon“ zurück. Der globale Ansatz der Band zeigte sich anhand von Songs in fünf Sprachen und einem internationalen Staraufgebot, das Gäste wie u.a. Khalid, Nicki Minaj, J Balvin, Marcus Mumford und Mr Eazi umfasste. Mit „Music Is The Weapon (Reloaded)“ (VÖ: 26.03.) geht die Party in die nächste Runde.

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