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Neu auf dem Videomarkt #213

Neu auf dem Videomarkt #213

Out Of Love

Die Londoner Indie-Punks OUT OF LOVE kündigten jüngst für den 16. April ihre neue EP „Funny Feeling“ auf Venn Records (GALLOWS, MILK TEETH, HIGHER POWER) an. Passend dazu stellte das Quintett mit „Play Pretend“ einen ersten Vorboten bereit. Mit „See Right Thru“ präsentieren die Newcomer nun eine weitere Single samt Videoclip.

Kraków Loves Adana

Kraków Loves Adana präsentieren mit ihrem neuen Video zu “Love Isn’t Dead” einen Moment voll Nostalgie, Melancholie und Herzschmerz. Das frühlingshafte und blühende Bildmaterial inmitten der Natur untermalt auf eine bittersüße Art und Weise das Konzept von Zeit und Vergänglichkeit.

Darkest Dreams – das fünfte Studioalbum des in Hamburg lebenden Paares – beschäftigt sich damit, was passiert, wenn wir uns kopfüber unseren tiefsten Fantasien und Verlangen hingeben – auch wenn dies bedeutet, sich in diesem Prozess zu verlieren. Sängerin und Produzentin Deniz Çiçek erklärt zu dem Stück:“At the brink of a break-up people may tend to be torn between burning bridges and dwelling on past affections. This song is full of nostalgia, melancholy and heartbreak…. ‘Everything dies’

LIN

Mit ihren ersten Solo-Songs nach ihrem Bandprojekt Bender & Schillinger ermutigt LIN die Hörer*innen sich selbst und das eigene Leben in allen Farben wahrzunehmen und neu zu entwerfen.

Die Solo-Stücke wie ein gut kuratierter Soundtrack zu einem Indie-Film, den wir mit einer Wohlfühl-Pizza auf dem Schoß an verregneten Sonntagen schauen, um die Schwermut zu vertreiben. Electro-Pop, schlicht und doch so komplex. Schwer zu glauben, dass nur eine Person alle Instrumente dahinter spielt – und das auch live. Wer aus dem Staunen kommt, kann sofort anfangen dazu zu tanzen, denn LIN schafft es, den Themen durch ein treibendes Klanggewand die Schwere zu nehmen.

So umarmt LIN mit ihrer ersten Single “Doubts” tanzend die eigenen Ängste, ohne sie zu romantisieren. Ein Tanz, an dessen Anfang der Zweifel ist, gefolgt vom Triumph mit harten Bandagen und der Versöhnung mit eben diesen, bis es wieder von vorne beginnt. Umrahmt von treibender Melodie, Wut, Trauer und ein wenig Glück.

Boys Noize & Kelsey Lu

Alex Ridha alias Boys Noize erschafft musikalische Welten und baut Brücken zwischen ihnen. Der deutsch-irakische Künstler, DJ, Produzent und Labelchef ebnete den Weg für den weltweiten Siegeszug der elektronischen Musik und treibt sie bis heute in neue, bisher unerforschte Gebiete.

Boys Noize entwickelte einen unvergleichlichen Klang, der sowohl unverwechselbar als auch vielfältig ist. Er bringt Techno auf die Hauptbühne und modulare Synthesizer in die Billboard-Charts. Er widersetzt sich dabei den Konventionen und schaut gleichzeitig in Vergangenheit und Zukunft, um die Musik von heute zu verändern.

Mit “Ride or Die” veröffentlicht Boys Noize eine neue, emotionsgeladene Single in Kollaboration mit Kelsey Lu und Pianist Chilly Gonzales als Featuregast. Das Video ist vom Trolley Problem Experiment inspiriert und jeder Frame handgezeichnet.

philemic

Man könnte meinen, die Berliner Indie-Band philemic gibt mit ihrer Single eine Art Hilferuf von sich. Genau das ist es aber nicht, auch wenn der Song für ein ernstzunehmendes Thema durchaus sensibilisiert. „Ich hatte nie Depressionen und habe auch keine“, sagt Sänger Caner Mican.

„Won’t Stop to Choke“ ist eine neutrale Beobachtung der Tatsachen. Tatsachen, die sich in den eigenen vier Wänden abspielen und, ähnlich einer Leinwand mit zu viel frischer Farbe verlaufen. Man versinkt im selbstkreierten Chaos und wird gleichzeitig von einer aggressiven Außenwelt konfrontiert. Mit Zweifeln betrachtet man seine Wahrnehmung, kann jedoch nicht so recht die zugereichten Antworten hinnehmen.“

Die Reflexion im Video ist postmodern, auch wenn philemic laut eigener Aussage gar nicht wissen, was das ist: Ein Astronaut in einem billigen Waschsalon; Zombie-Walk statt schwerelos…

Peaches

Sie stellt Stereotypen auf den Kopf, verschiebt Grenzen und bricht Barrieren – so kennt man die durchaus als Ikone der Pop-Kultur zu bezeichnende Sängerin Peaches. Viele feierten sie als Vorbild, seit sie sich aufmachte ihren sexuell progressiven Weg zu gehen auf ihre ganz eigene Art gesellschaftpolitische Themen künstlerisch zu bearbeiten. Heute veröffentlicht sie die neue Single „Pussy Mask“, eine bissige Auseinandersetzung mit der maskenfeindlichen politischen Wahl während der Pandemie.

Das lustige-explizite Musikvideo, bei dem die preisgekrönte Künstlerin Leah Shore Regie führte und es gemeinsam mit Rob Yuflo animierte, enthält Cartoon-Versionen von Chief Justice Ruth Bader Ginsburg, Rep. Alexandria Ocasio-Cortez und Dr. Anthony Fauci.

Maeckes

Nachdem uns Maeckes mit seinem Video zu „1234“ die Gefahr von Verschwörungstheorien nähergebrach hat, veröffentlicht er mit „Stoik & Grandezza“ die nächste Single aus seinem am 11.6. erscheinenden Album „Pool“.

Es geht darauf um den großen, banalen, vielleicht lebensentscheidenden, wahrscheinlich ganz und gar egalen Moment nachts um Drei bei irgendjemandem zu Hause – irgendwo zwischen Heiratsantrag und wortlos aus der Tür gehen, zwischen “Ich liebe dich” und “Du kannst mich mal”.

Das musikalische Motiv des Songs ist eine Referenz auf die legendäre NDW-Band Trio und ihren Überhit „Da Da Da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha“, der auch im Text erwähnt wird.

Luwten

Luwten bedeutet auf Niederländisch so viel wie „Ort ohne Wind“. Die in Amsterdam lebende Tessa Douwstra nahm es als Namen für ihr abstraktes Pop-Soloprojekt an, das organische Klänge mit Feldaufnahmen und Sampling verbindet – so verliebt war sie in den kreativen Prozess der „Arbeit in einem totalen Vakuum”.

Mit ihrer neuen Single “Sleeveless” kündigt sie nun ihr neues Album “Draft” für den 30. April an. Ihr neues Material für 2021 ist ein entschlossener Schritt, sich ein wenig zu öffnen und ein wenig frische Luft, etwas Einfluss von außen, hindurchströmen zu lassen.

BRKN

Nach seiner ersten Single „Jede Nacht“, die er fulminant bei Jan Böhmermann im ZDF Magazin Royale performen konnte, legt der Kreuzberger Musiker BRKN mit „Kein Liebessong“ nach.

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„Kein Liebessong“ wird auf dem neuen Album „Drama“ zu finden sein, das BRKN am 23. April veröffentlichen wird. „Drama“ verhandelt die Trennung von einer Jugendliebe, Schmerz und Depression.

Fairuz

Sich dem Schmerz einer Trennung zu stellen, ist ein Kraftakt der viel von uns abverlangt. Newcomerin Fairuz tut dies nun mit ihrem neuen Song „Verpasst“ in der Öffentlichkeit – Die 24 Jährige Künstlerin ist der jüngste Neuzugang des Labels TwoSides, welches mit starke und kreativen KünstlerInnen wie Apache 207, Loredana und Reezy bewiesen hat, dass man ihnen blind vertrauen kann, wenn sie ein junges Talent entdecken.

Police Car Collective

Police Car Collective haben ihre neue Single „I Think I Think Too Much” veröffentlicht. Der Track wird auch auf ihrer Debüt-EP „1980“ zu finden sein, die am 18. Juni erscheinen soll.

Die 80er sind ein gutes Stichwort, denn dieses Jahrzehnt hat Simon und Tyler, die beiden Gründer von Police Car Collective, maßgeblich geprägt. So sehr, dass sie sich bei ihrem ersten Treffen gefragt haben, wie The Smiths wohl im Jahr 2021 klingen würden – eine Frage, die Police Car Collective mit ihrer Musik beantworten wollen. Über die neue Single „I Think I Think Too Much“ berichtet Tyler:

“I wrote it after I had started dating my girlfriend but was sort of unsure about if I made the right choice. In any situation like that but especially when you’re young I think you get caught up in this never ending loop of self-doubt and uncertainty with any major life change. This song was just me trying to get that feeling out.”

Pressyes

„Lus U“ sind 240 Meter Tape-Lianen. 230 Meter Kodak Film und 10 Meter Otari Tonband. DIY vom Feinsten, liebevoll aufgenommen und bearbeitet mit wunderschönem, mehrfach pre-loved und re-loved Vintage Gear. Mit großer, grünäugiger Liebe zum Detail grenzt sich Pressyes damit gleichzeitig vom standardisierten Perfektionismus ab.

Verschanzt in seinem neugebauten, analogen Homestudio-Dschungel, tauchte der Wiener Produzent und Songwriter im letzten Jahr immer wieder in ein Gedanken-Abenteuer ab: „Der Unterschied zwischen indoor und outdoor ist für mich in letzter Zeit immer krasser geworden – das Bewusstsein verändert sich immer beim Gehen und Zurückkommen – ein unwegsamer Urwald aus Stadt, Wald, Strand und Gedanken.“

Das Comeback aus dem Dschungel feiert Pressyes in Form von „Lus U“ einem catchy Indie Track voller Adventure-Drang, einem Hauch türkischer 60er Nostalgie und mit einer Hommage an „The Message“ von Grandmaster Flash im Backpack. Fürs Video dazu turnte sich Pressyes zusammen mit Marlene Lacherstorfer und einer kleinen wind-up Bolex H16 Kamera aus den 60ern durch die Straßen von Malta.

Machine Gun Kelly

Machine Gun Kelly reicht das Musikvideo zur in der letzten Woche veröffentlichten Single „DAYWALKER!“ feat. Corpse nach.Da Letzterer seine Identität geheim hält, übernahm die Gamerin Valkyrae vom E-Sports-Kollektiv 100 Thieves seinen Part im Video. Das schockt in typischer MGK-Manier.

„DAYWALKER!“ ist von einer aggressiven, dynamischen Grundstimmung gekennzeichnet und erinnert – obwohl sich MGK auf seinem letzten Album eigentlich eher dem College-Rock zugewandt hat – wieder an seine frühen Rap-Tage. Mosh-Pit-Stimmung kommt dennoch sofort auf, wenn MGK die Zeilen “If I tell you a secret will you keep it” raushaut.

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